Moses und Umweltschutz

2 03 2007

Nach einiger Zeit habe ich mir gedacht, ich blogge mal wieder etwas zu dem Thema, zu dem mein Kopf zur Zeit sehr viele Gedanken ausspuckt. Gott, Jesus, Nächstenliebe, christliche Texte, die Bibel und der ganze Rest – damit können viele nichts anfangen, und viele haben nicht selten eine Aversion dagegen. Ich respektiere das und jeder andere Christ sollte das auch respektieren. Meiner Meinung nach ist es jedoch besser, Brücken zu schlagen, als Mauern zu bauen, oder anderen Menschen erst gar nicht anzubieten, die Brücke zu überqueren. Mit diesen Texten möchte ich zeigen, dass die christliche Religion alles andere als alt und verstaubt ist, und nicht nur aus einer grauhaarigen Eminenz mit Mitra und Goldstab in Rom besteht. In der Öffentlichkeit wird in dieser Sache, wie auch bei vielen anderen Themen, sehr schnell sehr gerne vereinfacht und zusammengestampft, so dass man am Ende von diesen Dingen am Besten gar nichts mehr hören will.
Wer bis
hierher gelesen hat, und sich für das Thema nicht interessiert (wichtig: nicht interessiert und nicht nicht auskennt!), der braucht es nicht zu lesen, doch es würde mich sehr freuen.

1. Mose 1, 26-28
26 Dann sprach Gott: »Nun wollen wir Menschen machen, ein Abbild von uns, das uns ähnlich ist! Sie sollen Macht haben über die Fische im Meer, über die Vögel in der Luft, über das Vieh und alle Tiere auf der Erde und über alles, was auf dem Boden kriecht.« 27 So schuf Gott die Menschen nach seinem Bild, als Gottes Ebenbild schuf er sie und schuf sie als Mann und als Frau. 28 Und Gott segnete die Menschen und sagte zu ihnen: »Seid fruchtbar und vermehrt euch! Füllt die ganze Erde und nehmt sie in Besitz! Ich setze euch über die Fische im Meer, die Vögel in der Luft und alle Tiere, die auf der Erde leben, und vertraue sie eurer Fürsorge an.«

Wie bekannt ist dieser Teil der Bibel nicht? Doch je öfter man
etwas zu Ohren bekommt, desto mehr neigt man dazu, nicht mehr genau hin zu hören und zu vergessen. Man kann nicht behaupten, dass wir Menschen das Beste sind, das dieser Erde hat passieren können. Der Wachsame, mit offenen Ohren und Augen durch’s Leben gehend; dem wird klar wie wir mit unserer Heimat umgehen. Neben der Umweltverschmutzung, holzen wir Regenwälder ab und rotten alle möglichen Tierarten aus. Wir machen diesen Planeten kaputt. Viele sehen darin kein Problem, schließlich hat man es uns doch erlaubt …

Sie sollen Macht haben über die Fische im Meer, über die Vögel in der Luft, über das Vieh und alle Tiere auf der Erde und über alles, was auf dem Boden kriecht.

… glaubt man zumindest auf den ersten Blick.
Eigentlich eine klare Ansage. Doch viele missverstehen diesen Teil. Macht, Herrschaft und Freiheit bringen auch Verantwortung mit sich, und das ist keine alleinig christliche Meinung. Wer bei den beiden vorigen Versen aus dem ersten Buch
Mose genau gelesen hat, dem sollte ein Licht aufgegangen sein.

Ich setze euch über die Fische im Meer, die Vögel in der Luft und alle Tiere, die auf der Erde leben, und vertraue sie eurer FÜRSORGE an.

Nach damaligem hebräischem Verständnis gehörten Herrschaft und Fürsorge zusammen. Man erkennt hier sehr gut, dass das Alte Testament kein veraltetes Schriftstück ist, welches nicht mehr in unsere moderne Welt hineinpasst.
In den Köpfen der Menschen hat es soviele Jahrhunderte gebraucht, bis man auf die Idee gekommen ist, dass wir auf unsere Umwelt achten sollten, und sie nicht zerstören, dass Batteriesäure und Sperrmüll nicht in den Wald gehören und verschwenderischer Umgang mit Rohstoffen und übermäßige Produktion von Abgasen unserer Atmospähre schaden.
Geht man so mit etwas um, das einem geschenkt und anvertraut wurde?

Dieses Buch war schneller als Greenpeace und schneller als Al Gore mit dem mahnenden grünen Finger.
Wenn also das nächste mal jemand die Bibel als veraltete Antiquität bezeichnet, die in unserer modernen Gesellschaft keine Gültigkeit mehr besitzt, dann werde ich ihm vom Umweltschutz und verantwortungsvollen Umgang mit der Erde erzählen.
In der Bibel steht der nämlich auf der ersten Seite.



