Pädagogische BÄÄM-Methode

29 09 2006

Solche Methoden sind echt der Knüller. Beeindruckend ist vor allem die Ruhe und Unscheinbarkeit des Aufbaus des Wutanfalls.
Was sag ich da dazu? BÄÄÄM!



Die Liebenden

27 09 2006

Sie saßen beide so glücklich da. Sie hatten sich nichts zu sagen, weil sie so fröhlich zusammen waren, dass jedes Wort überflüssig war, und allein der Blick in den Sternenhimmel alle Fragen beantworten konnte, welche den beiden Liebenden zu diesem Zeitpunkt auf dem Herzen brennen hätten können.
Er strich über ihre Haare und sie küsste seine Wange. Sie hätten sich stundenlang in die Augen schauen können, wäre ihr Leben so weiterverlaufen, wie es das jetzt tat.
Aber es sollte nie so schön bleiben, wie es eigentlich sein sollte. Der Weg zum ewigen Glück blieb ihnen versperrt und aus den Augen ihrer tropften kleine Tränen auf ihr weißes Abendkleid.
Ihre Tränen waren so klein, weil sie nicht mehr weinen konnte, so oft sie in den letzten Tagen geweint hatte.

Am nächsten Tage um diese Zeit würde sie allein und einsam wieder an diesem Ort sitzen und den gleichen Mond anschauen, wie er es tun würde, weit, weit, weit weg.

nVielleicht würde er nie zurückkehren.

Denn der Krieg ist gnadenlos und verschont niemanden – auch nicht die Guten.
Denn im Krieg gibt es keine Guten.



Dämmerung

26 09 2006

Am frühen Abend wenn die Dämmerung uns erreicht,
dann fühlen sich Gefühle an, wie Schmerz, der leise in uns schleicht.

Habe Angst, dass mein liebes Glück im Rauche mir versengt,
da die Zeit das ist was jeden von uns verbrennt.

So verfolgen diese Wünsche mich wie Teufel in meinen Träumen wie besessen,
kratzend an meiner Seele, kämpfe bis zum tiefen Schlaf, um im Wahn sie zu vergessen.

Doch wenn ich endlich wache und tauben Herzens in den leeren Himmel blickend,
unverhofft und bevor im Rauche ich wäre fast ersticket,
mein berstend Herz will entleeren dieser bösen Wesen,
sind sie fort, wie Geister, die nie wirklich dagewesen.



Verschiedene Feststellungen

25 09 2006

“Ein Mensch der keine Liebe bekommt, stirbt. Die Einsamkeit ist ein Mörder.”
The Lunatic

Wenn das Verlangen nach Flüssigkeit und Nahrung kein Instinkt wäre, sondern eine Sache der Intelligenz, dann wären wohl schon einige Schwachköpfe krepiert. Damit meine ich mit Intelligenz einfach nur gesunden Menschenverstand.
Ich sehe normalerweise nicht auf andere Menschen herab, aber manchmal denke ich mir bei bestimmten Geschöpfen: “Verdammt, das einzige was ich mit dem gemeinsam hab, das ist ein Überlebensinstinkt. Sonst nichts.”

Habe dieses Wochenende eine neue Subkultur hautnah kennengelernt: Oi!-Skinheads. Sie sind übrigens nicht zu verwechseln mit Nazis.
Die haben nämlich den Skinhead-Look geklaut und ihn für ihre faschistischen Ideologien missbraucht.
Nun ja, ich kann nach meinen ersten Beobachtungen nur feststellen, dass die Kerls ganz sympathisch sind, aber während Konzerten werden sie zu unberechenbaren Gestalten die sich beim Moshen und Bier herumspritzen gegen die Bühnenkante pfeffern.
Da bleib ich doch lieber in der 4. Reihe und tanz ruhig vor mich hin. :P

Es ließ sich trotzdem nicht verhindern, dass ich in dem stickigen und heißen Konzertraum mit einem Schwall Bier abgekühlt worden bin. :>

Ansonsten lässt sich nur noch sagen: Feuer, Feuer, Feuer auf Babylon .. ! … Jah, lass Sodom und Gomora brennen! :)

Liedtipp: O.C. Supertones – Welcome Home

Audio clip: Adobe Flash Player (version 9 or above) is required to play this audio clip. Download the latest version here. You also need to have JavaScript enabled in your browser.

mehr?

r
(Das war wohl vorerst mal das letzte Reinhör-Musikstück, die Dinger jedes Mal zu machen is mir zu stressig … :P )



Gedankenfetzen IV

22 09 2006

“Man kann seine Ziele und Wünsche noch so genau formulieren, am Ende sind sie nur der Weg zu einem – dem Glück.”

