Eva Hermann, Fresse halten!

25 07 2010

Den Anlass, bei welchem junge Menschen totgetrampelt werden, nutzt eine Dame, die früher mal Nachrichten vorlesen durfte dazu, ihre religiöse Meinung kundzutun.
OHNE
WORTE:

Die Loveparade in Duisburg ist zu einem Sodom und Gomorrha mit katastrophalen Folgen geworden: Mindestens neunzehn Tote, über 340 Verletzte. Bei einer Massenpanik wurden die jungen Menschen zertrampelt, stürzten von meterhohen Gerüsten herunter, über die sie sich hatten retten wollen, sie fielen bewusstlos um und gingen in den wildgewordenen Massen unter.
[...]
Eventuell haben hier ja auch ganz andere Mächte mit eingegriffen, um dem schamlosen Treiben endlich ein Ende zu setzen. Was das angeht, kann
man nur erleichtert aufatmen! Grauenhaft allerdings, dass es erst zu einem solchen Unglück kommen musste.

Grauenhaft ist es, dass Menschen wie Sie, sich überhaupt noch mit solchen Aussagen an die Öffentlichkeit trauen. Nur weil diese jungen Menschen nicht Ihre Moralvorstellungen teilen, heisst das nicht, dass Sie deren tragischen Tod als Gottes modernes Exempel verkaufen dürfen, um für ihre Schund-Literatur Werbung zu machen – sie spucken auf das Ansehen der verstorbenen Menschen – schämen Sie sich!
Damit wir mal eines klarstellen: Ihr Gott ist nicht MEIN GOTT! Aber ich mache einen versöhnlichen Vorschlag: Bald wird es sicher eine Trauerfeier für die verstorbenen Besucher der Love-Parade geben – halten Sie dort doch einfach die Trauerrede und erklären den Angehörigen der Toten, warum ihre Lieben sterben mussten. Ansonsten behalten Sie ihre ekelhaften Phrasen in Zukunft bitte für sich. Ihr Geschwätz braucht keiner.

Auch wenn ich von den Verstorbenen niemanden
kenne, macht mich dieser Vorfall in Duisburg verdammt traurig …
R.I.P.

Update: Der Stern war wohl ähnlich schockiert wie ich. Wer gerade zu wenig Aggressionen in sich trägt, kann diese mit der Lektüre dieser Stellungnahme von Frau Hermann mit Sicherheit wieder aufstocken.

Und ganz nebenbei: Wie verhalten sich eigentlich die Verantwortlichen dieses Unglücks? Keiner ist schuld, aber die anderen warn’s. Für diese professionelle Mentalität des “sich aus dem Staub machens” hasse ich Deutschlands Politik und Behörden. “Ich war’s ja nicht, meine Unterschrift steht da nicht drunter. Ich habe doch nach den Vorschriften gehandelt.
Es ist alles so tragisch, aber hey, ich war’s nicht.” Kann mir einer sagen, wie man in ein solches Land Vertrauen haben soll?



Ihr seid ja so trendy!