Brief von Paulus an die Römer 1, 18-25

8 06 2006

Die Gottlosigkeit der Heiden
18 Denn Gottes Zorn wird vom Himmel her offenbart über alles gottlose Wesen und alle Ungerechtigkeit der Menschen, die die Wahrheit durch Ungerechtigkeit niederhalten. 19 Denn was man von Gott erkennen kann, ist unter ihnen offenbar; denn Gott hat es ihnen offenbart. 20 Denn Gottes unsichtbares Wesen, das ist seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit der Schöpfung der Welt ersehen aus seinen Werken, wenn man sie wahrnimmt, sodass sie keine Entschuldigung haben. 21 Denn obwohl sie von Gott wussten, haben sie ihn nicht als Gott gepriesen noch ihm gedankt, sondern sind dem Nichtigen verfallen in ihren Gedanken, und ihr unverständiges Herz ist verfinstert. 22 Da sie sich für Weise hielten, sind sie zu Narren geworden 23 und haben die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes vertauscht mit einem Bild gleich dem eines vergänglichen Menschen und der
Vögel und der vierfüßigen und der kriechenden Tiere. 24 Darum hat Gott sie in den Begierden ihrer Herzen dahingegeben in die Unreinheit, sodass ihre Leiber durch sie selbst geschändet werden, 25 sie, die Gottes Wahrheit in Lüge verkehrt und das Geschöpf verehrt und ihm gedient haben statt dem Schöpfer, der gelobt ist in Ewigkeit. Amen.

Ich frage mich oft, was in den Köpfen von Menschen vorgeht, die Gott und Glaube total ablehnend gegenüberstehen.
Da gibt es Leute, denen wurde so oft eine Chance gegeben, die aber damit trotzdem nichts anfangen wollen.
Ich ertappe mich manchmal dabei, dass es mich ganz rasend macht, wenn andere mich nur für einen Schwachsinnigen halten, wenn man vom Glauben erzählt.

Bei manchen verstehe ich, dass sie von Gott nichts wissen wollen. Zum Beispiel Menschen, denen großes Unglück widerfahren ist und die sich von Gott alleine gelassen fühlen. Das ist dann wirklich keine gute Vorraussetzung. Trotzdem bleibt
keiner ohne Angebot.

Aber es gibt auch Leute, denen fehlt es an gar nichts. Solche leben in Saus und Braus und verschwenden keinen müden Gedanken an ihre „Nächsten“ – an ihre Mitmenschen.
Und auf den Gedanken, dem Schöpfer dieses ganzen zu Danken, kommen sie erst recht nicht, obwohl ihnen so oft die Freundschaft zu Jesus, Gottes Sohn angeboten wurde.

Aus diesem Grund hat man früher manchen störrische Herrscher noch auf dem Totenbett getauft, wenn er sich nicht mehr dagegen wehren konnten, damit er sein ewiges Leben erlangt.
Doch so einfach geht es nicht. Für das ewige Leben gibt es kein Formular zum Ausfüllen und abschicken. Das muss von Herzen kommen.
Nicht die Menge guter Taten die wir auf der Welt tun zählt später, sondern das man aufrichtig und mit Liebe seinen Glauben gelebt hat und nie aufgegeben hat.



2. Brief des Petrus; 3, 1-9

16 04 2006

Christus wird wiederkommen
1 Meine Lieben, dies ist schon der zweite Brief, den ich euch schreibe. Mit beiden rufe ich euch längst Bekanntes ins Gedächtnis, aber ich will euch dadurch wach halten und in eurer unverdorbenen Gesinnung bestärken 2 Erinnert euch an das, was die heiligen Propheten vorausgesagt haben, und ebenso an die verbindliche Weisung unseres Herrn und Retters, die euch die Apostel übergeben haben! 3 Ihr müsst euch vor allem darüber im Klaren sein: In der letzten Zeit werden Menschen auftreten, die nur ihren eigenen selbstsüchtigen Wünschen folgen. Sie werden sich über euch lustig machen 4 und sagen: »Er hat doch versprochen wiederzukommen! Wo bleibt er denn? Inzwischen ist die Generation unserer Väter gestorben; aber alles ist noch so, wie es seit der Erschaffung der Welt war!« 5 Sie wollen nicht wahrhaben, dass es schon einmal einen Himmel und eine Erde
gab. Gott hatte sie durch sein Wort geschaffen. Die Erde war aus dem Wasser aufgestiegen, und auf dem Wasser ruhte sie. 6 Durch das Wort und das Wasser wurde sie auch zerstört, bei der großen Flut. 7 Ebenso ist es mit dem jetzigen Himmel und der jetzigen Erde: Sie sind durch dasselbe Wort Gottes für das Feuer bestimmt worden. Wenn der Tag des Gerichts da ist, werden sie untergehen und mit ihnen alle, die Gott nicht gehorcht haben. 8 Meine Lieben, eines dürft ihr dabei nicht übersehen: Beim Herrn gilt ein anderes Zeitmaß als bei uns Menschen. Ein Tag ist für ihn wie tausend Jahre, und tausend Jahre wie ein einziger Tag.
9 Der Herr erfüllt seine Zusagen nicht zögernd, wie manche meinen. Im Gegenteil: Er hat Geduld mit euch, weil er nicht will, dass einige zugrunde gehen. Er möchte, dass alle Gelegenheit finden, von ihrem falschen Weg umzukehren.

