Sommerregen

7 06 2007

Bedrohliches Rumpeln kündigt an: Die Wolken verrücken ihre Möbel.
Sie machen dem Wind Platz. Soeben hat die Sonne das Bett noch in schüchternes Gelb getaucht, nun schwindet das Licht hinter den Wolken und die Tapeten wechseln mit dem Himmel die Farbe.
Es ist jedes verflixte mal das Selbe mit dem Sommer – er geht so schnell vorrüber, jedesmal schneller. Im schulischen Frühjahrsstress jagt man in Gedanken seinen Sommerträumen nach, einer unbeschwerten Zeit, die bald kommen wird. Dann fängt sie ganz unmerklich an und man verlebt unwiederbringbare Tage.
Warum kann ich nicht einfach in diesem Sommer steckenbleiben? Alles macht glücklich. Die Erlebnisse, die Freunde und Menschen die man kennenlernt, die Musik, das Essen, das Wetter, das Netz, der Kühlschrank, die Familie, die Menschen – das Leben.
Man ist das komplette Leben damit beschäftigt zu versuchen, das Leben und seine Erlebnisse festzuhalten, bis man sich auf dem Totenbett
wiederfindet.
Kann man zufrieden sterben? Ich denke nicht. Soviel wird sich bis zu meinem Tod nicht ändern. Wie sagte der alte Rentner doch, der unter uns wohnte: “Ich bin alt, kann mich kaum noch bewegen, aber trotzdem lebe ich doch noch gerne …”

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mehr!



Wieder da, immer noch happy

5 06 2007

In den letzten Tagen habe ich ich folgende Erfahrungen gemacht:

  • Duschen ist unnötig
  • Ohrstöpsel sind der Ohren Freund
  • Man soll Ravioli nicht kalt essen
  • Es soll Leute geben, die von sich behaupten, sie seien der “verf*ckte Weihnachtsmann”
  • Ich bin nicht der Einzige, der sich gerne daneben benimmt
  • Wenn man Bierfässer gut schüttelt und dann mit einem spitzen Gegenstand darauf einschlägt, dann kann man daraus eine hübsche Bierfontäne zaubern
  • Mit genügend Spiritus brennt alles
  • “Auf die Scheisse in meinem Bier!”
  • Saufen macht blöd

Kann nur jedem empfehlen, sich für Rock am Ring 2008 auch eine Karte rauszulassen.



Au revoir, T*lekom!

31 05 2007

Den Wartesong vom T-Com-Kundendienst kann ich jetzt auswendig. Dum da, pzk pzk, dumdada, pzk. Und am Ende: Dadadadia!
Genau dann, wenn was an der Telefonleitung nicht stimmt, dann müssen die Telekomer streiken. Danke, merci beaucoup!
Der Mensch in Abhängigkeit vom Internet – ohne Netz kriege ich Depressionen.

Doch das Schicksal meint es doch nicht so unbarmherzig mit mir – denn war das Wetter gestern noch suboptimal, so blinzelt heute schon die Sonne hinter den Wolken hervor. Die Temperaturen lassen zwar noch etwas zu wünschen übrig, aber so bleibt wenigstens das Bier kalt.
Bis Montag. =)



Raff’ dich doch …

28 05 2007

Kam noch keiner auf die Idee, einen Film zu drehen, in dem die Hauptperson im Rausch von Blogs, YouTube, MySpace-Accounts, Twitter, Amazon.de-Wishlists und Google ausrastet, so wie bei Falling Down?
Ich hätte eine tolle Szene im Kopf, in welcher der Charakter wutentbrannt sein Handy in den Fluss donnert, als ihn mal wieder eine SMS daran erinnert, dass er seit 24 Stunden keinen Satz mehr in Twitter geschrieben hat.
Ich sehe es kommen: In 50 Jahren ist die ganze Menschheit ein einziges neural vernetztes Wesen.

Raff dich und räum’ endlich dein Zimmer auf!



