Leere Blicke und Resignation

17 09 2006

Er saß da und dachte nach. Über sein bisheriges Leben, über seine Mitmenschen, über die Welt und den ganzen Sinn.

“Die Welt interessiert sich doch kein Stück für dich. Das Meiste an Interesse an dir ist nur Einbildung. Was gerade eben noch die Herzen aller Menschen erreicht hat, erreicht einen Moment später nicht einmal mehr ihre Ohren.
Vielleicht kann man es auch für eine einzige große Party halten, doch letztendlich tanzt jeder allein.
Das Leben ist eine Droge. Und wenn man von ihr abhängig ist, dann kann sie mit dir machen was sie will.
Viele haben schon aufgegeben, nach etwas Höherem zu streben und haben sich ihrer Sucht hingegeben …”

Beim Formen dieser Wörter in seinem Kopf, fühlte er sich so stark an sich erinnert, dass er ab diesem Tag kein Wort mehr sprach und sich wünschte, er wäre ein unwissendes, naives Kind geblieben, dass einfach nur seinen Lebensweg entlang schlenderte.

Dabei
hätte er noch so viel zu sagen gehabt …



Hass und Liebe

21 06 2006

“Der Hass ist die Liebe, die gescheitert ist.”
Søren Kierkegaard
dänischer Philosoph, Theologe und Schriftsteller

Ein verdammter Fluch ist das. Liebe als Grundlage unserer Zivilisation und gleichzeitig als Auslöser für den Hass. Nicht jeder mag dieser These zustimmen, aber letztendlich war es am Anfang dann doch immer eine verendete und gescheitere Liebe, die im Hass mündete, weil man sich danach einfach missverstanden hat. Hell und Dunkel. Recht und Unrecht. Leben und Tod. Liebe und Hass – etwas anderes scheint es für die Meisten nicht zu geben, zumindest oft. Ich nehme mich nicht aus.

Selbstkritik ist immer die beste Kritik.

Liedtipp: Paul van Dyk – Tell Me Why (Club Mix)
(gechillter, feiner, melodischer Techno :) )



bitteweiterschicken.de.umsonst – Verschwörung

17 06 2006

Momentan scheint es Trend zu sein, total schlecht aussehende Websites ins Netz zu stellen, auf welchen man den Besuchern verspricht, Nacktbilder der eigenen Ex-Freundin zu veröffentlichen, wenn der Besucherzähler der Seite eine bestimmte Millionenmarke erreicht.
Die Naivität der Surfer kennt hier keine Grenzen: Sicher schon 30 meiner ICQ-Contacts haben mir während der letzten Woche Links dieser Art geschickt.
Da muss doch etwas dahinter stecken … und siehe da: Man muss nur genau hinsehen und logische Schlussfolgerungen ziehen.
Die Seite bombardiert nach dem Öffnen den Nutzer mit Layer Ad’s, Pop-Ups und anderer Werbung.
Der Betreiber der Seite verdient sich an der Dummheit der Menschen eine goldene Nase.
In der heutigen Zeit lohnt es sich für Websites schon, selbst wenn sie täglich nicht mehr als 100 Nutzer verzeichnen, Werbung zu schalten. Jetzt
stellen wir uns das mal bei 5 Millionen Besuchern innerhalb von 7 (!) Tagen vor!

Gerade aus diesem Grund werde ich keinen Link zu diesen Seiten in irgendeiner Weise hier veröffentlichen.
Wenn es nämlich hagelt, brauch’ ich nicht noch nach draußen gehen, und mit Eiswürfeln um mich werfen. ;)



Bemühungen

7 06 2006

“Der höchste Lohn für unsere Bemühungen ist nicht das, was wir dafür bekommen, sondern das, was wir dadurch werden.”
John Ruskin
englischer Schriftsteller und Sozialreformer

Das sollten sich mal alle Miesmacher hinter die Ohrwatscheln schreiben. Damit meine ich diese “Und-was-bringt-mir-das-jetzt”-Leute und “Ich-mag-keinen-sentimentalen-Scheiss”-Idioten.
Eigentlich hat doch sowieso alles was mit Denken und Fühlen zu tun hat nichts mit einem rationalen Ergebnis und Effizienz zu tun.
Wer sich einen schnulzigen Film anschaut oder in der Bibel liest, muss eben damit rechnen, kein handfestes Ergebnis auf der Hand zu haben, sondern einfach nur ein paar Gedanken und Anstöße. (Wobei zweiteres nicht mit ersterem vergleichbar ist.)