18 04 2009

Ashton Kutcher und Demi Moore, woah, die sind echt die Coolsten. Er hat den Längsten und sie war mal mit Bruce Willis verheiratet – diese Attribute sind also schon genug, um ihre unglaublich qualifizierten und wichtigen Twitter-Statements bei jeder Möglichkeit dazu zu verwenden, die noch leeren Spalten der Online-Ausgaben jeglicher Nachrichtenmagazine zu füllen. Es interessiert mich einfach nicht, geht weg!
Ok – ich lese zuviel SternShortNews, aber was kann ich dafür wenn die an jeder Ecke im Netz verlinkt sind. Tiefer kann man nicht sinken, wenn man das als Nachrichten bezeichnet. Durch diesen Rotz mit userbestimmtem Content hat sich die Menschheit eine kernwaffenartige Bürde auf die Schultern gebunden, und zwar mit Panzerklebeband. Die bisher erlangte Medienkultur wird von “Medien” wie Twitter nach Golgatha hochgeschleppt. Oder wollen wir es mal lieber so bezeichnen: in den Abgrund gerissen.
Ich selbst habe solangsam verstanden, wie
nutzenentfremdet mehrwertlose Blogeinträge als Kommentare zu Nachrichtenseiten sind, es sei denn, der Nachrichtenbeitrag dient einer Sache als Aufhänger, die einem größeren Zweck dient. Einem wichtigen Gedanken über Leben und Tod beispielsweise, oder die Sinnlosigkeit eben solcher Nachrichtenbeiträge auf einschlägigen verdigitalisierten Printmedien.
Andauernd wird von Menschen berichtet, die von Computerspielen abhängig sein sollen. Dann wird plakatiert, wie diese emotional verarmten, potentiellen Mörder in neu gegründete Therapieeinrichtungen gesteckt werden, um sie aus dem “Cyyyyberspace” (muss man so aussprechen, damit es sich abgefahren anhört) zu lösen, und in die wirkliche Welt zurückzuholen. Da stellt sich mir ernsthaft die Frage, warum man für den ganzen Haufen an 30-jährigen Yuppies und Werbeagenturfuzzies, keine extra Anstalt baut. Oder ist das etwa nicht krank, wenn die ununterbrochen mit ihrem iPhone twittern, sich vom RSS feeden lassen, 24/7 per Instant Messenger mit den
anderen erkenntnisresistenten, dauerverbundenen Internetmenschen chatten, und sich schlussendlich auch noch von so einem kleinen Gerät in der Hosentasche daran erinnern lassen müssen, Milch einzukaufen? Würgeengel meiner Bandbreite – ihr verstopft das Internet!
Apple, Google, Microsoft, MySpace: Bitte, hier, ich schenke euch meine Nutzerdaten, mein Kaufverhalten, meine Krankenakte, mein Erbgut, meine Privatsphäre, meine Freunde, meine Familie, mein LEBEN … ich habe doch nichts mehr zu verlieren! STEINIGT MICH!
[Vorhang fällt, zack bumm]



T*BET!

16 03 2008

So eine Wut habe ich! So eine verdammte Wut auf diese scheiss Regierung! Die chinesische Regierung tötet eine Kultur, tötet Menschen, tötet freie Menschen und die Welt schaut zu – der Diplomatie wegen. Spiele des Friedens sollen die Olympischen Spiele sein. Haha! Hahahahahaha! Hat man aus Berlin ’36 denn nichts gelernt? Damals hat sich ein von Arschöchern regiertes Land auch von seiner “besten” Seite gezeigt, alle Kritiker in den Keller gesperrt und zur Tarnung ein paar Juden herrumlaufen lassen, damit auch ja nicht auffällt, dass man die eigentlich viel lieber als Brennholz verwenden würde, anstatt sie als Menschen zu behandeln.
‘Hui hui, ruhig mit den Pferden, dass kann man doch nicht vergleichen …’. So? Kann man das nicht? Wie werden das die Chinesen handhaben? Dürfen im Sommer dann auch ein paar als Mönche verkleidete chinesische Regierungsfunktionäre ins Stadion einlaufen?
Der Ferne Osten gebärt in den letzten Jahren ein
bizzarres und ekelhaftes Zwittermonster, ein Mischwesen, dass die Raffgier und Rücksichtslosigkeit des Kapitalismus mit der erzwungenen Solidarität und Unterdrückung des Sozialismus vereint. Ein Land ohne Gewissen. Ein Land das seine Bevölkerung als Baumaterial verwendet und auf den Baustellen für die Führenden und Reichen des Landes verheizt. Wenn man den Experten Glauben schenken kann, dann hat China in 3 Jahren den USA den ersten Rang in Sachen militärischer Ausrüstung abgelaufen, in Sachen Menschenrechtsverletzungen sind die Chinesen sowieso schon die blutige Nummer Eins. Ein stehendes Heer mit 7 Millionen Soldaten. Meint da ernsthaft noch jemand, dass Tibet dann noch eine Chance hat?
Lasst am 8. August den Fernseher aus. Ich werde ihn nicht einschalten.

