Behindert verhindert

29 11 2006

Wir nennen es “Behindertenheim”. Doch nicht die Menschen die wir dort reinstecken sind es, die behindert sind.
Wir sind behindert. Die Gesellschaft ist behindert.



Nachtrag zu “Revival: Sündenböcke gesucht”

24 11 2006

Der Amokläufer von Emsdetten hasste Gläubige.

Wenn jemand mit ihm wirklich ernsthaft über Gott geredet hätte, wäre vielleicht verhindert worden, was er angerichtet hat.
Er beschimpfte in seinem Abschiedbrief Religion und Glaube, weil es ihm nicht recht ist, wenn in sein Leben eingegriffen wird.
Er war ein armer Außenseiter, doch wenn er ein einziges Mal eine Bibel aufmerksam gelesen hätte, wäre im klar geworden, dass Jesus genau ihm hilft. Dem Außenseiter, dem Gesellschaftsversager, dem Verlierer. Den Ausgestoßenen und von der Gesellschaft Gehassten Menschen. Sein Weblog sagt alles.

Er war nicht der erste Mensch mit diesen Problemen.
Und bevor einige weiter Jagd auf Auslöser solcher Bluttaten machen, und dabei eindeutig im falschen Garten graben, sollten wir uns alle
selber an die Nase fassen und Mitmenschen unserer Gesellschaft nicht ausschließen sondern integrieren.
Das kann jeder selbst sofort tun.

Ein paar freundliche Worte reichen oft schon.



Revival: Sündenböcke gesucht

20 11 2006

Wieder ein Amoklauf und wer trägt die Schuld? Natürlich: Egoshooter und Death Metal.
Das beides nicht gerade mit Medien wie einer Kinderbibel oder einem Bilderbuch für 2 bis 4 Jährige vergleichen werden kann, ist wohl allen klar.
Aber warum suchen alle die Gründe in diesen oberflächlichen Dingen?
Ist vielleicht nicht einfach unsere vesch*ssene Leistungsgesellschaft schuld?
Sind vielleicht einfach nur die Menschen schuld und nicht bestimmte Musik und Computerspiele?

Wenn die Medien schuld sind, dann auf jeden Fall RTL, denn bei deren Berichterstattung ist mir mal wieder übel geworden.
Man hätte dem Kerl einfach helfen sollen und seine als Drohungen getarnten Hilfeschreie ernst nehmen.

Warum??



BILD-Leser-Reporter, und was ich noch niemals werden will …

6 09 2006

Die Volkspaparazzi der Bild-Zeitung
Keiner ist mehr vor ihnen sicher: Immer mehr so genannte Leser-Reporter der Bild-Zeitung machen Jagd auf Schnappschüsse. Nicht nur Prominente in allen Lebenslagen, auch Bilder von Unfallopfern erscheinen so in der Zeitung oder im Internet – meist ohne die Zustimmung der Abgelichteten. Polizei und Journalisten-Organisationen halten diese Entwicklung für gefährlich.

Der ganze Artikel auf zdf.de

[Hasstiraden AN]
Wenn mir demnächst mal so ein Möchtegern-Journalist über den Weg laufen sollte, werde ich ihm mit dem Pressegesetz ordentlich das Gesicht streicheln, das Ganze fotografisch dokumentieren und dem Springer-Verlag einsenden.
Dann können die Idioten das in ihrer dämlichen B*LD-Zeitung abdrucken, damit den Leser-Reportern und anderen Dummen und
Freizeitgrundgesetzverfechtern mit zuvielen Urlaubstagen und Mittagspausen vor Augen geführt wird, wie gefährlich das sein kann.
Aber wobei – man könnte solche Leute doch rekrutieren und in Krisengebieten als Korrespondenten direkt aus dem Gefechtsgeschehen einsetzen, bevor wir kompetente Reporter im Krieg verheizen.
Da können sie dann auch ihre tollen “Presseausweise” mitnehmen und damit rumprahlen. Was die AK-47 der Rebellen wohl zu solchen Ausweisen sagen? …
[/Hasstiraden AUS]

(Obiger Textabsatz ist nicht unbedingt als politically correct zu sehen.) :D

Tuned In: Rise Against – Swing Life Away



Striptease bei Beerdigungen

28 08 2006

Striptease auf Beerdigungen zur Aufheiterung der Trauergäste in Ostchina
(darauf aufmerksam geworden über das GluecksNetz Blog)