Ich hab vor kurzem einfach mal so in der Bibel rumgeblättert, just for fun.
Man findet
wie wir alle wissen, viele Stammbäume und Erzählungen, die uns teilweise nicht viel sagen können. Hier mal reingelesen, da reingelesen und dann bin auf diesen Text gestoßen.

Nach den ersten paar Versen, haben mich Zweifel gepackt. Petrus zeigt genau das auf, was heute passiert. Wir Christen werden ausgelacht, und uns wird vorgehalten, dass wir einem Irrglauben folgen. „Wo ist er denn, der Jesus, hat er vor heute noch zum Essen zu kommen oder werden es doch noch ein paar Tausend Jahre?“, heisst es dann.

Das entmutigt schon. Vor allem wenn man nicht weiß was man auf solche Sätze antworten soll, selbst wenn einem solches Generve von anderen nichts anhaben kann.

Doch – hatten wir das nicht alles schonmal?
In Vers 5 -7 greift Petrus die große Flut auf, der nur Noah mit seiner Arche entkommen konnte.
Fast alle Menschen damals gelebt haben waren der Meinung, Gott brauchten sie nicht zu gehorchen und ignorierten seinen Willen.
Bestraft wurde dies mit ihrem Untergang.

nSoviele haben schon versucht den Zeitpunkt der Apokalypse vorraus zu sagen. Keiner lag bisher richtig.
Petrus macht gleich klar, dass Gott eine andere Uhr benutzt als wir Menschen – eine Uhr die keiner von uns Menschen lesen kann.
Und ich denke, den meisten und auch mir ist das ziemlich recht.

Diese Antwort habe ich lange gesucht und nun gefunden.

Der Herr hat Geduld mit euch, weil er nicht will, dass einige zugrunde gehen. Er möchte, dass alle Gelegenheit finden, von ihrem falschen Weg umzukehren.

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Sprüche 22, 1-10

24 03 2006

Wer Unrecht sät, wird Unheil ernten
1 Ein guter Ruf ist besser als großer Reichtum; Liebenswürdigkeit hilft weiter als Silber und Gold. 2 Reiche und Arme leben nebeneinander, sie alle hat der Herr geschaffen. 3 Ein Mensch mit Erfahrung sieht das Unglück kommen und bringt sich in Sicherheit; die Unerfahrenen laufen mitten hinein und müssen es büßen. 4 Wer bescheiden ist und den Herrn ernst nimmt, findet Reichtum, Ansehen und ein erfülltes Leben. 5 Der Weg falscher Menschen ist voller Dornen und Schlingen; wer sein Leben liebt, meidet ihn. 6 Bring einem Kind am Anfang seines Lebens gute Gewohnheiten bei, es wird sie auch im Alter nicht vergessen. 7 Der Reiche hat die Armen in seiner Gewalt; wer Geld leihen muss, wird zum Sklaven seines Gläubigers. 8 Wer Unrecht sät, wird Unheil ernten; dann kann er seinen Mutwillen an niemand mehr auslassen. 9 Einem
gütigen Menschen wünscht man Gutes, weil er sein Brot mit den Armen teilt. 10 EVertreibe den hochmütigen Spötter und der Zank hört auf, Streit und Beschimpfung sind zu Ende.

Jeder wünscht sich viel Geld und Reichtum, sei er noch so selbstlos.
Doch was bringt ein randvolles Konto, wenn die Leute mit vorgehaltener Hand über einen tuscheln und das wahre Leben an dir vorbeigeht?
Nicht abheben, sondern auf beiden Füßen bleiben – Freunde und Fremde trotz allem finanziellen Vorteil respektvoll behandeln anstatt sie in die Pfanne zu hauen – das ist der Schlüssel!
Denn wie in Vers 2 gesagt wird: Reiche und Arme leben nebeneinander, sie alle hat der Herr geschaffen.
Wir müssen uns klar machen: Auch ein Sozialhilfeempfänger wird von Gott geliebt.
So können wir aus Vers 4 gleich die nächste Lehre ziehen: Wer bescheiden lebt findet Reichtum und Ansehen.
Weniger auf andere herabsehen und selbst helfen.

