Eindrücke verfrorener Feiertage

26 12 2006

Beim Verlassen der Kirche klimpert es im Spendentopf.
Da schoss mir ein Gedanke durch den kopf, der es mir wirklich froh um’s Herz werden ließ.

Wenn jeder ein wenig gibt, wird aus wenig viel. Es ist für den Menschen schwer zu geben, wenn man nichts zurück bekommt, doch es ist wahre Liebe, wenn man es trotzdem tut.

Beschwer dich nicht, wenn andere mehr bekommen, sondern gönne es ihnen und habe die Stärke, nicht über sie zu meckern. Unterdrücke deine Wut.

Lieb Vaterland magst ruhig sein” von Johannes Mario Simmel, hatte einen sehr amüsanten politischen Scherz parat.
Was ist der Unterschied zwischen Kapitalismus und Sozialismus?
Beim Kapitalismus beuten Menschen andere Menschen aus, beim
Sozialismus ist es anders herum.

Wie einfach und doch zum Schmunzeln war auch dieser Spruch meines Großvaters.

Bleib ruhig, nimm dir Zeit und nicht das Leben.



Glaubensbekenntnisse und andere Zwickmühlen

3 12 2006

Es gibt da etwas, das stört mich am evangelischen Glaubensbekenntnis, nämlich der Satz:

Ich glaube an die heilige christliche Kirche.

Das tue ich nämlich eigentlich nicht. Ich glaube an die Gnade Gottes, die Nächstenliebe und die Vergebung durch Jesus, Gottes Sohn – aber an die Kirche glaube ich nur bedingt. Ich glaube niemandem, der die Liebe für sich “ausnutzt”.
Es kommt mir vor als würde die Kirche, indem sie obigen Satz ins Glaubensbekenntnis einschiebt, irgendwie die ganze Sache zu Gunsten ihrer selbst entscheiden. Aber auch wenn sie noch so zusammenpassen, es ist meiner Meinung nach falsch.

Die Verhältnisse sind dadurch viel zu verworren und schrecken die Menschen von der wahren Sache ab. Dadurch verurteilen sie leider auch pauschal als Beobachter den Glauben und machen Dinge voneinander abhängig, die sich eigentlich nicht gegenseitig bedingen sollten – was man ihnen aber nicht übel
nehmen kann.

Nicht die Kirche sollte den Glauben bilden – der Glauben die Kirche!

Hier darf ich selbst aber auch nicht pauschalisieren – schließlich tut diese Institution viel Gutes.
Ich erinnere nur an die tausenden Hospitze, Krankenhäuser und Millionen ehrenamtlichen und beruflichen Helfer, welche den Schwachen helfen und Jung und Alt eine Prespektive geben, ohne eine Gegenleistung der Geholfenen zu erwarten.
Ohne sie würde der Glaube aussterben.
Wir brauchen auf dieser Welt nun mal organisierende Organisationen.

Und was sind schon Worte – es geht um Taten, deren Resultate und Konsequenzen die aus Worten gezogen werden, nicht um ein mystisches, sinnloses Hinterhergerenne, bei dem man sich bald selbst die Frage stellt, wieso man denn hinterher rennt; und man rennt trotzdem weiter, weil es auch die anderen tun.

Live the true love.

Think about it. ;)