Rosen und andere schöne Dinge

13 02 2007

Wenn ich so durch die Welt stolpere, stelle ich so langsam fest, dass man sich nicht alles nehmen muss, um damit glücklich zu sein.
Bei schönen Wesen und Dingen ist es wie mit blühenden Rosen im Sonnenschimmer des Spätnachmittags. Wenn du sie betrachtest, sind sie wunderschön und zaubern dir ein Lächeln auf die Lippen, doch wenn du sie pflücken willst, dann wirst du dich später beim Betrachten ihrer geschmeidigen Blätter jedesmal an ihre schmerzhaften Dornen erinnern müssen.

Lass das Schöne unangetastet, dann wirst du dich für immer daran erfreuen können, ohne dich daran geschnitten zu haben.



Gedankenfetzen VIII

2 01 2007

Ich glaube die Wurzel allen menschlichen Übels gefunden zu haben.
Die Menschen verstehen sich einfach nicht. Oder sie denken sie verstehen einander, dabei tun sie es nicht. Sie sind taub und subjektiv, denken unlogisch und egoistisch.
Was kann man da nur tun?
Wenn man nur in den anderen hineinschauen könnte – Gedanken im Glas eben …

“Papi?”
“Ja mein Schatz?”
“Gibt es Engel?”
“Wenn du ganz fest daran glaubst, dann gibt es sie. Du bist ein Engelchen!”

“Die Traurigkeit ist das Los der tiefen Seelen und der starken Intelligenzen.”
Alexandre Vinet, Die Freude

Keine Ahnung wie ich darauf komme, aber es scheint mir wichtig zu sein:
Menschen die der Abtreibung zustimmen, tun dies nur weil sie ihrer Ansicht nach das kleinere Übel wählen wollen.
Wer die Abtreibung als Mittel ansieht, das nach Belieben verwendet werden
kann wie jede normale Verhütung und nicht als Notlösung, der muss ein Unmensch sein.
Wir dürfen doch nicht Gott spielen!

Eine weitere Erkenntnis, die ich vor 2 Tagen gewonnen habe:

“Wenn sinnlose Informationen krank machen würden, dann wäre das Internet die Pest des 21. Jahrhunderts.”

Ist es das nicht schon?



Eindrücke verfrorener Feiertage

26 12 2006

Beim Verlassen der Kirche klimpert es im Spendentopf.
Da schoss mir ein Gedanke durch den kopf, der es mir wirklich froh um’s Herz werden ließ.

Wenn jeder ein wenig gibt, wird aus wenig viel. Es ist für den Menschen schwer zu geben, wenn man nichts zurück bekommt, doch es ist wahre Liebe, wenn man es trotzdem tut.

Beschwer dich nicht, wenn andere mehr bekommen, sondern gönne es ihnen und habe die Stärke, nicht über sie zu meckern. Unterdrücke deine Wut.

Lieb Vaterland magst ruhig sein” von Johannes Mario Simmel, hatte einen sehr amüsanten politischen Scherz parat.
Was ist der Unterschied zwischen Kapitalismus und Sozialismus?
Beim Kapitalismus beuten Menschen andere Menschen aus, beim
Sozialismus ist es anders herum.

Wie einfach und doch zum Schmunzeln war auch dieser Spruch meines Großvaters.

Bleib ruhig, nimm dir Zeit und nicht das Leben.



Einbildung und Tiraden gegen die Gesellschaft

16 11 2006
Liebe ist Einbildung – eine sehr schöne Einbildung, die so stark ist, dass wir nicht glauben können, sie sei nur Einbildung.
Vermutung, die sich immer mehr bestätigt

Nicht nur das. Alles geht vor die Hunde. Mensch, das müssen geile Zeiten gewesen sein, in denen man einander geheiratet hat und das dazu noch so lange blieb, bis es soweit war, dass der eine beim anderen Totenwache gehalten hat. Liebe bis zum Tod, wohlgemerkt zwischen zwei Partnern, ist das noch möglich?
Alles geht in den Interessen unter, die jeder für sich selbst beansprucht.

In “Children of Men” können die Menschen im Jahr 2027 keine Kinder mehr kriegen. Vielleicht wird es aber auch so sein, dass man bis dahin nicht mehr
heiraten wird. Lästige Tradition. Scheidungen sind sowieso zu teuer – hätte man das Heiraten gleich bleiben lassen können … Eine halbe Million Menschen jährlich in diesem Lande wissen das!

Der Jugend lebt man es schon falsch vor. Wie soll denn dann die Zukunft aussehen?

Am liebsten würde ich micht auf ein Podest vor die ganze Welt stellen und alle LAUT ANSCHREIEN!
“Was ist hier bloß passiert? Was ist aus der Liebe geworden?”

Keiner wird mir eine Antwort geben.
Ich meine es verdammt ernst. Das hier ist keine Selbstdarstellung, es kotzt mich einfach an.
Doch in unserer Zeit glaubt sowieso keiner mehr was. Viel zu viele Informationen, viel zu viele Reize und Meinungen.

