Feindbildverlust

25 07 2008

Wo ich die Tage schon bei dem leidigen thema Politik und Amerika ecetera bin, habe ich da noch ein paar andere wichtige Theorien, die ich unter die Menschheit bringen muss.
Ich bin für die Verlängerung der Amtsphase von Präsident George “Weichbirne” Bush. Warum?
Auf was sollen die ganzen politischen Rockbands denn rumhacken, wenn es keine Bush-Administration mehr gibt?

What was the price on his head?
What was the price on his head!
I think I heard a shot!



Die Ärzte demontiert

3 07 2008

Mit “Jazz ist anders” haben drei gewisse Kerle aus Berlin damals ein Album auf den Markt geworfen, dass der neuen, von Jimmy Blue Ochsenknecht und RTL infizierten Generation von Jugendlichen Bestätigung in ihren rebellischen Träumen schafft, die von Auflehnung gegen die Eltern und alles was ihnen nicht in den Kram zu passen scheint zu handeln scheinen. “Junge” dröhnt dummerweise über den selben Äther, gespielt von den selben Sendern, die sogar der eigene fiese Mathelehrer jeden Morgen bei der Autofahrt in die Schule anhört. Ob er es angewidert wegdreht, ist eine andere Geschichte. Fakt ist, dass dies schon lange kein Punk mehr ist, der da von der halben Nation mitgegrölt wird.
Aber irgendwann kommt man in ein Alter (das ich sowas mal schreiben würde …), in welchem die pubertären Träume unter die Erde müssen und man sich nicht mehr an der eigenen Nase herumführen lassen sollte.

Junge, warum hast du nichts gelernt? blockquote>
Tja, nichts gelernt – scheisse würde ich sagen. Faulenzen und die Eltern ankacken ist eben überhaupt nicht Rock ‘n’ Roll.

Guck dir den Dieter an, der hat sogar ein Auto

Eigenes Auto? Super Sache! Wieso denn nicht? Oder denken alle, die Ärzte kommen mit dem Fahrrad zu ihren Auftritten?

Warum gehst du nicht zu Onkel Werner in die Werkstatt?
Der gibt dir ne Festanstellung – wenn du ihn darum bittest

Festanstellung? Noch geiler, denn so kann man den eigenen fahrbaren Untersatz auch noch unabhängig von den Eltern selbst finanzieren. Arbeit ist nicht scheisse. Sie dient dem eigenen Wohl, dem Allgemeinwohl, der seelischen Selbsterfüllung und hält eine Gesellschaft am Leben.

Junge … Und wie du wieder aussiehst – Löcher in der Hose, und ständig dieser Lärm

Löcher in der Hose sind wirklich nicht ästhetisch. Sie zeugen nur von Selbstmitleid, wenn ihre Träger so tun, als hätten sie
keine finanziellen Mittel dazu, sie zu flicken, und beleidigen somit die Menschen, die wirklich kein Geld für neue Kleidung haben.

(Was sollen die Nachbarn sagen?)

In Ordnung, zickige und lästernde Nachbarn sind wirklich nervig. Da fällt mir kein Gegenargument ein.

Und dann noch deine Haare, da fehlen mir die Worte – musst du die denn färben?
Nie kommst du nach Hause, wir wissen nicht mehr weiter …

Wenn man sich schon auf Kosten der Eltern beim Friseur rumdrückt, dann könnte man wenigstens Bescheid geben, in welchem abgebrannten Jugendhaus man diese Nacht im Vollsuff abhängt.

Junge, brich deiner Mutter nicht das Herz
Es ist noch nicht zu spät, dich an der Uni einzuschreiben

Wenn man studiert hat, kann man später immer noch so tun als wäre man strohblöd. Andersrum könnte das schwierig werden.

Du hast dich doch früher so für Tiere interessiert, wäre das nichts für dich
r
Eine eigene Praxis?

Jaaa, Tiiiere sind wiiiichtig!

Junge … Und wie du wieder aussiehst – Löcher in der Nase, und ständig dieser Lärm

Laute Musik ist nicht gut für das Gehör. Das sieht dann mit 35 und Gehörsturz selbst der größte Hardcorepunk ein. Gehörschutz, meine Damen und Herren!

Elektrische Gitarren, und immer diese Texte – das will doch keiner hörn

Gut – das ist jetzt Geschmackssache.