Update:

Außerdem sei das IOC immer gegen Boykotte der Spiele gewesen und es sei nicht die Aufgabe des Komitees, die Menschenrechtssituation in Tibet zu verbessern.
via

Lächerlich. Einfach nur lächerlich. So kann man sich auch gut aus der Verantwortung stehlen. Es ist die Aufgabe JEDEN Menschens, wenn er die Möglichkeit dazu hat, sich dafür einzusetzen, dass es anderen Menschen besser geht. Die würden ihre dämlichen Leichtathletik-Spielchen wohl auch noch dann veranstalten, wenn vor dem Stadion friedlich demonstrierende tibetische Mönche erschossen werden.
Jaques Rogge, Präsident des Olympia-Affen-Komitees, bekommt von mir heute den Mittelfinger des Monats!



Nein, will ich nicht!

12 03 2008

Ihr verdammten Penner, ich will keine uk car insurance, keine student car insurance uk und auch keine beschissene house cleaning insurance – ich kann selber putzen! Warum lässt mein Spamfilter das Zeug eigentlich noch durch? Zwei Filter, ein Eingabefilter; was braucht man denn noch alles?
Wenn ich Computerkrimineller wäre, dann würde ich auch gerne Geld verdienen wollen, aber ich würde nie ein Mittel benutzen: Spam. Spam ist das hinterträchtigste, was das Netz bisher hervorgebracht hat. Das ist genauso hinterträchtig, wie die mittelalterliche Praxis die darin bestand, einer belagerten Burg Tierkadaver und die Köpfe der eigenen Männer über die Burgmauern zu katapultieren. Für Spammer fordere ich ein spezielles Bestrafungsprogramm: Human Anti-Spam Method, kurz HASM. Anstatt in den Strafanstalten irgendwelche Berufe zu erlernen, wie Schreiner oder Schlosser, die sie auf dem deutschen
Arbeitsmarkt nach ihrer Freilassung später sowieso nicht ausüben können, weil unsere Assi-Gesellschaft keine Knackis haben will, oder irgendwelche Schrauben einzusortieren und Bettwäsche zusammenzulegen, sollte man Häftlinge, die entsprechene Spam-Straftaten begangen haben, mit einem Computer ausstatten, mit dem er dann zugewiesene Blogs von unerwünschtem Spam und Werbebotschaften befreien muss.
Ich sag’s euch, die Spammer würden auf ihrem ehemaligen Segment nie wieder kriminell …



Naz-O-Meter

13 02 2008

In knapp zwei Monaten bin ich weg aus diesem Loch. Wahrscheinlich bin ich mittlerweile zu alt für den Scheiss. Dass die Schule ein Loch ist, diese Feststellung hat sich bei mir heute wieder bestätigt. Zwei Kurse der Oberstufe, mich eingeschlossen, hatten heute wie so alle anderen Schüler die Möglichkeit, über ein sogenanntes “Leitbild” der Schule zu diskutieren. Schlagworte: Selbstbewusstsein stärken, Sozial handeln, Toleranz, Respekt, Rücksicht uvm. Nachdem sich F. wie so oft erst mal Luft gemacht hatte und die ganze Sache dreist als Schwachsinn deklarierte, vom Lehrer dann aber zurechtgewiesen wurde, war es dann daran über die Einleitungssätze des Leitbildtextes abzustimmen. Was man da so mitbekommt, ist zum einen entweder erschreckend oder belustigend und lächerlich.

Einer der Vorschläge war von den bei der Erstellung beteiligten Geschichtslehrern sehr vehement angegriffen worden, da er die Redewendung “Lebensraum Schule” enthält.
Begründet wurde die Kritik damit, dass das Wort “Lebensraum” nazionalsozialistischem Vokabular entstammt.
Hallo? Geht’s noch? Ich meine, bei “Kraft durch Freude” oder “Volksgemeinschaft” hätte ich das ja noch verstanden, weil diese Begriffe sich explizit mit dem NS-Regime verbinden lassen, aber man kann doch nicht jegliches Wort stigmatisieren, dass in der nicht sehr gloreichen, dafür aber umso grausameren Periode vor über 60 Jahren von einem durchgeknallten Bartträger verwendet wurde, dann aus dem öffentlichen Vokabular streichen und als politisch unkorrekt bezeichnen.
Was wäre denn dann mit “Brezel”? Vielleicht hat Klein-Adi einmal bei einer seiner epilleptischen Retortenreden die Brezeln im Münchner Bräukeller gelobt und als durch und durch arisches Essen betitelt.

