Sonnenstrahlen

4 03 2007

Mit Kleid und Hut, sehr schön und fein,
steht ein Mann im Sonnenschein,
das Haupt bedeckt vom Seidenschirm,
perlt kein Tropfen von der Stirn.

Im Licht lässt sie ihn hell erstrahlen,
könnte heilen Schmerz und Qualen,
nimmt der Schirm ihm seine Sicht,
sieht er der Sonne Lächeln nicht.

Aufrecht stolz, den Kopf gestreckt,
Gesicht nimmer unter’m Schirm versteckt,
schweift er nun suchend um sich her,
doch die Sonne scheint nicht mehr …

Grüße an das Männlein mit Sonnenschirm, wir teilen dein Schicksal.



Fremde Sterne

28 02 2007

Blick’ ich hoch zum Firmament,
dann scheinen mir die Sterne fremd,
und strahlen dort ganz unverholen,
wie Diebe die mir meine Heimat stohlen.

Denk ich allein in kühler Nacht,
an Zeiten die ich hab im Glück verbracht,
wird mein traurig Herz mir schwer,
und schmerzt in meiner Seele sehr.

Ein fröhlich Herz, der Brust man hat entrissen,
wird seine Liebsten nie vergessen,
im Horizont weint schwere Tränen fern,
ach wär’ ich doch daheim so gern.

Die Hoffnung brennt, die Hoffnung weint,
so fremd mir auch die Fremde scheint,
soviel Wort sich auch auf Sehnsucht reimt,
werden wir eines Tages wieder sein vereint.

Inspired by Exillyrik @ Deutschunterricht



Gute Nacht Vergangenheit

10 02 2007

Wenn der Wolkendecke Saum über seichte Hügel schwebt,
und der Sonne glühend Ball im weiten Horizont vergeht,
der Wind im Gehn die letzten Strahlen Licht verweht,
des Mondes Antlitz zwischen Sternen steht.

Dann wird mein Herz so schwer und denkt zurück,
an Leben, Freude und das liebe Glück,
das die geschunden Seele hat so sehr verzückt,
dass es mir ein trauernd Schluchzen gar entrückt.

Erinnerung reicht mir ihre weiche, hübsche, zarte Hand,
benebelt ganz sanft den hoffenden Verstand,
erzählt mir von der schönen Zeit,
die mich tief in ihren dunklen Abgrund reisst.



Schmachtblick

30 01 2007

Herzschmerzpoesie fließt aus den Fingern in die Tastatur, wie heisse Schokolade durch Vanillieeis, auch wenn es keinen Grund dafür gibt. Aber vielleicht kann jemand damit was anfangen, wer weiß. Man schreibt immer für die anderen.

Wie kaltes Wasser, kühle Blicke,
die ich in deine Richtung schicke,
ohne Leben ohne Liebe,
sind meine Blicke Seitenhiebe.

Schon kann ich an deinen Augen sehen,
dass diese Blicke dich so arg verletzen,
doch du wirst wohl nie verstehn,
wieso dich keine kann ersetzen.

Am Ende wirst du schaun ganz allein,
mit müden Augen in die Welt hinein,
nie mehr wirst du liebe Blicke kriegen,
und böse Blicke letztendlich lieben.

Nur komisch, dass dieses Gedicht mich in keinster Weise berührt. Wahrscheinlich hab ich die Dichterei überreizt.



Worte der Zerrissenheit

26 01 2007

An des wilden Gartens Pforten,
steht geschrieben in groß und deutlich Worten,
was der Mund niemals wird sagen können,
wer kann ihm diese Tat denn schon vergönnen.

Es sind Worte scharf wie Schwert und weich wie Samt,
sie beherrschen dich, hast du dich in sie verrannt,
brennen ihren Namen in tränennasse Haut,
flüstern leise und schreien nicht laut.

Es ist das was dich wärmt und hält am Leben,
dich führt auf dunklen Pfaden und steing’en Wegen,
oder dir und deinem größten Traume in die Seele sticht,
so unerdenklich einfach,
ein “Ich liebe Dich”.



Irrwege

19 01 2007

Mit traurig Blick,
steigt Berge hoch,
quert Wiesen weit,
der sich nur fühlt froh in Einsamkeit.