Nie kommst du nach Hause, so viel schlechter Umgang – wir werden dich enterben

Ach, was will man mit einem Erbe? Mit der riesen Erbschaftssteuer mit der uns unsere Regierung traktiert, da bleibt doch nichts mehr übrig.

Wo soll das alles enden? Wir machen uns doch Sorgen …

Eltern zu haben, die sich um einen Sorgen, ist in unserer Zeit keine Strafe, sondern ein Privileg.

Und du warst so ein süßes Kind
Du warst so süß

nKinder sind immer süß. Selbst wenn sie die Briefmarkensammlung von Papi vollgekotzt haben.

Und immer deine Freunde, ihr nehmt doch alle Drogen – und ständig dieser Lärm
Denk an deine Zukunft, denk an deine Eltern – willst du, dass wir sterben?

Drogenfreunde – was soll man dazu noch sagen? Keine Macht den Drogen – keiner lacht ohne Hoden? Vielleicht ist das Radio schuld, wenn es gute Musik totspielt. Ahhh, ich liebe es einfach mich wie ein Spießer aufzuführen! *sabber* Die Spießer sind die wahren Punks!
Es lebe die Bürgerlichkeit!



Nein, will ich nicht!

12 03 2008

Ihr verdammten Penner, ich will keine uk car insurance, keine student car insurance uk und auch keine beschissene house cleaning insurance – ich kann selber putzen! Warum lässt mein Spamfilter das Zeug eigentlich noch durch? Zwei Filter, ein Eingabefilter; was braucht man denn noch alles?
Wenn ich Computerkrimineller wäre, dann würde ich auch gerne Geld verdienen wollen, aber ich würde nie ein Mittel benutzen: Spam. Spam ist das hinterträchtigste, was das Netz bisher hervorgebracht hat. Das ist genauso hinterträchtig, wie die mittelalterliche Praxis die darin bestand, einer belagerten Burg Tierkadaver und die Köpfe der eigenen Männer über die Burgmauern zu katapultieren. Für Spammer fordere ich ein spezielles Bestrafungsprogramm: Human Anti-Spam Method, kurz HASM. Anstatt in den Strafanstalten irgendwelche Berufe zu erlernen, wie Schreiner oder Schlosser, die sie auf dem deutschen
Arbeitsmarkt nach ihrer Freilassung später sowieso nicht ausüben können, weil unsere Assi-Gesellschaft keine Knackis haben will, oder irgendwelche Schrauben einzusortieren und Bettwäsche zusammenzulegen, sollte man Häftlinge, die entsprechene Spam-Straftaten begangen haben, mit einem Computer ausstatten, mit dem er dann zugewiesene Blogs von unerwünschtem Spam und Werbebotschaften befreien muss.
Ich sag’s euch, die Spammer würden auf ihrem ehemaligen Segment nie wieder kriminell …



Rundumschlag

27 07 2007

Manchmal frage ich mich schon, wie offensichtlich manch einer Prinzipien hegt, sie aber nicht pflegt – sprich: Es gibt Leute, die lügen, ohne das überhaupt von sich zu wissen. Sie lügen nicht hauptsächlich in Worten, obwohl sie da meist niemandem nachstehen, sondern eher in der Art, wie sie manche Dinge handhaben.
Da steht so zum Beispiel ein Auto in unserer Straße, ein Van, schon recht alt, ich entsinne mich an ihn schon seit frühester Kindheit.
Der “Atomkraft?-Nein-Danke!”-Aufkleber hat von seiner strahlenden Leuchtkraft schon einiges eingebüßt. Der Emissionsaustoß-Aufkleber vorne unten rechts an der Windschutzscheibe hingegen leuchtet kräftig rot auf Stufe 2! Ein 11 Jahre alter Golf III würde eine grüne Plakette auf Stufe 4 bekommen. Dieses grüne Polit-Streitgut bekommt sowieso jede alte Dreckschleuder; wie treibhausig muss diese Karre dann sein?
Jauuu, schaffen wir die Atomkraft ab und erzeugen Strom nur noch mit solchen alten
Schottmühlen, dann bekommen wir das schon
alles in den Griff. Der soziale Faktor darf dabei nicht vergessen werden: Ihr tut somit was für zugewanderte aus dem Amazonas-Gebiet, die sich nicht an das trocken-kühle mitteleuropäische Klima gewöhnen können. Solange ihr noch solche Autos fahrt, bleibt nämlich wenigstens das Wetter schön schwül und heiß. Und Regenfälle und Fluten lassen auch nicht zu wünschen übrig.