Nicht das man mir hier jetzt was anhängt. Damit eines klar ist: Nazis stinken. Und hetzende Möchtegern-Nazionalisten ebenfalls. (Der geneigte Leser weiß, welche “Politically-Incorrect”-Troglodyten
damit gemeint sind). Aber so wie das momentan bei uns abläuft, funktioniert die Sache einfach nicht. Welches Wort anstatt “Lebensraum” soll man denn sonst verwenden? Soll man es aus dem Sprachgebrauch komplett entfernen und es damit dem braunen Gesocks als Untergrund-Begriff überlassen? Manches geht einfach zu weit. Nun ja – getroffene Hunde bellen eben. Mir scheint es so, als wären wir Deutschen mittlerweile so übersensibel gegenüber diesem Thema, dass man gleich gandenlos alles was das schlechte Image begünstigt, radikal aus der Welt schaffen muss. So wie damals. Wie sagte einst nicht Heine?

Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.



Throw away your television!

4 02 2008

Auf das Fernsehen kann man viel schimpfen; auf den Verfall moralischer Werte, auf unkontrollierte Meinungsbildung, auf die Sinnleere in den Nachmittagsshows, auf den Qualitätsverlust vieler Prime-Time-Serien und auch auf der Informationsverlist der Nachrichtensendungen. Aber das ist nichts im Vergleich zu dem, was Fernsehen in unseren Köpfen anrichtet. Fernsehen betreibt psychologischen Mord.
Zu nahezu jeder Lebenssituation, zu jedem Problem, zu jeder Sorge, zu jeder Sache hat das Fernsehen irgendwann einmal etwas für uns in unserem Hirn abgespeichert. Es hat in uns festgelegt, was normal ist, hat Ängste aufgebaut und Hemmschwellen durchbrochen und tief in uns drinnen, ohne das wir es bemerkt haben, ganz unterbewusst und schleichend, unser Denken und unsere Seele umgeformt, neue Kanäle gelegt, Reize provoziert und Werte eingebrannt. Als Gehirnwäsche kann man es auch bezeichnen. Oder wie kann man es sonst nennen, wenn Menschen schätzungsweise
bis zu 10 Jahre ihres Lebens vor einem Bildschirm sitzen, der uns erzählt, was passiert, was gut ist, was schlecht ist, wer toll ist und wer ein Verlierer ist, wer sterben muss und wer leben muss, was wir kaufen sollen und wen wir hassen sollen, was normal ist und was nicht normal ist. Kollektive Verdummung trifft es besser.
Beginne selber zu denken! Diesen Satz sage ich anderen, aber auch mir selbst. Lest Bücher, lest Blogs, diskutiert mit anderen Menschen über eure Meinung und erweitert euren Horizont und lasst die Entscheidung über richtig und falsch nicht in der Hand von wenigen. Wer will schon eine Marionette sein?
“Throw away your television!”, das singen die Chili Peppers.
Trotzdem schaue ich hin und wieder Fernsehen und verrate somit eigentlich mich selbst.
Aber man darf dabei eines nicht vergessen: Beobachte ihn sorgsam, den Feind, und schlage zu, wenn es nötig ist …



Achtung, langsam fahren. Die Schule beginnt!