Vers 9 lautet: Einem gütigen Menschen wünscht man Gutes, weil er sein Brot mit Armen teilt.
Wenn das nicht mal eine direkte Aufforderung dazu ist, anderen Gutes zu tun und zu helfen wo man kann. Ich hab fast immer die Erfahrung gemacht, dass bei aller menschlicher Investition und Hilfe immer wieder was für uns selbst dabei herausspringt und zurück kommt.

Man merkt, dass dieses Bibelkapitel darauf abzielt, nicht den Fehler vieler Reicher zu machen, arrogant und übermütig zu werden.
Wen man sich nun denkt: “Ich und reich? Mein Gehalt reicht mir nicht mal mehr für diesen Monat!” – dann sollte man an die Millionen von Straßenkindern und Obdachlosen denken.
Reiche und Arme leben miteinander – diesen Satz sollte man auch das nächste mal nicht vergessen, wenn man sich arm fühlt. Denn Arm ist relativ, ärmer geht es immer und ich bin mir sicher, dass uns Gott hilft so unabhängig wie möglich vom Geld zu sein, wenn wir an ihn glauben und ihm
vertrauen.



Sprüche 3, 27-35

15 01 2006

Ermahnung zum Wohltun und zur Friedfertigkeit
27 Weigere dich nicht, dem Bedürftigen Gutes zu tun, wenn deine Hand es vermag. 28 Sprich nicht zu deinem Nächsten: Geh hin und komm wieder; morgen will ich dir geben -, wenn du es doch hast. 29 Trachte nicht nach Bösem gegen deinen Nächsten, der arglos bei dir wohnt. 30 Geh nicht mutwillig mit jemand vor Gericht, wenn er dir kein Leid getan hat. 31 Sei nicht neidisch auf den Gewalttätigen und erwähle seiner Wege keinen, 32 denn wer auf Abwegen geht, ist dem HERRN ein Gräuel, aber den Frommen ist er Freund. 33 Im Hause des Gottlosen ist der Fluch des HERRN, aber das Haus der Gerechten wird gesegnet. 34 Er wird der Spötter spotten, aber den Demütigen wird er Gnade geben. 35 Die Weisen werden Ehre erben, aber die Toren werden Schande davontragen.

Um andere vom Glauben überzeugen zu
können, reicht es nicht nur Bibelstellen zu zitieren.
Man muss auch versuchen so zu leben und mit seinen Mitmenschen umzugehen wie die Bibel es vorschreibt. Schließlich hat das ja seinen Sinn, denn gerade die Sachverhalte aus dem Text verhindern soziale Konflikte im Familiem und Bekanntenkreis, wenn man danach lebt.
„Schmiede keine bösen Pläne gegen deinen Nachbarn“ – mit Nachbarn sind alle unsere Nächsten gemeint.

Aber man muss aufpassen sich durch solches Verhalten nicht selbst auf die Schulter zu klopfen und über andere zu stellen, weil solch ein Verhalen wiederrum sehr abschreckend wirkt, wie das in Vers 34 und 35 gut beschrieben wird.
„Die überheblichen Spötter trifft sein Spott; aber denen, die gering von sich denken, wendet er seine Liebe zu. Weise kommen zu Ehren, aber Narren ernten nichts als Schande.“

In 27 steht wie man sich gegenüber seiner Mitmenschen verhalten soll, wenn diese Hilfe brauchen.
„Wenn ein Mitmensch Hilfe
braucht und du ihm helfen kannst, dann weigere dich nicht, es zu tun. Und wenn du ihm sofort helfen kannst, dann sage nicht, er soll morgen wiederkommen.“
Das ist mitunter nicht immer leicht und man muss damit rechnen auch ausgenutzt zu werden, doch es lohnt sich.

Mir fällt sehr oft auf, dass Christen besser mit ihren Mitmenschen auskommen wie andere. Und wenn das anderen auch auffällt und sie das als etwas Positives sehen, überzeugt das mit Sicherheit mehr von Gott, wie ein intensiver Streit über biblische Sachverhalte.

Diesen Teil halte für sehr wichtig, denn wenn man die Ratschläge aus diesem Bibeltext befolgt, kann man sich nicht nur bei Freunden beliebt machen, sondern auch bei Feinden.