Da gibt es übrigens noch einige andere Dinge, über die ich mich gerade aufrege. Zum Beispiel die total beschissene Erreichbarkeit meines Webspace. Alle 2 Tage irgendein Ausfall, mal sind es die Datenbanken, mal wirklich alles. Dann flattern die Mails ins
Postfach: Dies passiert, das ist passiert … Es tut ihnen uns so sehr Leid – und vielen Dank, dass sie sich für uns entschieden haben!
Wenn E-Mails dieser Art in Gestalt von Staubsaugervertretern auftreten würden, sie hätte dieses arschkriecherische Lächeln eines frischverheirateten Vertreters mit beschem Anzug und
Mundgeruch.

Das momentane sportliche Geschehen lässt sich in einem sehr treffenden Zitat beschreiben.

“Die französische Übersetzung für »Offene Drogenszene« heisst: »Tour de France«.”
Gerhard Kocher

Desweiteren stelle ich dann auch noch eine thematisch ganz unpassende rosafarbene Frage: Muss man sich einsam fühlen um sich verlieben zu können?

Habe dann noch eine weiteren Appell an die Weltbevölkerung:

Entführt Terroristen!

Ob man dann beim Märtyer-Tod nachhilft, bleibt Geschmackssache. Wollen wir uns etwa auf deren Niveau herunterlassen und unsere Geiseln töten?

Werde die nächsten 10 Tage in der wunderschönen Natur nur mit Lagerfeuer, Stockbrot und Gott verbringen, fernab aller bösen Nachrichten. Diesen Ausfall schätze ich als nicht so gravierend ein, da ich sogar vermute, dass mein Hoster in der Zeit irgendwelche Wartungs-Drohungen aus diversen E-Mails
wahrmachen wird. Die Post-Frequenz ist zur Zeit sowieso unter aller Sau. Die Anzahl von Bindestrich-Wortneuschöpfungen steigt aber komischerweise ungemein an.
(Wer ist der König der schwachsinnigsten Wortneuschöpfungen? Ja, genau der!)

Wünsche allen solange warme, sonnige und vor allem fröhliche und glückliche Tage! ;)



Soviel dazu

10 05 2007

“Geld ist nicht so wichtig. Darum ist es mir egal, ob ich 70 oder 50 Millionen Dollar besitze.”
Arnold Schwarzenegger

Der bescheidene Österreicher in rhetorischer Hochform. Hoffentlich bleibt er mal vernünftig und lässt wenigstens das kleine Blondchen in den Knast wandern. Wenn man Geläuterte auf dem E-Stuhl brutzelt, dann kann man Alkohol-Promis auch ruhig mal ihre “Simple Life”-Realityshow in Realität erleben lassen.
Das ist das einfache Leben.



Killer

26 04 2007

“Was kommt denn da nun zu Tage?”, denk ich mir, als mich dieser Link erreicht.

Der Uni-Mörder von Virginia war ein rücksichtsloser Kerl [...] Doch Cho Seung Hui hat nicht. Er mochte brutale Killerspiele nicht. Nur echtes Blut. Dieser Kerl hat einfach nie ein Computerspiel angefasst. Und das böse Fernsehen kann es auch nicht gewesen sein, denn er besaß keines. Natürlich auch keinen Videorekorder. Hui war eben ein Naturtalent. Er brauchte kein digitales Übungsfeld, um eine echte Waffe abzudrücken.
The Inquirer DE (23.04.2007)

So ein Mist aber auch. Da bringt jemand Menschen um, ohne einen offensichtlichen Sündenbock zu hinterlassen. Wie kann er nur !?! Jetzt wird das ganze noch traumatischer, schließlich kann man sich so etwas überhaupt nicht mehr vorstellen. Man wird jedoch einige Prospekte von
Feuerwaffenversänden gefunden haben.
Aber die hat in Amerika sowieso fast jeder. Wahrscheinlich wie hier zu Lande Otto und Quelle.
Ja, genau das. Diese Riesenwälzer die kein Mensch liest.

