Was mir schon immer mal durch den Kopf schwirrte …

20 10 2008

Harte Arbeit hat aus so manchem Faulenzer noch ein engagiertes Gewerkschaftsmitglied gemacht.



Oma Hilde und das liebe Geld

2 10 2008

Die Apokalypse macht sich breit. Die Altersvorsorge von Oma Hilde, die sie bei dem netten CityBank-Berater abgeschlossen hat, ist verschwunden, die Bank pleite und das Geld ist, so bekommt man erzählt – “weg”.
Was heißt “weg”? Stellt sich denn niemand die Frage, wo dieses Geld eigentlich hingekommen ist? Hat das jemand weggezaubert, oder ist es über Nacht vertapeziert worden?

Geld entsteht nicht oder verschwindet nicht einfach, es wechselt nur seinen Besitzer.

Ist das nicht kriminell, extrem unsichere Anlagemöglichkeiten schon fast so zu beschreiben, als wären es simple Sparbücher? Und wer hat schuld? Der Markt, die Wirtschaft, die ominöse Broker und Banken, gesichtslos und unbekannt. Am Ende will keiner schuld gewesen sein, es waren nämlich grundsätzlich immer die anderen. Man sei ja bloß nicht richtig informiert worden. Bei manchen klingt es schon fast so, als wäre das eben etwas, dass zur
Wirtschaft dazugehört, dass Millionen Menschen ihr Hab und Gut verlieren.

Damit der ganze Laden wieder weiterläuft und weiterhin investiert, Dividenden kassiert und abgezockt werden kann, wird das Portmonaie wieder aufgefüllt mit dem Geld von den Leuten, die es auf ehrliche Weise mit handfester Arbeit verdienen, denn ohne Abzocke läuft der Rest der Welt auch nicht rund. Das hat man schon geschickt eingefädelt und uns an eine Leine genommen, ohne dass wir das je gemerkt hätten.

Da drängt sich mir im Fall von Oma Hilde eine dreiste Vermutung auf, und zwar die, dass dieser zusätzliche Anlagegewinn, welchen man ihr für die Rente, ihr Begräbnis oder die Operation ihres Sohnen versprochen hatte, in Eimer ohne Boden investiert worden ist. Hat es je exisitiert?
Und Oma Hilde wollte doch einfach nur ein Sparbuch.

Zündet die Wallstreet an !!!



Hello Mr. Terrorist

5 05 2008

Eine gute Seite hat Extremismus: Man kann sich in der Diskussion nicht in den Argumenten der Gegenseite verstricken, weil man ihnen nämlich überhaupt kein Gehört schenkt.



Vergangenheitsbewältigung durch Aufräumen

30 04 2008

Ich räumte gestern auf und mistete aus und was dabei zum Vorschein kam, das kann man mit einem schon vor 40 Jahren sehr beliebten Spruch gut resümieren:
In meinen Schränken und Regalen – Muff von 1000 Jahren.
(Der gewiefte Experte wird mir jetzt um die Ohren hauen, dass mit den 1000 Jahren damals auf das Nazi-Reich angespielt werden sollte, aber keine Angst – in meinen Schubladen lagern keine Führerbilder und Volkssturmplakate aus meiner Kindheit. Das Zeug habe ich ’45 beim Einmarsch der Russen sorgfältig im Heizofen verbrannt).
Dafür sind andere interessante Fundstücke zu nennen: Unter anderem meine Grundschulempfehlung für’s Gymnasium aus dem Jahr 1999, ein alter Zirkel und jede Menge gebrauchtes Ohropax. Was mich erboste: Jede Menge unbenutzte, unbeschriebene karierte Ringblöcke und Ringbucheinlagen – und ich
Idiot habe über die letzten Jahre ein Vermögen für Papier im örtlichen Schreibwarenladen liegen lassen. Indes stieß ich auch auf Schulbücher von denen ich nicht mal mehr wusste, dass ich sie noch habe oder je hatte, wovon einige sicher hätten zurückgegegeben werden müssen, welche aber von der Schule nie zurückgefordert wurden. Mal sehen ob die bei Schinken meiner diesjährigen letzten schulischen Bücherrückgabe eingefordert werden.
Dabei wird mir mal wieder bewusst wie viel, davon jedoch zugleich auch so wenig wichtigen materiellen Besitz man selbst eigentlich in seinem Leben anhäuft. So viel Papier, so viel Verschwendung von Zeit und Mühe …



Wasser predigen und Wein trinken

29 04 2008

Man sollte sich diese Seite ganz genau anschauen und dann wird einem vielleicht auf auffallen, dass etwas nicht ganz zusammenpasst …

Manche Politiker sterben auf Barrikaden, auf denen sie gar nicht gestanden sind.
Francois Mitterand

via



Blah

9 02 2008

Was mich beim Anblick des leeren Bildschirms schon so oft geärgert hat:
Es ist echt beschissen, dass man Sprachlosigkeit so schlecht in Sprache ausdrücken kann.
Der Satz fällt in die Kategorie: “Wenn man nichts hat, weiß man wenigstens, was man hat.”



Suppe

19 01 2008

Wenn man in den Kochtöpfen von anderen rührt, dann kann trotz des Vertrauens in das eigene Wissen über Rezept und Zutaten ganz schnell die Suppe anbrennen, weil man nämlich oft keine Ahnung davon hat, wie stark der eigentliche Koch den Herd überhaupt aufgedreht hat.



Gott im Stress

26 12 2007

Die stressigste Zeit für Gott ist nicht, wie vom Großteil der Bevölkerung angenommen, die Weihnachtszeit, sondern die Zeit des Krieges – vorrangig dann, wenn viele verschiedene Menschen daran beteiligt sind, weil er dann vor jeder großen Schlacht von Feldgottesdienst zu Feldgottesdienst hetzen, und allen sich verfeindeten Beteiligten versprechen muss, dass sie den Krieg gewinnen.



Runter von meiner Wolke

17 10 2007

Nur wer versteht, dass er nichts versteht und nichts weiß, der wird verstehen, dass er niemals wissen wird, weshalb er nichts verstehen kann.

Und jetzt weiß ich nicht mal mehr selbst, was das heißen soll …
Sprache scheint einfach unzureichend dafür, komplizierte Sachverhalte zu beschreiben. Wie wär’s denn dann mit Musik?
Hey hey, du du, geh runter von meiner Wolke! singen die allseits bekannten und beliebten Lokalgrößen, die Rollenden Steine.

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Willste haben?



Nichts verschwindet einfach

30 09 2007

Nichts verschwindet einfach. Was oder wer auch stirbt, es verschwindet nicht, es entschwindet nur aus unserem Blickfeld.