10 09 2007

Was soll man von mir heute anderes erwarten, als eine kritische Abhandlung der eigenen Lustlosigkeit am ersten Schultag. Da dachte ich mir, dass es etwas Gutes für sich hat, wenn die gammeligen Ferien endlich ein Ende haben. Aber nein – nach 5 Minuten Mathe heute morgen habe ich mich genauso gefühlt wie in der letzten Mathestunde vor den Ferien. Der gleiche nervige Mist, der gleiche Stoff und meine selbe Weichbirne, wie vor den Ferien. Alles dasselbe, meine selbe Unfähigkeit und Lustlosigkeit, die mich ein bisschen vermuten lässt, dass ich meinen Willen zu kämpfen ein kleines Stückchen verloren habe.
Ach, und Deutsch war da ja auch noch. Wie konnte ich nur vergessen in den 6 Wochen Ferien Schillers “Die Räuber” zu lesen? Wie konnte das denn nur passieren? Vielleicht trägt die gute Laune die Schuld, die ich mir nicht verderben wollte, wobei der gute Schiller da schon ein hervorragendes Werk auf die Beine gestellt hat. Wären da nur nicht die
vierstündigen Klausuren im kommenden Jahr, in welchen ich das Buch, entschuldigung, das Bühnenstück, in seine Einzelteile und Eingeweide zerlegen muss, bis zu dem Grenzpunkt, da die Folterung den Spaß an dem Kunstwerk aus Wort und Satz endgültig vernichtet hat.
Wenn ich eines überhaupt nicht leiden kann, dann ist das die Tatsache, dass einige meiner Mitschüler das Buch schon von vorne bis hinten durchexerziert haben und im Unterricht Wortmeldungen raushauen, die einen vermuten lassen, wir seien 2 Tage vor dem Deutsch-Abitur. Sie können ja nichts dafür, eher ist da meine fehlende Motivation der letzten Wochen schuld.
Dazu ist mir mein treuer alter Röhrenbildschirm der Krankheit verfallen. Die Symptome äußern sich in unerwarteter Bewusstlosigkeit.
Und wenn das so weiter geht, dann werde ich am Ende dieses Schuljahres auch bewusstlos auf dem Boden liegen …



Rundumschlag

27 07 2007

Manchmal frage ich mich schon, wie offensichtlich manch einer Prinzipien hegt, sie aber nicht pflegt – sprich: Es gibt Leute, die lügen, ohne das überhaupt von sich zu wissen. Sie lügen nicht hauptsächlich in Worten, obwohl sie da meist niemandem nachstehen, sondern eher in der Art, wie sie manche Dinge handhaben.
Da steht so zum Beispiel ein Auto in unserer Straße, ein Van, schon recht alt, ich entsinne mich an ihn schon seit frühester Kindheit.
Der “Atomkraft?-Nein-Danke!”-Aufkleber hat von seiner strahlenden Leuchtkraft schon einiges eingebüßt. Der Emissionsaustoß-Aufkleber vorne unten rechts an der Windschutzscheibe hingegen leuchtet kräftig rot auf Stufe 2! Ein 11 Jahre alter Golf III würde eine grüne Plakette auf Stufe 4 bekommen. Dieses grüne Polit-Streitgut bekommt sowieso jede alte Dreckschleuder; wie treibhausig muss diese Karre dann sein?
Jauuu, schaffen wir die Atomkraft ab und erzeugen Strom nur noch mit solchen alten
Schottmühlen, dann bekommen wir das schon
alles in den Griff. Der soziale Faktor darf dabei nicht vergessen werden: Ihr tut somit was für zugewanderte aus dem Amazonas-Gebiet, die sich nicht an das trocken-kühle mitteleuropäische Klima gewöhnen können. Solange ihr noch solche Autos fahrt, bleibt nämlich wenigstens das Wetter schön schwül und heiß. Und Regenfälle und Fluten lassen auch nicht zu wünschen übrig.

Da gibt es übrigens noch einige andere Dinge, über die ich mich gerade aufrege. Zum Beispiel die total beschissene Erreichbarkeit meines Webspace. Alle 2 Tage irgendein Ausfall, mal sind es die Datenbanken, mal wirklich alles. Dann flattern die Mails ins
Postfach: Dies passiert, das ist passiert … Es tut ihnen uns so sehr Leid – und vielen Dank, dass sie sich für uns entschieden haben!
Wenn E-Mails dieser Art in Gestalt von Staubsaugervertretern auftreten würden, sie hätte dieses arschkriecherische Lächeln eines frischverheirateten Vertreters mit beschem Anzug und
Mundgeruch.

Das momentane sportliche Geschehen lässt sich in einem sehr treffenden Zitat beschreiben.

“Die französische Übersetzung für »Offene Drogenszene« heisst: »Tour de France«.”
Gerhard Kocher

Desweiteren stelle ich dann auch noch eine thematisch ganz unpassende rosafarbene Frage: Muss man sich einsam fühlen um sich verlieben zu können?

Habe dann noch eine weiteren Appell an die Weltbevölkerung:

Entführt Terroristen!

Ob man dann beim Märtyer-Tod nachhilft, bleibt Geschmackssache. Wollen wir uns etwa auf deren Niveau herunterlassen und unsere Geiseln töten?