Desweiteren muss ich mich als Blogger schimpfen, nocht nicht kritisch über Herrn Wolfgang Schäuble geschrieben zu haben.
Auf selbiger Seite springt mir nämlich ein sehr heißes Zitat von diesem tollen Innenminister entgegen:

Wir werden uns dem Druck der Straße nicht beugen.
Wolfgang Schäuble

Ja, Wolfgang – vielleicht nicht dem dem Druck der Straße, aber vielleicht dem tonnenschweren Druck der Menschen, denen das Netz, dass du totalüberwachen willst, ein lautere Stimme und ein größeres Publikum verleiht, als einem durchgeknallten Überwachungsfurz mit Hirngespinsten.
Kannst wahrscheinlich nicht mal ‘nen Wheelie …



Werbeagenturen sind blöd

6 04 2007

Für mich sieht es aus, als würde es verdammt cool wirken, als Student eine Werbeagentur zu gründen, mit so einem richtigen abgefahrenen alternativen, Kulturträchtigkeit versprühendem Namen. status zwo, mediaterran, ritter & eschenbach, schriftZUG oder was sich sonst noch tiefgründig und einfallsreich anhört. Natürlich ist der Name, soweit möglich, der auf dem Glasschild an dem dekonstruktivistischen Bürogebäude prangt, klein geschrieben, genauso wie das Büro klein ist, welches so unglaublich teuer eingerichtet, seine Winzigkeit damit entschuldigt, dass es einfach cooler, individueller und simpel avantgardistisch ist, seine extrem ausgeklügelten PR-Gags in der U-Bahn zwischen ‘Unter den Linden’ und ‘Pariser Platz’, schlafenden Studenten und verrückten Bloggern, die mit ihren Handys und Kameras reden, am Laptop zu entwerfen, als in einem teuren Büro mit altmodischer Kaffeemaschine und Sekretärin.
Die Website der Agentur
muss sehr minimalistisch aussehen und moderne Designelemente haben, die eher an ein ikeamöbliertes Wohnzimmer im iPod-Look erinnern. Der Link zum Kontaktforumlar muss so versteckt ins Gesamtkunstwerk eingeflochten sein, dass die Suche nach einer einfachen E-Mail-Adresse zum Erlebnis wird.
Noch cooler ist es natürlich, verrückte Aktionskünstler zu verpflichten, oder junge Internet-Startup-Unternehmer zu engagieren, die dann mit abgefreakten Web-2.0-Events in Kooperation mit dümmlich agierenden Musik-Sendeanstalten Überraschungskonzerte für vor 3 Wochen gegründeten Indiebands promoten.
Das Leben wird zu einer Fassade.

Avantgardisten sind Leute, die nicht genau wissen, wo sie hinwollen, aber als erste da sind.
nRomain Gary



Slainte!

16 03 2007

Tja, morgen ist es soweit: St. Patrick’s Day!
Es ist ein Vorurteil, die Iren würden dieses Fest nur feieren, um sich maßlos zu betrinken.
Schaut man dieser Tage nach Irland, dann sind das die fröhlichen Iren, die die Missionierung Irlands vor ungefähr 1600 Jahren begießen, und keine betrunkenen Iren. Als Ire kann man nicht betrunken sein, ganz einfach ist das.
Gut, die Iren sind ein lautes Volk, aber das lässt sie doch nicht weniger sympathisch erscheinen. Wenn ich die Chance hätte, an einem anderen Ort der Welt geboren zu werden, dann würde Irland ziemlich weit oben stehen. Hungersnöte hatten sie ja früher und die IRA schieß auch nicht mehr allzu scharf. Auch wenn pures Guiness nicht so lecker grauslig schmeckt, gefallen mir Irische Bars wirklich ausgesprochen gut.
Strongbow Cider,
Snakebite … hmmmm
Ihr wisst wo ihr mich heute Abend findet! :D



Die absolute Freakshow

17 02 2007

Die ganzen dritten und regionalen Kanäle braucht man zur Zeit überhaupt nicht anzuzappen. Dort findet man sowieso nur behämmerte Deppen, aus dem Altersheim ausgebüchst, grauenhaft verkleidet, das Maul voll mit Konfetti, die schon seit 2 Stunden dasselbe Glas Sekt in die Kamera halten.
Wie oft habe ich es denn nicht während der letzten Tage in meinem sozialen Umfeld propagiert?

Fasching exisitiert nur, weil den Leuten kein besserer Grund eingefallen ist, sich zu besaufen. Unkreatives Pack!

