IT-Nazis

13 10 2009

Nachdem ein alter Herr im Vorstand der Bundesbank durch Nazi-Rhetorik sein Ansehen weiter in Richtung Mariannengraben befördert hat, werden anscheinend Degradierungsmaßnahmen gegen ihn unternommen. So schreibt die Zeit:

Sarrazin soll zum IT-Chef degradiert werden und seine Zuständigkeiten für Bargeld und Risiko-Controlling verlieren.

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Die sind wohl der Ansicht, für den Job könnte man jeden Affen auf den Baum setzen. Das heisst also, ich muss nur eine Nazi-Bemerkung bringen und ich werde zum IT-Chef der Bundesbank ernannt – zum Tastatur-Nazi? Hmm, also wenn ich da nicht meine Prinzipien hätte …



Liebesparade

21 07 2008

Die angewidert schauende blonde hallo-Deutschland-Moderatorin quittiert den eben gelaufenen Beitrag zu Alkohol-und Drogenopfern auf der Loveparade mit dem Pathos einer verärgerten Geschichtslehrerin mit den Worten: “Na, das ist nicht meine Veranstaltung …”, und spricht damit der vernünftig gewordenen Mittagszielgruppe der ARD aus dem Herzen – verbitterten Rentnern, verwitweten Millionenerbinnen und verbohrten Spießbürgern.
Und wen interessiert diese scharf formulierte Feststellung, der smarten hallo-Deutschland-Moderatorin?



Ehrenbürger

22 04 2008

Es ist mal wieder soweit. Ich reihe mich in die Riege vieler anderer Trolle ein, die ihren Senf zur Mainstream-Politik abgeben.

Hiermit ernenne ich den Dalai Lama und den chinesischen “Dissidenten” (ich würde ihn eher einen mutigen Mann nennen) Hu Jia, zu Ehrenbürgern von “Gedanken im Glas”.
Ich hoffe inständig, dass dies die Außenbeziehungen dieses Blogs zu China schwer beschädigt und das sich das chinesische Volk dadurch provoziert fühlt. Schließlich habe ich mich mit diesem Schritt ja durchaus in die “inneren Angelegenheiten” der Chinesen eingemischt.

Ja, aber ja – ich weiß dass solche Kritik oberflächlich und auch überhaupt nicht speziell expertenmäßig und neu ist. Und diplomatisch bin ich auch nicht. Aber genau deswegen heisse ich auch nicht Rice oder Steinmeier. Jedoch muss man zugeben, dass trotzdem ein gewisser Wahrheitsgehalt nicht zu leugnen ist.
Sollen sich die Teflongesichter ruhig vor Ärger in den Arsch
beissen! Mit ihrer Reaktion haben sie ihre weltpolitische Feinfühligkeit und fehlende Toleranz wiederholt glanzvoll im Licht der aufgehenden Sonne präsentiert.
Sie haben immer recht. Nur die bösen Europäer, Amerikaner und was sonst noch so haust auf diesem Ei der Schöpfung; alle die tragen die Schuld an der Misere und können sich nicht in Respekt üben, aber nach dem Fahnenmasten im eigenen Auge hält dort mehrheitlich keiner Ausschau. Dieses Land schaut auf den Rest der Welt hinab, zumindest bekomme ich durch die momentanen Ereignisse diesen schrecklichen Eindruck.

Doch es wird weitergeschleimt. Es wird weiter über den Fluss gewunken und das Taschentuch geschwenkt anstatt Brücken zu bauen, auf denen man sich trifft um miteinander zu sprechen und sich Zugeständnisse zu machen. Fragt man sich nur wie man das anstellen will, wenn der eine Gesprächspartner sowieso immer Recht hat und eigentlich gar nicht wirklich zuhört, außer das Gesagte wird als Kränkung aufgefasst und dient zur
Festigung und Selbstrechtfertigung der eigenen Position vor dem eigenen Volk.
In diesem medienpräsenten Teil der Olympia-China-Fackel-Boykott-Tibet-Dalai-Lama-Diskussion sind nur stinkende Kobolde unterwegs, die alle schön ihren Mund halten, weil sie alle, mal ganz obszön formuliert, ihren Arsch dick in China hängen haben.

Kann mir mal einer sagen was denn bitte damit erreicht werden soll, vor einer französischen Supermarktkette zu demonstrieren, wenn das Land nur mit einzelnen Franzosen nicht klar kommt?
Ich finde Microsoft auch nicht toll – demonstriere ich deshalb im Media Markt? Nun ja, es sei den Chinesen verziehen. Im Demonstrieren haben sie nicht viel Übung. Das wird in China nämlich zumeist mit “Vom-Panzer-überrollt-werden” bestraft.

Peking spricht von einer „Provokation“ – der gesunde Mensch spricht von einem Bekenntnis
zur Wahrheit.