Die Menschheit wird nicht an Bomben sterben, sondern an den Informationen, unzähligen Meinungen und letztendlich an ihrer eigenen Dummheit mit der sie sich selbst ertränkt.

Wenn jemand online mit
Selbstmord drohen würde, dass würde keinen in den Füßen jucken.
Derjenige könnte sich mit seinem Tastaturkabel erhängen und das ganze mit seiner Webcam live übertragen – es würde dann höchstens bei einem Videoupload-Service von 15-jährigen Kiddies sabbernd angeglotzt werden. Und alle anderen würden kräftig mitsabbern.
“Ist doch sowieso nur Fake, oder nicht? Mein Gott, und wenn – der is’ ja schon tot. Im Endeffekt sind wird doch alle nicht so verklemmt …”

Manchmal bekomme ich Anwandlungen diese verdammte Scheissgesellschaft nieder zu fackeln!
Zumindest symbolisch, bloß finde ich jetzt keine passende animierte Grafik dazu …

Alle wollen Rebellen sein und Grenzen niederbrechen – aber sie brechen die falschen nieder!

Ach, was bringts.

I’ll be back.



Phantasie

10 11 2006
Das Schöne an Phantasien ist, dass sie keine Verantwortung bringen.

Wie schön ist es auch, dass mein Gelaber hier keine Verantwortung bringt.
Soviel Mist, wie er zu unseren Zeiten im Netz kursiert, den übertrifft nicht mal dieses Blog. *grins*

Übrigens: Erinnert sich der eine oder andere noch an die verbale Hetzjagd auf den neuen Bond-Darsteller Daniel Craig?
Der neue Bond “Casino Royale” kommt am 23. November in die Kinos und es sei wirklich jedem ans Herz gelegt, sich diesen Artikel von ‘Spiegel online’ zu Gemüte zu führen. Wie ich es mir vorgestellt habe. Alle Kritik war heiße Luft. James Bond
ist reformiert worden und der Film wurde zu einer gelungenen Mischung des Charmes der alten Bond-Streifen und einem packenden Thriller.
Ganz anders also als zuvor und wie es aussieht auch um einiges gewachsen.
Ihr wisst, wo ihr mich am 23. finden werdet … :P



Alles so dunkel

5 11 2006

So beschissen alleine fühlt man sich auf dieser Welt. Ich glaube, wenn ein Mensch geboren wird, dann wird schon entschieden ob er später dauernd glücklich sein wird oder sein Leben lang gegen seine eigenen Gefühle kämpfen muss.
Und um dann was zu ändern, dazu ist man zu schwach und vegetiert vor sich hin.
Möglicherweise gibt man sich schönen Illusionen hin. Eine Illusion nennt sich Anerkennung. Man sucht sie und glaubt sie zu finden, aber eigentlich gibt es sie gar nicht, man bildet sie sich einfach nur ein.
Der einen verachtet dich, die Wenigen erkennen dich an.

Eine andere Illusion ist die Liebe. Manche mögen mit ihr glücklich werden, aber vielen werden die Herzen gebrochen.
Und oft wird noch, um den Bruch zu heilen, in das Herz wie bei einem Knochenbruch ein Nagel reingeschlagen.

Was bildet sich die Welt
eigentlich ein, so mit einem umzuspringen?
Manchmal wünsche ich mir, ich könnte den anderen meine Ansichten und Ängste mit einem riesigen Hammer in den Kopf schlagen, damit sie mich verstehen.

Richtig glücklich sein, das habe ich zumindest noch nicht geschafft, denn im nachhinein ist verlorenes Glück immer schmerzhaft.
Aus meinem Kopf wird ausradiert, dass ich glücklich war. Vielleicht ist das ein Dämon den man mir austreiben muss, vielleicht bin ich auch nur zu dumm, um mit dem Leben klar zu kommen.

Wenn das Glück einmal da ist, setzt die Angst ein. Wer will sein Glück schon verlieren?
Doch damit macht man sich sein Glück kaputt – außerhalb seiner selbst und innerhalb.

“Eh, das is dieser Deprispinner … bla bla”
Wer hat eigentlich bestimmt, dass man wenn man traurig ist, sich wieder fangen muss?
So ist das im Bewusstsein unserer freien Gesellschaft, freie Gedanken, so wie hier. Mir sind sie zu frei, sie bilden zu starke Meinungen.
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Ich beginne langsam zu verstehen, wieso Menschen auswandern, ins Kloster oder zum Militär gehen.
Für ein zielloses Leben, indem man sich frei entfalten darf, ist der Mensch nicht gemacht – zumindest ich nicht – wenn ich noch einer bin.

ATB – You’re Not Alone

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Einsamkeit

30 10 2006
Einsamkeit ist eine Massenvernichtungswaffe im Kalten Krieg der Gefühle.
Bildlicher Transfer des menschlichen Egoismus auf komplizierte Gefühlswelten

“Binde dich nicht”, sprach der weise Lehrer zu seinem Schüler. “Liebe und Hass nehmen dir die Kontrolle über dich selbst.” Verwirrt beobachtete dieser die kleinen Schäfchenwolken die am Sommerhimmel vorbeizogen.