Ich sehe Gespenster und Gefahr wo nichts ist. Nie hätte ich gedacht, dass ich mal so werde. Komischerweise übersehe oder verdränge ich die wirklich sichtbaren Gefahren und Stolperfallen die mir das Leben stellt …

Der heutige Liedtipp: Eine weitere Alternative für die musikalische Untermalung meiner Beerdigung.
In unserer Zeiten muss man sich schon früh um später kümmern. Wieso nicht auch die eigene Beerdigung?
Meine werde ich durchplanen bis zum bitteren Ende, vorrausgesetzt ich komme dazu. Sie wird so melancholisch werden, dass alle mit dem Salz ihrer Tränen ihre Suppe würzen werden können, die es dann beim Leichenschmaus geben wird.

Meine Geltungssucht wird sogar soweit gehen, dass die Blumensträuße und Kränze aus den letzten
Winkeln der Erde angeliefert werden müssen.
Nur ob Einäscherung oder normales Begräbnis – da schwanke ich noch.
Aber ich habe ja noch Zeit mir das zu überlegen …

Liedtipp: Oasis – Stand By Me

Audio clip: Adobe Flash Player (version 9 or above) is required to play this audio clip. Download the latest version here. You also need to have JavaScript enabled in your browser.

mehr?



Im Supermarkt

18 09 2006

Schlendernd bewege ich mich durch die Regale, im Hinterkopf säuselige Musik, die mich zum Kaufen der Artikel animieren soll. Ich laufe durch die Gemüse- und Obstabteilung, vorbei an den Salatköpfen. So stehe ich ganz alleine inmitten von lauter sterbender Pflanzen. Damit das Angebot größer wirkt als es ist, sind schräg über den Regalen Spiegel angebracht.

Es geht weiter vorbei an Gewürzen, soviele verschiedene Dosen und Gerüche. Am Kühlregal vorbei blicke ich auf die in Plastik verpackten Lebensmittel. Immer in kleinen Portionen, Fleisch, Wurst, Käse. Totes Material, dass kühl gehalten werden muss, um kein Leben zu entwickeln. Der Fetakäse dümpelt in seinem Glas umgeben von einer öligen, unerkennbaren Flüssigkeit.
Die kleinen Wurstverpackungen wirken so absurd. Ein Tier verpackt in 100 kleinen Plastiktütchen. Jeder kann was kaufen.
Das ist deine Bestimmung an diesem Ort – KAUFEN !!

Für 100 Gramm Schokolade in der
Süßigkeitenabteilung gibt es mindestens eine Verpackungsfläche von einem Quadratmeter. Jedes kleine Stückchen Schokolade verpackt in Plastikfolie. Alles mundgerecht für den faulen Menschen hergerichtet, damit man nur noch den Mund aufmachen muss.
Die Verpackungen sind gespickt mit Lügen, die einzig wahren Aussagen findet man bei den Nährwertangaben.

Der Supermarkt ist so leer. Zwischen den Regalen ist genau soviel Leben zu finden, wie in den Regalen. Keines.
Wozu bin ich eigentlich hier?
Ich schnappe mir eine Flasche Fruchtsaft und haste zu Kasse. Das Scheppern der Kassenschublade, das Piepen der Barcodeleser, das Abreißen des Kassenzettels, alles so vertraute Geräusche.

Ich stehe wieder auf dem Parkplatz und habe den Konsum vorerst hinter mir gelassen.
Wahrscheinlich nicht für lange …



Leere Blicke und Resignation

17 09 2006

Er saß da und dachte nach. Über sein bisheriges Leben, über seine Mitmenschen, über die Welt und den ganzen Sinn.