>Die Menschen sind auf der Suche nach Erleuchtung und finden doch nur Dunkelheit.
Die Bestimmung eines Menschen ist es, gegen sein Unglück anzukämpfen und dabei sein Glück zu finden.

Liedtipp: Red Hot Chili Peppers – This Is The Place



Todesurteil

20 04 2006

Da wird einem wirklich schlecht, wenn man diese Statistiken von Amnesty International sieht.
Mehr als 20.000 Menschen sitzen weltweit in Todeszellen und warten darauf, hingerichtet zu werden.
China verhängt für 68 Delikte die Todesstrafe, darunter gewaltlose Delikte wie Steuerhinterziehung, Unterschlagung oder Drogenvergehen.
Im Iran starben 159 Menschen auf staatliche Anordnung. Wie nett von der Regierung!

Zwar sind die Zahlen allesamt rückläufig, doch das ist nicht genug.
Für Töten aus Rache oder als Bestrafung gibt es keine Rechtfertigung.
Blutrache, Familienfehden, Hass und Hinrichtungen: Alles Dinge deren die Welt überdrüßig ist.
Wieviele Menschen werden noch sterben müssen?

Ich bin jedoch der Überzeugung, dass man das alles von unserem Globus tilgen kann. Eines wird aber immer bleiben und nie
verschwinden. Krieg. Eine Welt ohne Krieg kann nicht existieren. (Wohlgemerkt: Eine Welt mit Menschen wie uns, die darauf ihr Dasein fristen.)
Wir Menschen müssen zwischendruch einfach immer wieder lernen, dass es Grenzen gibt. Grenzen die schmerzen. Grenzen denen man auch mit noch soviel Mut und Kraft nicht gewachsen ist.
Das ist aber kein Aufruf dazu, jeglichen Krieg zu legitimieren. Es überwiegt einfach zu oft der böse Teil unserer Seelen, wenn wichtige Entscheidungen zu treffen sind.
Gut und Böse, Hell und Dunkel, Tod und Lebendig – alles gleicht sich aus.
Wenn wir uns anstrengen, schaffen wir es eines Tages möglicherweise, unsere dunklen Seiten zu besiegen.

“Jeder ist ein Mond und hat eine dunkle Seite, die er niemanden zeigt.”
Mark Twain
US-amerikanischer Schriftsteller

ReadYouLater big>

Liedtipp: Roxette – Wish I Could Fly



Sunshine oh yeah

18 04 2006

Verdammt, es ist so wunderschön draußen. Sonne, Wolken, warme Temperaturen. That makes me happy! :)
Dazu säuselt leise Street Lounge aus den Lautsprechern. Was will man mehr?
Der Mensch kennt ja keine Grenzen, hat er seine Zufriedenheit erreicht, rennt er schon wieder dem nächsten Ziel hinterher.
Kann Vorteile und Nachteile haben.

Ich habe schon seit langem nach einer Definition von Krieg gesucht, die das Schreckliche nicht verblümt und schönt oder sogar in irgendwelchen sachlich erscheinenden Worten darstellt, sondern einfach so wie er ist.

“Zweck des Krieges ist nicht, für sein Land zu sterben, sondern den anderen Bastard für seins sterben zu lassen.”
George S. Patton
US-amerikanischer General p>

Stellt sich nur die Frage, weshalb gerade ein amerikanischer General mit solchen Wörtern rausgerückt hat.
(Starker Themenkontrast heute …)

Liedtipp: Nickelback – Save’n Me



Ein Leben ohne Laster?

8 04 2006

Ist es nicht schon wieder ein Laster, keine Laster im Leben zu haben? Meine Theorie: Ohne einen menschlichen Laster oder eine Sucht, wird man depressiv. Es muss sich bei dem Laster nicht zwangsweise um eine Drogensucht oder gesundheitsschädigendes Verhalten handeln. Sonst wären schon viele Blogger tot.

Anbei noch ein sehr gutes Zitat, das auf jeden Fall in die ‘Hall of Fame’ der Zitate gehört:

“Wer Gott sucht, hat ihn schon gefunden.”
Graham Greene
englischer Schriftsteller

Kurz, bündig und unkompliziert. So mag ich das.

Ich glaub ich mach für Sachen die mit Glauben zu tun haben, eine extra Rubrik auf. Das bin ich dem da oben schuldig.