Dabei kann man sich doch auch so volllaufen lassen, oder?
Oder ist das den Leuten zu auffällig? Haben die ganzen Eier keinen Mumm dazu, sich mal richtig schön unter der Woche zu besaufen, und auf dem Heimweg in der S-Bahn das ganze Abendessen auf die Lederschuhe des Gegenübers zu entladen, in welchen dummerweise die Füße des Chefs stecken, mit dem man am Morgen noch schönen Stress hatte, der zufälligerweise,
dumm für dich, seine aufgetakelte Frau gerade heute Abend, an dem Abend an dem du dich schön vollgesoffen hast, zur Oper ausgeführt hat – Vivaldi gab’s, was du an der goldenen Aufschrift des Opernführers erkennst, den die alte Schrulle deines Chefs gerade erschreckt in die Höhe gerissen hat, als du ihr den Pelzmantel vollgereihert hast. Schon blöd, oder?
Wärst du bloß auch in die Oper gegangen, oder auf einen Poetry Slam, oder ins Kino, dann wäre dir das wohl nicht passiert, denkst du dir.
Die kichernden pubertierenden Kinder im anderen Abteil grinsen dich doof an und fangen dann an teuflisch zu lachen. Du bist so wütend, dass du ihnen am liebsten ihren gefälschten Dolce&Gabbana-Fummel vom Leib reissen würdest, und zu einem Strick zu drehen um sie damit zu erdrosseln.
Und jetzt rate mal, wo diese kleinen Gören gerade waren. Etwa im Zoo, oder auf dem Rummel? Nein, sie waren auf der Fasnet und bewerfen dich jetzt mit den ekeligen harten Billig-Bonbons, die sie beim traditionelle
Maskenumzug durch die Stadtmitte vom Boden aufgesammelt haben, in der Hoffnung diese heute irgendwann noch einem armen Idioten an den Kopf werfen zu können, der soeben arbeitslos geworden ist, weil er in die Handtasche der Frau seines Chefs gekotzt hat.
Die Anonymität des Bierzeltes ist nicht unendlich, sage ich euch! Sie hat auch ihre Grenzen. Bekennt euch zu den Freitrinkern! Fast so wie die Freimaurer, bloß nicht mit 23 als magische Zahl, sondern den 4,5 Promille – und zwar immer, und nicht nur wenn auch alle anderen voll sind, damit es bloß nicht auffällt, dass man sich nicht beherrschen kann.

Die absolute Freakshow – in unserem Land und in meinem Kopf.
Nehmt euch wenigstens ein Taxi …
Prost.



Silvester Stallone

31 12 2006

Der eine Bösewicht aus dem Erdloch, mit dem langen Bart und den vielen vergasten Kurden auf dem Kerbholz, ist tot.
Ich bin ja prinzipell gegen die Todesstrafe, aber wenn man sie in diesem Fall schon anwendet, dann auch ohne Ausnahme.
Deshalb ist jetzt wohl der andere Bösewicht dran. Und zwar der ohne Bart, der mit den “weapons of mass destruction”, der sich in seiner Zeit als Soldat vor dem Krieg gedrückt hat, der Cowboy aus Texas, der bei demokratischen Wahlen beschissen hat, der, der sich George W. Bush nennt.

nAn Silvester huldigen wir mal wieder der Zeit.
Ich huldige jetzt meinem Spamfilter.
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Den Jahreswechsel als einen besonderes Zeitpunkt zu feiern, macht genauso viel Sinn, wie wenn ich bei meinem Spamcomment Nummer 10,000 ein Bierchen aufmache. Es sind nur Zahlen. Das sie zufällig so ästhetisch und “voll” auf den Menschen wirken, dafür können die Zahlen doch nichts. Es will doch nur keiner zugeben, dass der Mensch eine elende Festdirne ist, die dauernd einen Festtag braucht um zu faulenzen und sich zu besaufen.
Nunja, sind wir froh drum, das Leben ist hart genug.

Habe mir überlegt im neuen Jahr einen Warnhinweis anzubringen:
Vorsicht! Sie lesen hier das Blog eines Schülers, der Bücher liest, die ihm sein Deutschlehrer empfiehlt.
Der muss wohl verrückt sein.

Ein letztes Zitat.

“Weiter weiter ins Verderben, wir müssen leben bis wir
sterben.”

Rammstein – Dalai Lama

Das Leben ist ein Auf und Ab. Ein Trinken und Dursten, Fressen und Hungern, ein Lieben und Hassen, ein Leben und Sterben.

Mit solchen martialischen Worten beende ich den 31. Dezember 2006.
Sonst nichts.