Werde die nächsten 10 Tage in der wunderschönen Natur nur mit Lagerfeuer, Stockbrot und Gott verbringen, fernab aller bösen Nachrichten. Diesen Ausfall schätze ich als nicht so gravierend ein, da ich sogar vermute, dass mein Hoster in der Zeit irgendwelche Wartungs-Drohungen aus diversen E-Mails
wahrmachen wird. Die Post-Frequenz ist zur Zeit sowieso unter aller Sau. Die Anzahl von Bindestrich-Wortneuschöpfungen steigt aber komischerweise ungemein an.
(Wer ist der König der schwachsinnigsten Wortneuschöpfungen? Ja, genau der!)

Wünsche allen solange warme, sonnige und vor allem fröhliche und glückliche Tage! ;)



Klingel Klingel!

19 07 2007

Während des Zweiten Weltkrieges gab es einen “Witz”. Wenn da jemand meinte, die Juden seien Schuld an allem Unglück in Deutschland, dann antwortete man darauf: “Und die Fahrrardfahrer!”
Damals funktionierte der Witz noch, weil es dann möglicherweise manchem verwaisten lieblosen SS-Obersturmbannführer klar wurde wie Kartoffelschnaps, dass der Kot in ihren neuralen Nervenbahnen nicht geschmeidiger wird, wenn man seinen Hass auf bestimmte Volksgruppen projeziert.
Der Lauf der Dinge hat im letzten halben Jahr die Pointe zerstört. In gewisser Weise sind Fahrradfahrer nämlich das typische Beispiel für den bösen Menschen. Halt – ich verbessere mich: Fahrradfahrer die gerne mal zuviel Hustensaft und Nasenspray schlucken.

Sie stochern alle alibimäßig Scheisshaufen. Alles voller Lügner. Gerade eben schworen sie noch ab, dann schaut man weg und schon wieder geht es los. Was ist ein besserer Werbeträger als ein gedoptes Rennrad-Team im
gleisenden Licht der skandalgeilen Öffentlichkeit? Da kann kein Ursus maritimus mithalten.
Wenn ich mal ehrlich bin: Sollen sie sich doch alle totdopen, bis sie alle totgedopt von ihren Fahrrädern fallen. Wie kann man nur so dreist und sein und Millionen von Menschen ins Gesicht lügen, fair und ordentlich seinen Sport ausüben zu wollen, wenn man sich nach dem Interview die nächste Spritze in den Körper ballert?
Fairness ist unmöglich weil es immer Querschläger geben wird. Deswegen brauchen wir auch Geld und Waffen, Banken und Tresore, Schlösser an den Türen und Alarmanlagen. Fahrradfahrer sind das Beste Beispiel dafür.

Meine Güte, das ist ja mal eine Leistung. Anti-Semitismus und gedopte Fahrradfahrer in einen Zusammenhang bringen.



Hmpf …

16 04 2007

Wie ich darauf warte, das eines Tages der, der mächtiger ist jeder Mensch und jedes Sein auf diesem erbärmlich zugerichteten Planeten, mit einer riesigen symbolischen Feuerwalze niederbrennt, so dass nur die Liebe, Freundlichkeit, der Glaube und die gesunde Vernunft sich dieser Welt erfreuen können.
Die letzten Tage haben mir mal wieder bestätigt, dass man in die Politik sowie in die breite Öffentlichkeit im In-und Ausland kein gesundes Vertrauen mehr setzen kann. Mit der Menschheit geht es weiter stetig bergab, weil eine nicht zu kleine Masse an Menschen große Verantwortung trägt, die sie nicht tragen sollte. Ein paar “kleine” Beispiele:
Zum einen ist das ein etwas radikaler baden-württembergischer Ministerpräsident, zum anderen ist es eine total verbrämte und überzogen reagierende Öffentlichkeit.
Oder ob es ein paar tausend Kilometer entfernt ein Arschloch an der Spitze eines riesigen Landes, dass in der Gemeinschaft der Welt behandelt wird, wie jeder andere verfassungsgemäß, anständig und menschlich regierte Staat, diese Würde jeodch um keinen Fetz verdient hat.
Was für ein Gewissen haben russische Polizisten eigentlich, wenn sie auf wehrlose Demonstranten einschlagen?
Da kommt mir echt der Mock hoch …