Mickey & Mallory

10 04 2010

Wie oft wird von Menschen behauptet, Gebete wären Worte, die in der Größe unseres gottlosen Universum verhallen würden. Ja, leider verhallen sie, so oft – zu oft. Doch die Gebete versickern nicht im Nichts, weil Gott ihnen kein Gehör schenkt. Nein – sie verschwinden im Strudel der Verzweiflung, weil wir die Engel sind, die nicht seinem Ruf folgen, die Bitten unserer Mitmenschen zu erfüllen.

Mickey: The whole world’s comin’ to an end, Mal!
Mallory: I see angels, Mickey. They’re comin’ down for us from heaven. And I see you ridin’ a big red horse, and you’re driving them horses, whippin’ ‘em, and the’re spitting and frothing all ‘long the mouth, and the’re coming right at us. And I see the future, and there’s no death, ’cause you and I, we’re angels…
Mickey: I love you, Mal.
>Mallory: I know you do baby, and I’ve loved you since the day we met.



Video Killed The Radio Star

17 03 2008

Der Herr Kavka von MTV beweist Geschmack und veröffentlich bei DIE ZEIT: ZUENDER seine Top 100 der Musikvideos. Wenn sich da einer auskennt, dann wohl er.

Meine Top 6:
1. Johnny Cash – Hurt
2. Weezer – Buddy Holly
3. Metallica – One
4. Fatboy Slim – Praise You
5. Daft Punk – One More Time
6. The Verve – Bittersweet Symphony



Natur der Momente

8 03 2008

Das Leben besteht aus Momenten. So, wie ein kariertes Heft aus vielen kleinen Kästchen besteht und ein Thermometer aus vielen kleinen Einheiten, so verhält es sich auch mit den Momenten in unserem Leben. Aber diese Einheiten und Einteilungen, die legen wir selbst fest. Wir schaffen sie, um ordentliche geometrische Figuren zeichnen zu können und um feste Zahlen haben zu können, um danach unsere Garderobe zu richten. Wir teilen uns unser Leben in Momente ein, halten sie fest mit Fotoapparaten, Kameras und schlechten Insiderwitzen. Und wenn man sich zurückerinnert, dann merkt man, dass diese Momente nur zu diesen besonderen Momenten geworden sind, zu dieses Perlen der Erinnerung, weil wir sie uns so eingebildet haben, weil sie unsere Illusion waren, unsere Wünsche und unsere Träume.
Momente werden erst zu unvergesslichen Momenten, wenn man beginnt sie zu vergessen …

Audio clip: Adobe Flash Player (version 9 or above) is required to play this audio clip. Download the latest version here. You also need to have JavaScript enabled in your browser.

#



Immer wieder schön

5 02 2008

Die Meisten werden das hier kennen. Es ist der Soundtrack von ‘Die fabelhafte Welt der Amelie’ – einem der Filme, die man immer wieder gerne anschauen kann, weil man danach für kurze Zeit die Welt mit anderen Augen sehen kann.
Dieses Lied ist so schön …

Yann Tiersen – Comptine d’un autre été



Wo sind wir?

17 12 2007

Er starrte auf die sich von der Wand ablösenden Tapetenfetzen unter denen das schimmlige Mauerwerk zum Vorschein kam. Sein Seufzen hallte im Raum wieder, wonach er ruhig und bedacht seinen Gegenüber fixierte und ihm in die Augen starrte.

“Weißt du, wo wir hinkommen? Wenn das so weiter geht?”
Mit entgeisterte Blicke antwortete sein Gegenüber: “Wenn was so weiter geht? Von was redest du?”
“Wenn die Menschen nicht mehr miteinander reden, sich nur noch in der S-Bahn anstarren und weiter wegschauen, wenn im benachbarten Abteil eine junge Mutter neben dem Kinderwagen vergewaltigt wird; wenn wir nur noch unser beschissen kleines Monatsgehalt im Kopf haben, mit dem wir uns scheissteure Flachbildfernseher kaufen, um uns den ganzen Tag berieseln lassen zu können; wenn nicht mehr wichtig ist, was du denkst, wir du handelst und wer du bist, sondern nur noch Bedeutung hat, was du leistest?”
Auf der Straße donnerte ein riesiger Lastzug vorbei,
dessen Lärm die Fensterscheiben erzittern ließ.
“Weißt du, wo wir dann hinkommen?”
Er zuckte mit den Schultern und begann zu antworten: “Hmm, gute Frage … keine Ahnung. Vielleicht in die Hölle?”, und schloss seinen einen Satz mit einem dämlichen Grinsen ab.

“Du Idiot! Gar nirgends kommen wir hin. Wir sind verdammt nochmal schon da!”

Audio clip: Adobe Flash Player (version 9 or above) is required to play this audio clip. Download the latest version here. You also need to have JavaScript enabled in your browser.