“Warum, Meister? Warum darf ich nicht lieben? Den Hass verstehe ich, den wil ich nicht fühlen, aber was ist gegen Liebe einzuwenden?”

Der Meister blickte ihm tief in die Augen. “Mein Sohn, wenn du niemals hassen willst, dann darfst du auch niemals lieben, denn auf Liebe folgt die Verzweiflung und darauf die Trauer. Und wenn die Trauer sich ihr Loch gegraben hat, dann setzt sich dort hinein der Hass. Und dieser bleibt dort eine lange Zeit …” Der Schüler schien
zu verstehen – oder auch nicht.

All diese Warnungen sollten nicht verhindern können, dass er eines Tages sein Herz in die Hand einer Liebe legen würde.

Disturbed – Stricken

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Gefühlshypothesen

23 10 2006

Ich habe das beschleichende Gefühl, nie mehr richtig lieben zu können. Dabei weiß ich, dass ich mir das nur einrede. Doch vielleicht geschieht es dann erst recht so.

“Liebe ist wie Krieg: Leicht zu beginnen, schwer zu beenden und nie zu vergessen.”
Unbekannter Autor

Es kommt mir vor wie Probleme, die man sich selbst bereitet.
Bedenken, die man versucht fortzuschieben, da man weiß, dass man nichts mehr ausrichten kann. Eine verdammte Zwickmühle.

Das ist wie ein Tal, das an beiden Seiten unüberwindbar scheint. Mir bleibt nur gerade aus das Tal entlang zu wandern – doch in welche Richtung?
Das Tal der unsichtbaren Tränen – Tränen die man nicht sieht, weil die anderen sie nicht vermuten und weil man sie selbst nicht sehen will.
Die Gesellschaft verlangt von mir, dass ich
dieser Schlucht selbst entfliehen kann, ich verlange es auch von mir selbst. Aber ich komme mir vor, als würde ich gegen eine Mauer anrennen. Vernunft trifft auf Gefühle – oder andersrum.
Wie lange noch?


Gedankenfetzen V

9 10 2006

Ein langweiliger Nachmittag. Wenig gearbeitet, viel rumgesessen, überlegt. In der Stadt war ich auch. Es ist echt überrrumpelnd wie sich das Stadtbild verändert. Neue Läden an jeder Ecke, neue Gebäude, Baustellen.
Solange ich noch nach Hause finde …

Man fühlt sich jeden Tag anders an. Das macht jeden Tag so einzigartig. Nie mehr wird man sich genau so fühlen wie schon einmal, schon alleine deswegen, weil wir uns dann an damals erinnern würde, und das Gefühl dieses Tages ganz stumpf werden ließe.

Schade, dass ich nicht fliegen kann. Flügel wären was Tolles. Ich hätte soviele Ziele die ich jetzt gerne anfliegen würde.

Ich muss dauernd an sie denken. Lese ich etwas, stelle ich mir dabei ihre Stimme vor, ihr wunderschönen Augen sind Bestandteil von dem geworden, was ich sehe.
So ist jeder Moment Glück und Sehnsucht zugleich.
Liebe ist was Schönes. :)

Liedtipp: AeroSmith – I Don’t Want
To Miss A Thing



Verschiedene Feststellungen

25 09 2006

“Ein Mensch der keine Liebe bekommt, stirbt. Die Einsamkeit ist ein Mörder.”
The Lunatic

Wenn das Verlangen nach Flüssigkeit und Nahrung kein Instinkt wäre, sondern eine Sache der Intelligenz, dann wären wohl schon einige Schwachköpfe krepiert. Damit meine ich mit Intelligenz einfach nur gesunden Menschenverstand.
Ich sehe normalerweise nicht auf andere Menschen herab, aber manchmal denke ich mir bei bestimmten Geschöpfen: “Verdammt, das einzige was ich mit dem gemeinsam hab, das ist ein Überlebensinstinkt. Sonst nichts.”

Habe dieses Wochenende eine neue Subkultur hautnah kennengelernt: Oi!-Skinheads. Sie sind übrigens nicht zu verwechseln mit Nazis.
Die haben nämlich den Skinhead-Look geklaut und ihn für ihre faschistischen Ideologien missbraucht.
Nun ja, ich kann nach meinen ersten Beobachtungen nur feststellen, dass die Kerls ganz sympathisch sind, aber während Konzerten werden sie zu unberechenbaren Gestalten die sich beim Moshen und Bier herumspritzen gegen die Bühnenkante pfeffern.
Da bleib ich doch lieber in der 4. Reihe und tanz ruhig vor mich hin. :P

Es ließ sich trotzdem nicht verhindern, dass ich in dem stickigen und heißen Konzertraum mit einem Schwall Bier abgekühlt worden bin. :>

Ansonsten lässt sich nur noch sagen: Feuer, Feuer, Feuer auf Babylon .. ! … Jah, lass Sodom und Gomora brennen! :)

Liedtipp: O.C. Supertones – Welcome Home

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mehr?

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(Das war wohl vorerst mal das letzte Reinhör-Musikstück, die Dinger jedes Mal zu machen is mir zu stressig … :P )