Die Seele eines Verbrechers

20 02 2006

Ich habe keine Ahnung wie ich auf diesen ziemlich zusammenhangslosen Schwachsinn, einiger eigenen Ideen und Zitate gekommen bin. Irgendwie finde ich, hat es trotzdem etwas.

Theorien über Verbrecher

Einbrecher müssen mit dem Schicksal leben, für exzellent ausgeführte Arbeit keine Würdigung zu bekommen.

Verbecher finden Verbechen nur gut, solange sie nicht selbst Opfer eines Verbrechens werden. Fressen oder gefressen werden
- das ist die Devise.

Ich habe vor kurzem etwas über diesen amerikanischen Psychotest gelesen, bei dem ein Problem zu lösen ist, dass nur potentielle mit einer typischen Lösung beantworten:

Dies ist die Geschichte eines Mädchens.
Während der Beerdigung ihrer Mutter sah sie einen Mann, den sie nicht kannte.
Sie war von ihm so überwältigt und war sich so sicher, er sei der Mann ihrer Träume, dass sie sich
in ihn verliebte.
Doch nach der Beerdigung verschwand er, und sie sah ihn nicht wieder.
Wenige Tage später tötete sie ihre eigene Schwester.
Frage: Warum?

Ich bin nicht auf die Antwort gekommen. Die Aufmachung des Textes ist sehr mysteriös, und daher vermute ich will jeder, genauso wie ich, die Antwort auf die Frage wissen.
Sie brachte ihre eigene Schwester um, um bei deren Beerdigung den Mann wieder zu treffen.

Echt schlaues Mädel muss ich zugeben. Wenn man diese Frage richtig beantwortet, zeigt das dann nicht eher, dass man gut Probleme lösen kann?

Mag jeder darüber denken, was er will. Zum Glück ist diese Methode nicht bei Gericht anerkannt … ;)

Liedtipp: Tom Petty – Learning To Fly

ReadYouLater



Das Leben ist ein E-Zug

2 02 2006

Ich lebe noch, ich wundere mich schon selbst.
So schnell wie gerade die Zeit vorbei geht – rasend schnell kommt es mir vor. Wie in einem Regionalexpress, der durch die Landschaft gleitet. Vorbei an Dörfern, vorbei an Bahnhöfen. Jeder Bahnhof ist ein Tag. Unterscheiden kann man die Bahnhöfe am Ende nicht mehr, sie sehen alle so gleich aus. Jedes Mal wenn der Zug wieder anfährt, ab in die Nacht, drückt man wehmütig seine Nase an die Scheibe und versucht noch einen letzten Blick auf die Lichter des verschwindenen Bahnhof’s zu erhaschen. Genau diese Haltestellen bleiben einem im Gedächtnis.

Und wieder kann das ganze damit resümiert werden, dass nur die guten Erinnerungen übrig bleiben. Alltägliche Erlebnisse, auf die man sich damals gar nicht so gefreut hat, werden im Kopf zu einem wunderschönen Bilderalbum.

Grade eben hat mich der gute Josse angechattet. Werde noch zu ihm ziehen ein Bierchen fassen und
Gedankenaustausch betreiben.

Liedtipp für heute: Phil Collins – Another Day in Paradise

P.S.: Grüße an Basti S. und Fabi R. ! :P

ReadYaLater



Irgendwie benutze ich oft irgendwie

30 01 2006

“Traue jedem, nur nicht dem Teufel der in jedem steckt.”
The Italian Job

Anstrengender Tag, aber eigentlich ganz ok. Schule war auch ok, Referat lief supi, alles ist in Butter. Und wenn alles mal in Butter ist, wie man so schön sagt, dann schmilzt diese Butter unerträglich wieder mit Sicherheit am nächsten Tag. Und wenn’s ganz schlimm kommt, dann schimmelt sie sogar. Ein möglicher Schimmelpilz für morgen wäre eine Physikarbeit oder eine Vokabelabfrage in Englisch (ja, so einen kinderscheiss macht man in der 11. noch … ).

Mein Physiklehrer hat sich noch nicht genau dazu geäußert, ob wir diese Woche eine Arbeit schreiben. Ich hab ernsthaft keine Zeit, geschweige denn Lust, den Mist zu lernen.

Chillige Hintergrundmusik gibts auf di.fm. Ich höre grade den Channel Chillout. Zum Einpennen ist Ambient ganz
fett. Balsam für die Ohren und die Seele …

Genrewechsel – mein heutiger Liedtipp: KoRn – Did My Time