“Die Welt interessiert sich doch kein Stück für dich. Das Meiste an Interesse an dir ist nur Einbildung. Was gerade eben noch die Herzen aller Menschen erreicht hat, erreicht einen Moment später nicht einmal mehr ihre Ohren.
Vielleicht kann man es auch für eine einzige große Party halten, doch letztendlich tanzt jeder allein.
Das Leben ist eine Droge. Und wenn man von ihr abhängig ist, dann kann sie mit dir machen was sie will.
Viele haben schon aufgegeben, nach etwas Höherem zu streben und haben sich ihrer Sucht hingegeben …”

Beim Formen dieser Wörter in seinem Kopf, fühlte er sich so stark an sich erinnert, dass er ab diesem Tag kein Wort mehr sprach und sich wünschte, er wäre ein unwissendes, naives Kind geblieben, dass einfach nur seinen Lebensweg entlang schlenderte.

Dabei
hätte er noch so viel zu sagen gehabt …



Go ahead!

17 09 2006

So, vorbei, leider und endlich. Das waren die vorletzten Sommerferien meines Lebens. Vorbeigerast wie ein ICE am Provinzbahnhof. Geprägt von schlechtem Wetter und teilweise auch Langeweile.
Aber ich weiß jetzt schon: Nach 5 Minuten Unterricht am Montag, werde ich wieder automatisch in die alten Muster zurückverfallen und mir spätestens beim ersten Klingeln wünschen, wieder Ferien zu haben.

Wie kann man das resümieren, ohne oberflächlich zu wirken?
Danach ist man immer schlauer. Don’t Panic! Everything is good …

Liedtipp: Millencolin – Devil Me

Audio clip: Adobe Flash Player (version 9 or above) is required to play this audio clip. Download the latest version here. You also need to have JavaScript enabled in your browser.

mehr?



Tausendster Spamcomment!

13 09 2006

Spammcomment Nr. 1000

TADAAAA!! :)
Wie lange habe ich darauf nur gewartet. 1000 Spamcomments in meinem Blog seit genau 5 Monaten und einem Tag. (Wenn es nicht weniger war, ich habe das Plugin glaube sogar erst später aktiviert.)
Ich habe mich entschlossen, trotz der Feier des Tages, den Eintrag nicht zu veröffentlichen.
Ich sage nur soviel: Es geht anscheinend um kostenlose indische P*rnofilme. Und jetzt ratet mal was für ne Spammail angegeben ist … Haha, GoogleMail! Die haben’s einfach nicht im Griff!

Naja, was soll man schon machen.

Liedtipp: The Who – Baba O’Reiley (CSI NY Theme)

Audio clip: Adobe Flash Player (version 9 or above) is required to play this audio clip. Download the latest version here. You also need to have JavaScript enabled in your browser.

mehr?



Herz aus Stein oder auch: Stein in Herzform

9 09 2006

Das Tapsen seiner kleinen Füße auf dem nassen Asphalt war nicht zu überhören. Es vermischte sich mit dem leisen Klacken der modischen Herrenschuhe, die zügig und zielgerichtet über den Asphalt gingen.
Der Mann der zu diesen Schuhen gehörte hatte es eilig. Viele Menschen haben es eilig, aber die Meisten haben einen guten Grund dazu. Sein Grund war jedoch einfach nur Feigheit.
Seine Ohren waren nicht etwa mit Watte verstopft. Es war sein Herz. Ein Stein auf dem Meeresgrund könnte nicht kälter sein, wie das Herz dieses gepflegten jungen Mannes, dessen edler Herrenanzug passte wie angegossen.

Der kleine Junge, zu welchem die tapsigen Füße gehörten, lief dem Mann immer noch hinterher.
“Bitte …”
Taubheit.
“Meine Mutter hat doch kein Geld.”
Er will nicht zuhören.
“Sie will die Schulden doch zurückzahlen, lassen sie uns doch in unserer Wohung bleiben, bitte!”
Er will weg von hier, wirklich eine schlechte Gegend,
wenn er so überlegte.

Endlich war er an seinem Auto angelangt. Beim Wegfahren glitt die Hand des jungen von der schwarzen Motorhaube und er blieb einsam am Straßenrand stehen. Die Sonne verschwand schon langsam hinter dem Horizont.

Derweil fuhr der Herr in seinem Wagen an den letzten Wohnblocks dieses Viertels vorbei, die wie kahle Bauklötze – Wohnmaschinen – in den schwarzvioletten Sternenhimmel ragten, in Richtung des hellerleuchteten Einkaufsviertel der Stadt.

“Mann muss einfach konsequent sein”, dachte er. “Arme Kinder, die hier aufwachsen müssen …”