Die Chinesen meinen also, je mehr Menschen zu einer Trauerfeier kommen, desto ehrenvoller und glücklicher sei der Abgang des/der Verstorbenen.
Die Meinungen dazu differieren. Entweder haben die den Arsch offen, oder es sei ein tolle Idee, auf welche wir schon ewig gewartet haben.
Eine weitere moralisch ethische Frage aus dem Bereich: Heiligt der Zweck die Mittel?
Sowas gibt’s auch nur bei uns Menschen …
*kopfgegendiewandhau*



Unsere mediale kapitalistische Gesellschaft von Idioten

28 06 2006

Streit um das Fell des toten Bruno

Menschen in aller Welt diskutieren den Abschuss des Braunbären, die Justiz befasst sich mit dem Fall, ein Minister hat mit Rücktrittsforderungen zu kämpfen. Sogar Todesanzeigen für das zweijährige Tier werden geschaltet. Und während Tiermediziner noch seine DNA untersuchen, ist auch schon der sprichwörtliche Streit um das Fell des Bären entbrannt.

Alle wollen “Bruno” – der Stofftierhersteller Margarete Steiff GmbH hat eine kuschlige Sonderedition von “Bruno” angekündigt. Den Schmusebären mit schwarzer Schleife als Trauerflor gibt es nur in limitierter Auflage von 2000 Exemplaren.

“Bruno”-Fans bieten im Internet neue Solidaritäts-T-Shirts an. “Wer war das!?!?” ist auf einem der Hemden zu lesen, ein weiteres trägt ein Porträt mit der
Aufschrift “JJ Guevara” – in Anlehnung an Brunos offiziellen Namen “JJ1″ und den kubanischen Freiheitskämpfer. “Der einsame Braunbär “JJ1″ ließ den Staat mit all seinen Polizeihubschraubern und finnischen Jagdsöldnern machtlos zurück”, heißt es in einer E-Mail dazu. “Er war der Mahatma Gandhi der bayerischen Wälder.”

Ganzer Artikel von WEB.de

Ich habe ja schon viel Schwachsinn mitgekriegt, aber sowas …

In unserer Gesellschaft gibt es nichts mehr, was nicht zu Geld zu machen ist. Unser Hang und Verlangen zu Materiellem wird immer größer, sodass sogar die Fußnägel eines x-beliebigen Popstars einen riesen Wert besitzen.
Alternativ der ausgestopfte Bruno. Sie
brauchen nicht so scheinheilig zu tun, die ganzen Bürgermeister, die den Sto(p)ffbruno bei sich in ihren Dorf-Museen als “ehrenvolles Mahnmal” ausstellen wollen.
Ihnen geht es nur um das beschissene Geld – dass Touristen und Freaks in die Kasse spülen.

Wie es Günther Wallraff in seinem Buch “Der Aufmacher”, in welchem er die Praktiken der B*LD kritisiert, treffend ausdrückt:
Auf die Titelseite muss das Leiden eines armen süßen Tieres ausgetreten werden – nicht von Menschen denen es dreckig geht, denn das rührt die Herzen der Medienkonsumenten nicht. Sie leiden selbst genug.

Bruno aka “JJ1″ sitzt nun im Tierhimmel, döst vor sich hin, schaut auf uns hinab, und schüttelt seinen Kopf.
Wenn der arme Bär gewusst hätte, was für eine Welle er lostreten würde; vielleicht wäre er dann doch lieber in seiner Höhle geblieben.

Liedtipp: The Who – Teenage Wasteland



Patriotenfußball

16 06 2006

Fahnen. Überall. Toll!
Einige sind wohl der Meinung, dass es was ganz besonderes sei, die Flagge seiner Nation aus dem Fenster zu hängen.
Soviele Flaggen wie zur Zeit, sind wohl seit 62 Jahren nicht mehr an den Mästen geflattert – wo wir schon beim Thema wären.

Es ist doch eigentlich schwachsinnig, jetzt wo wir Deutschen mit dieser Weltmeisterschaft, unseren Nationalstolz zumindest halbwegs wieder zurückerlangt haben, eine Diskussion über Patriotismus aus alten Zeiten vom Zaun zu brechen.
Warum kann man es nicht einfach als selbstverständlich hinnehmen?