Meine Güte, bin ich blöd …

23 04 2007

Das kommt davon, wenn man sein Wordpess-Theme wechselt und dabei nicht darauf achtet, was man alles so konform und unkonform manuell in den Code reingebastelt hat.
Beim Kommentieren hatte ich im alten Theme das mehr oder weniger effektive Math Comment Spam Protection Plugin eingebaut, welches dem Abschicken eines Kommentars eine Rechenaufgabe voranstellte.
Beim Wechsel auf das neue Theme habe ich jedoch vergessen, das zugehörige Feld im Formual wieder einzubauen – es war aber noch aktiv.
So wurden eifrige Kommentarschreiber mit diesem Fehler abgespeist:
Fehler:Bitte drücke den Zurück-Button und gebe das richtige Ergebnis ein.
Ich entschuldige mich vielmals für die von mir durch nachlässigkeit gestiftete Verwirrung und bedanke mich bei href="http://nixblock.blogspot.com/" target="_blank">Nick, goron, thomas und htwo für die Hinweise per E-Mail.
Von so einem Feedback kann man als Blogger nur träumen, also nochmals Danke an euch, für eure rettenden Hinweise. :)

Die Welt wäre um einiges einfach, wenn man nicht versuchen würde Dinge zu verstehen, die später keinen interessieren.
Sven S., mit total motiviertem Gesichtszug in der Physikstunde



Vampirwaise mit Saugrüssel

8 04 2007

Es soll ja manchmal auch vorkommen, dass so einer wie den Staubsauger hervorholt und Staubschichten und Locherkonfetti von 2004 aus der Dunkelheit unter gewissen Möbelstücken errettet. Das Amüsante bei der Sache ist jedoch der Name unserer Staubsauger-Modells. Gute alte AEG-Qualität, den Schuppen gibts ja seit letzten Monat nicht mehr. Modellname: Vampyr. Muaaahh! Transilvanien lässt grüßen, haben die ihre Produktion jetzt also auch in die Karpaten verlegt … Sauerei!
Das Design wird von einem glänzenden Plastikschwarz dominiert und hat diese geile “Kabelaufroll-Funktion”. Deswegen finde ich dieses Gerät so super. Es macht jedes Mal erneut Spaß, auf den Knopf zu drücken, was bewirkt, dass das Kabel ohne jegliche Energie aus der Dose in den Kabelschacht zurückgezogen wird.
Auf der AEG-Website lässt sich nichts mehr anklicken. Alles tot.
Wie soll ich das nur dem kleinen
Staubsaugerlein erklären?



18

28 03 2007

Vorher 27. März, kurz vor 9 Uhr abends:
Ich bin gerade glücklich zu arbeiten. Diese Drecksformel und Gleichungen machen mir Spaß. Schönes Gefühl. Hoffentlich bleibt das so.
Morgen bin ich dann also 18. Ein vollends eigenständiger Mensch in dieser rüden Gesellschaft, voller offener Türen und solchen Türen, die nur so aussehen, als wären sie geöffnet.
Freier kann man in dieser Welt wohl nicht sein. Als “Kind” bevormundet von den Eltern, und immer mit dem Gewissen, dass jede Entscheidung theoretisch nicht bei mir liegt. Wenn man dann endlich 18 ist, dann scheint man zu den freiesten Menschen der Welt zu gehören. Denn dazu kommt noch, dass ich in ein Land hineingeboren bin, in welchem man sich aufführen kann wie der letzte Idiot. Ein Land, in welchem man Meinungsfreiheit als Privileg hat, Wohlstand ohne Ende, und ein Land wo eine Freiheitsstrafe von 5 mal lebenslänglich bedeutet, dass ich nach 24
Jahren wieder auf freiem Fuß bin und ordentlich auf den Putz hauen kann. Was will man mehr?
3 Stunden noch. Und dann wird sich die Uhr nicht mehr zurückdrehen lassen.
Im Spiel Leben habe ich dann eines von 4 Leveln geschafft. Kindheit. Erwachsen. Alt. Tot. Endgegner gibt es glaube ich keinen, mit dem hadert man das ganze Spiel über.
In der Highscoreliste bin ich nicht.