Wandert seines Lebens dunkle Pfade,
erwartet von den Menschen keine Gnade,
griff seines Lebens oft zur falschen Hand,
schenkte sein Vertrauen fort im Unverstand.

Nun trägt er Leid mit sich umher,
will nun lieben nimmer mehr,
schenkt sein Herzlein niemand fort,
weiß, es schlägt gut so dort,
wo es sitzt zu Zeiten holder Still,
und niemand ein Stück haben will.



Licht der Liebe

13 01 2007

Vom Himmel weiß und grell scheint warmes Licht,
fällt brennend hell auf mein Gesicht,
wo es an meinen traur’gen Augen dann zerbricht,
und des Lichtes Kraft die Tränen aus den Augen wischt.

Sag mir doch, wofür die Sonne scheint,
wenn uns viele Menschen nichts vereint,
wir uns hassen, schlagen und erschiessen,
und uns nicht in unsren Armen liegen.

Das strahlend Licht hält mich nun fest,
flüstert Wort’ ins Ohr, ich nie vergess’,
dass ich für die Zeiten kämpfen kann,
da die Sonne auf die Liebe scheinen wird,
ein Tage kommt da nie ein Mensch mehr sterben wird.



Blümlein

5 01 2007

Mit einem welken Blümlein in der Hand,
steh ich zu dunkler Nacht am Wegesrand,
das Blümlein hängt den Kopf zu Boden,
weil es seine Schönheit hat verloren.

Dem zum Trotze halten meine Finger fest,
was sie vorhin haben ausgerissen,
will nicht dass es mich je verlässt,
was würd ich mein welkes Blümlein doch vermissen.

Durch die holden Tannen fährt der Wind,
kommt geweht schnell und geschwind,
und reisst des Blümleins Blätter aus,
oh trauernd Welt, ab heut reiß ich nie mehr Blümlein raus.



Herz aus Stein

29 12 2006

Ohne Rücksicht, verwöhnt und recht, Sachen fressen, Sachen kaufen und sie dann vergessen.
Geld ausgeben ist deine Pflicht, tust du das, respektiern sie dich.
Konsumieren, ja das tut dir gut, kauf ganz viel ein, du Teufelsbrut.

Kinder schuften ohne Pause, für deinen Teppich, du Banause.
Kinder sterben noch ganz klein, beim Bergbauunglück, quallvoll schreiend jung, du Schwein.
Kinder putzen deine Schuhe, wollen sie ein Lächeln willst du deine Ruhe.

Kinder weinen wegen dir, doch konsumierst du immer weiter, du dummes Tier.
Aber Sensemann schreibt seine Liste, und er notiert sich deine Lüste.

Irgendwann wird er dich holen, seine scharfe Klinge ganz unverfroren, dir in dein kleines Herzlein bohren.
Wenn das überhaupt noch wirken mag, denn in deiner Brust da steckt vereist und klein,
ein kaltes böses Herz aus Stein.



Dunkler Schnee

13 12 2006

Was ist Liebe schon, wenn man glücklich lebt in Einsamkeit,
von Ängsten, Sorgen und dem Schmerz befreit,
nur verschwommene Erinnerung an rosarote Zeit in unserm Kopf verbleibt,
weil neuer Schnee uns den Blick dorthin verschneit.

Es ist wie weißer, dichter, weicher Schnee,
durch den ich keine klaren Formen seh,
mir die Haare steichelnd verrinnt durch meine Hand,
und danach kalt und vergänglich schmilzend hat meine Haut verbrannt.

Er ist jetzt nicht mehr schön und weiß,
im dunklen Schnee liege ich nun da vereist,
schließe meine Augen, dunkel wird es dann um mich,
so dunkel wie der Schnee der mir jedesmal das Herz zerbricht.

Inspiration: RammsteinAmour
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Die Liebe ist ein wildes Tier
Sie beißt und kratzt und tritt nach mir
Hält mich mit tausend Armen fest
Zerrt mich in ihr Liebesnest
Frißt mich auf mit Haut und Haar
Und würgt mich wieder aus nach Tag und Jahr
Läßt sich fallen weich wie Schnee
Erst wird es heiß dann kalt, am Ende tut es weh …

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