In den USA hängen in jedem zweiten Vorgarten die Stars n Stripes, und das auch ohne Fußball-WM im eigenen Land.
Sogar Touristen kaufen sich mit amerikanischen Flaggen bestickte T-Shirts. Touristen! Habt ihr schonmal einen Japaner auf Urlaub in Deutschand gesehen, der sich als Souvenir ein mit der deuschen Flagge bedrucktes Hemd kauft?
Selbst wenn er tun
sollte – zu Hause zieht er es mit Sicherheit nicht mehr an …

Deutsche Flaggenbesitzer und Flaggenhisser sollten ihre Flagge auch noch nach dem Ende der WM aus ihren Fenstern hängen lassen. Schließlich gründet sich der “Stolz” auf das eigene Land nicht nur auf ein paar gewonnene Fußballspiele. ;)



Todesurteil

20 04 2006

Da wird einem wirklich schlecht, wenn man diese Statistiken von Amnesty International sieht.
Mehr als 20.000 Menschen sitzen weltweit in Todeszellen und warten darauf, hingerichtet zu werden.
China verhängt für 68 Delikte die Todesstrafe, darunter gewaltlose Delikte wie Steuerhinterziehung, Unterschlagung oder Drogenvergehen.
Im Iran starben 159 Menschen auf staatliche Anordnung. Wie nett von der Regierung!

Zwar sind die Zahlen allesamt rückläufig, doch das ist nicht genug.
Für Töten aus Rache oder als Bestrafung gibt es keine Rechtfertigung.
Blutrache, Familienfehden, Hass und Hinrichtungen: Alles Dinge deren die Welt überdrüßig ist.
Wieviele Menschen werden noch sterben müssen?

Ich bin jedoch der Überzeugung, dass man das alles von unserem Globus tilgen kann. Eines wird aber immer bleiben und nie
verschwinden. Krieg. Eine Welt ohne Krieg kann nicht existieren. (Wohlgemerkt: Eine Welt mit Menschen wie uns, die darauf ihr Dasein fristen.)
Wir Menschen müssen zwischendruch einfach immer wieder lernen, dass es Grenzen gibt. Grenzen die schmerzen. Grenzen denen man auch mit noch soviel Mut und Kraft nicht gewachsen ist.
Das ist aber kein Aufruf dazu, jeglichen Krieg zu legitimieren. Es überwiegt einfach zu oft der böse Teil unserer Seelen, wenn wichtige Entscheidungen zu treffen sind.
Gut und Böse, Hell und Dunkel, Tod und Lebendig – alles gleicht sich aus.
Wenn wir uns anstrengen, schaffen wir es eines Tages möglicherweise, unsere dunklen Seiten zu besiegen.

“Jeder ist ein Mond und hat eine dunkle Seite, die er niemanden zeigt.”
Mark Twain
US-amerikanischer Schriftsteller

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Liedtipp: Roxette – Wish I Could Fly



Dumm macht glücklich

20 04 2006

Wenn man dumm ist und keine Ahnung von der Welt hat, muss man ein schöneres Leben haben, da man sich nicht um die ganzen Dinge, die in der Zukunft kommen mögen, einen Kopf machen muss.
Nur kommt man mit Naivität in unserer Gesellschaft nicht weit. Das ist eigentlich schade.



Vorurteile und Egoismus

10 03 2006

“Egoistisch sind immer die anderen.”
Gerhard Kocher
aus “Vorsicht, Medizin!”

Unsere Welt beruht auf Vorurteilen, Geiz und der Überzeugung die eigene Meinung sei die Richtigeste, was ich nicht von meiner denke. Verschiedene Sichtweisen, falsche Meinungen, die sich nicht korrigieren lassen.
Grundlage dafür ist der menschliche Egoismus ohne den die meisten Menschen nicht überleben könnten. als erstes immer an sich selbst denken. Zwar nicht so, dass es die anderen mitbekommen, aber auch eine Wohltat rückt ins gute Licht.

Dinge die in unserer Welt fehlen oder an denen es mangelt:

  • Selbstlosigkeit
  • Gemäßigte Meinungen
  • Tiefgründiges Überdenken der eigenen Meinung
  • Selbstkritisierung des eigenen
    Verhaltens

Resümieren kann man solches Verhalten global als Liebe. Die Meisten verstehen dieses Wort total falsch. Es gibt Nächtenliebe, Leidenschaft, erotische Liebe. Doch kaum einer sieht dies differenziert an. Alles wird in eine Topf geschmissen. Das ist gut und alles andere ist böse – und vielleicht halte ich mich ja daran …
Doch ich glaube ist unserer Welt muss man mehr sehen können als GUT und BÖSE.
Spätestens seit es Farbfernsehen gibt, denken wir nicht mehr Schwarz-Weiß, aber manchmal könnte man es meinen.

Und jetzt zurück an die Arbeit.

Musiktipp: Nightwish – Dead Boy’s Poem

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