Nachher 28. März, kurz nach 14 Uhr:
Viele, viele nette Menschen, haben mich heute überrascht. Mit Kuchen, Sekt und lieben Glückwünschen. Ich bin happy, wenn man an mich denkt. Wenn man den ganzen Tag noch mit dem Zurück-Knopf wieder nach vorne spulen könnte, dann wäre es perfekt.
Was man an diesem Tag so an Gesprächen führt … Nein, ich glaube ich fühle mich nicht anders. Nur weiß ich jetzt, dass ich nie mehr Kind sein werde. Schade.
Was das Leben wohl bringen mag, soll es nur kommen … :)



System

23 03 2007

Die Welt macht mal wieder nichts. Sie ist nur da. Jeden Morgen, wenn ich aus dem Dachfenster schaue, sieht alles gleich aus. Die Leute rennen in den Supermarkt gegenüber unserer Wohnung und dann wieder heraus. Sie sehen aus der Ferne alle so gleich aus. Alle ohne Gesicht. Wie ein System läuft alles an einem Bindfaden. String Theory. Unfassbarkeit. Unabänderlich. Mein Schreibtisch ändert sich nicht, nur die Radiergummikrümel wandern umher, und die beschripselten Zettel der Klausurenvorbereitungen. Zwischendrin ein paar verknickte Konzepte von Gedichten.

Seit Monaten läuft alles so gleich, was mich einerseits nervt, aber mit andererseits auch fehlen würde, wenn ich es nicht hätte. Meine Umwelt zeichnet ihr Bild in mein Hirn. Ich beschreibe täglich diese Bilder in meinen Gedanken und schreibe sie dahin für die anderen Menschen. Meine Leidensgenossen.
Ich könnte mich stündlich über alles auslassen. Faschisten, andere Hassverbreiter, faule Punks, egoistische Rentner, Emos, die Polizei, die Politik, HipHop, Armut und Hunger – über mich selbst. Was hat man davon, sich dauernd über alles aufzuregen. Lieber helfen und unterstützen. Dann wird einem bewusst, dass dies die selben Menschen sind wie du.
Alle scheint seinen Sinn zu haben. Oder auch nicht.
Das scheint das Tolle an unserer Welt zu sein: Es gibt Dinge die kann man einfach nicht wahrnehmen und aufschreiben, sie ändern sich
sekündlich, sie ändern sich sogar noch schneller; so schnell, dass man ihr veränderndes Fließen, Fliegen, Zersetzen und Zusammenfinden nicht wahrnehmen kann. Aus Sandbergen werden Häuser, aus Gedanken werden Schicksale.
Oder Blogeinträge.



Slainte!

16 03 2007

Tja, morgen ist es soweit: St. Patrick’s Day!
Es ist ein Vorurteil, die Iren würden dieses Fest nur feieren, um sich maßlos zu betrinken.
Schaut man dieser Tage nach Irland, dann sind das die fröhlichen Iren, die die Missionierung Irlands vor ungefähr 1600 Jahren begießen, und keine betrunkenen Iren. Als Ire kann man nicht betrunken sein, ganz einfach ist das.
Gut, die Iren sind ein lautes Volk, aber das lässt sie doch nicht weniger sympathisch erscheinen. Wenn ich die Chance hätte, an einem anderen Ort der Welt geboren zu werden, dann würde Irland ziemlich weit oben stehen. Hungersnöte hatten sie ja früher und die IRA schieß auch nicht mehr allzu scharf. Auch wenn pures Guiness nicht so lecker grauslig schmeckt, gefallen mir Irische Bars wirklich ausgesprochen gut.
Strongbow Cider,
Snakebite … hmmmm
Ihr wisst wo ihr mich heute Abend findet! :D



Überschriftslos

14 03 2007

Immer wieder die gleichen Wörter, die an die Türe klopfen. Immer die gleichen Metaphern die sich ins Sichtfeld schieben.
Die Notizbuchseiten bleiben weiß, von den blauen Linien abgesehen. Alter Text, der nicht mehr berührt, sehr schade.

Schreiblockaden sind überschriftlos. Wäre es sinnvoll, einem Beitrag, der davon handelt, dass einem temporär die Ideen ausgehen, eine aussagekräftige Schlagzeile zu geben? Ist es überhaupt sinnvoll, Tastaturanschläge für so etwas aufzuwenden?

Ich bedauere es, wenn ich meine Gedanken nicht auf den Punkt bringen kann wie ich das will.
Die Sonne lacht vom Himmel, die Tage werden immer länger und die Texte werden immer kürzer.