#



Jugendträume eines Wohlstandskindes

2 12 2007

Wie schwer die Augen sind. Als ich durch die kalten Straßen streifte, da dachte ich daran, wie ich nächsten Sommer vor einer großen Wiese stehe, die Grillen zirpen höre und die Luft vor meinen Augen flimmern sehe. An die Ereignisse des vergangenen Jahres werde ich denken – wie nervig eine Menge Leute und Ereignisse doch waren. Wie ereignislos dieses Leben als Schüler doch war. Das werde ich denken. Doch wenn ich eines Tages mit Sabbermaul, Gehstock und Weinschorle in einem Café sitzen werde, dann werden mir diese Tage vorkommen, wie das Paradies, wie die guten alten Tage. So wie Bryan Adams dem Sommer 69 nachtrauert oder Remarque die unschuldigen Jahre vor 1914. So wie mich manches maßlos angekotzt haben mag, so maßlos werde ich dann heulen. Aber der Lauf der Dinge sieht das nun mal so vor und der Lauf der Natur sieht nun mal auch vor, dass einem diese Tage dann vorkommen werden wie gestern; das Bier wird schmecken wie damals, wenn auch mit
anderem Etikett, und auch die Musik wird die selbe sein, die aus den Lautsprechern tönt. Sogar die Jugend wird die selben Probleme haben und Witze reissen wie wir zu der Zeit.
Leider liegt es in der Natur der Sache, dass man ab einem bestimmten Alter nicht mehr im kollektiven Schweiss, alle in den Armen, zur Musik springen, oder vor dem Supermarkt mit gemopsten Einkaufswagen Rennen veranstalten und sich schamlos um 3 Uhr nachts unter der Woche in der Disco auf einem heruntergekommen Klo übergeben kann. Irgendwann kommt die Zeit, da macht man keine Sturmfrei-Hauspartys mehr und da geht man nicht mehr zu Fuß aus Spaß in den Burger-Drive-In.
Man könnte es theoretisch schon, aber man wird sich wahrscheinlich einfach fehl am Platz vorkommen. Kindisch.
Vielleicht. Wird man je erwachsen? Why can’t I save the moment? Every single moment?
Manche Episoden des Lebens kann man einfach nur einmal erleben. Manche dürfen sie nie erleben, weil sie nicht mal Wasser trinken können ohne danach Durchfall und
Ruhr zu kriegen.
Es mag sich egoistisch anhören: Aber, danke dafür, dass ich ein verwöhntes und proletendes Wohlstandskind sein darf.

Audio clip: Adobe Flash Player (version 9 or above) is required to play this audio clip. Download the latest version here. You also need to have JavaScript enabled in your browser.

#



Der Himmel ist blau

25 11 2007

Der Himmel ist blau und doch so leer
jede Entscheidung fällt so schwer
die Wolken, die Träume, segeln daher
Vögel fliegen keine mehr.

Wieviele Träume mag es geben
die man vergaß zu leben
damals so hell und real
heute unter alten Büchern im Regal.

Möge das niemals so enden
das Leben kann man nicht verschwenden
denn wenn im Auge eine Träne brennt
dann lebst du genau in diesem Moment.

greifen-nach-dem-himmel.jpg

Audio clip: Adobe Flash Player (version 9 or above) is required to play this audio clip. Download the latest version here. You also need to have JavaScript enabled in your browser.

#



Pop kann auch nicht schlecht sein

14 11 2007

YouTube Directlink



Runter von meiner Wolke

17 10 2007

Nur wer versteht, dass er nichts versteht und nichts weiß, der wird verstehen, dass er niemals wissen wird, weshalb er nichts verstehen kann.

Und jetzt weiß ich nicht mal mehr selbst, was das heißen soll …
Sprache scheint einfach unzureichend dafür, komplizierte Sachverhalte zu beschreiben. Wie wär’s denn dann mit Musik?
Hey hey, du du, geh runter von meiner Wolke! singen die allseits bekannten und beliebten Lokalgrößen, die Rollenden Steine.

Audio clip: Adobe Flash Player (version 9 or above) is required to play this audio clip. Download the latest version here. You also need to have JavaScript enabled in your browser.

Willste haben?



Dark Passion Play

28 09 2007

Juhu, das neue Nightwish-Album liegt gerade im CD-Laufwerk! Danke Amazon, wie immer pünktlich geliefert!
Und wie es bei wirklich ausnahmlos jeder Band der Fall ist, wenn ein neues Bandmitglied, in diesem Fall eine neue Sängerin, auf der Platte dabei ist, dann wird wieder ordentlich gemeckert. In den Youtube-Kommentaren passen dem einen die Schuhe nicht, dem anderen ist es zu poppig – und früher war sowieso alles besser. Ein ewiges Laster des Musikfans, welchem ich mich entziehe. Objektivität gegenüber den eigenen Vorurteilen heilt Wunder.

Der Mensch will immer, dass alles anders wird, und gleichzeitig will er, dass alles beim alten bleibt.
Paulo Coelho


Nightwish – Amaranth