Hällöwihn

31 10 2006

Ich muss natürlich auch mit der fetten Masse schwimmen, dem Ölauge auf der Suppe, das fast den kompletten Teller bedeckt.
Heute Abend werde ich mich bei bösen Horrorfilmen gruseln.

“Hey, wir müssen sie suchen, ihnen ist vielleicht was passiert, aber wir müssen uns trennen, du gehst da lang!”
“Man, du Idiot, das sagen die Charaktere immer als letztes in einem Horrorstreifen bevor sie sterben!”
BUUUH! Nicht erschreckt? Schade …
Hab mich beim Schreiben schon fast selbst geruselt. *grins*

Aber um mich selbst und viele andere noch neidisch zu machen, muss ich mal auf meinen Kumpel Johannes aka “Josse” hinweisen, der gerade an sonnigen Breitengraden chillt, nämlich in Costa Rica.
Das macht mich neidisch!

Die Bilder in der ganzen Gallerie sind echt sehenswert und bringen etwas tropisches
Feeling ins Wohnzimmer, während es draußen auf deutschen Straßen eisig kalt wird.

Hörenswert: The Beach Boys – Get Around



Einsamkeit

30 10 2006
Einsamkeit ist eine Massenvernichtungswaffe im Kalten Krieg der Gefühle.
Bildlicher Transfer des menschlichen Egoismus auf komplizierte Gefühlswelten

“Binde dich nicht”, sprach der weise Lehrer zu seinem Schüler. “Liebe und Hass nehmen dir die Kontrolle über dich selbst.” Verwirrt beobachtete dieser die kleinen Schäfchenwolken die am Sommerhimmel vorbeizogen.

“Warum, Meister? Warum darf ich nicht lieben? Den Hass verstehe ich, den wil ich nicht fühlen, aber was ist gegen Liebe einzuwenden?”

Der Meister blickte ihm tief in die Augen. “Mein Sohn, wenn du niemals hassen willst, dann darfst du auch niemals lieben, denn auf Liebe folgt die Verzweiflung und darauf die Trauer. Und wenn die Trauer sich ihr Loch gegraben hat, dann setzt sich dort hinein der Hass. Und dieser bleibt dort eine lange Zeit …” Der Schüler schien
zu verstehen – oder auch nicht.

All diese Warnungen sollten nicht verhindern können, dass er eines Tages sein Herz in die Hand einer Liebe legen würde.

Disturbed – Stricken

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Helden

28 10 2006

Jeder will ein Held sein, doch ob man ein wahrer Held ist erkennt man erst dann, wenn den Meisten die Bürde so schwer wiegt, dass sie gar keine Helden mehr sein wollen.
Meine Meinung

Der Soldat schenkt dem kleinen jungen eine Tafel Schokolade.
Der kleine Junge tat nur, was man ihm aufgetragen hatte.
Der Soldat blickte dem Junge freundlich in die Augen.

Die Kraft des Sprengsatzes trennte ihm beide Arme ab, riss ein Loch in seinen stolzen Bauch und ließ seinen gütigen Blick einfrieren, den er zu Hause auch immer seinem Sohn geschenkt hatte.
Nun sind sie beide tot – der Soldat und der Junge.

Im Fernsehen werden es dann wieder die Terroristen sein, oder die folternden Soldaten, welche verbal von der Propagandamaschinerie verurteilt werden, die selbst nicht mal bemerkt was sie anrichtet.

Die Nachrichten helfen keinem der beiden.



Dazu sag ich …

28 10 2006

Ist mir so eingefallen. Gefällt mir irgendwie.
Es lebe die Spaßgesellschaft!



Meine Güte, sind DIE nett …

28 10 2006

Zur Veröffentlichung des Mozilla Firefox 2 gratulierte das Entwicklerteam des Internet Explorers mit einer Torte.
Ändert nichts daran, dass der IE trotzdem den beschissenste Browser in unserem Quadranten darstellt.



Schizophrenie und Snickers

26 10 2006

Es gibt sie nicht mehr.
Die Bilder in deinem Kopf sind Vergangenheit.
Du hast recht.

Finde dich damit ab!
Hab ich schon!

So ist’s brav …

Wir hassen Erinnerungen.
Ich auch …

Snickers



Freundschaft, die Ballade

25 10 2006

Habe ein Lied gefunden, dass von der Melodie her irgendwie voll auf mein Leben passt – vom Text her eigentlich an keiner Stelle, weil ich nämlich im Gegensatz zu dem Kerl in dem Lied gute Freunde habe auf die ich mich verlassen kann. :)

Wäre vielleicht mal passend mich an meiner Stelle bei allen diesen Menschen für ihre Freundschaft zu bedanken.
Wer alles damit angesprochen ist, spürt das schon selber. ;)

Liedtipp: Millencolin – The Ballad

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mehr?



Verbranntes Leben

23 10 2006

Als er seine Augen öffnete blickte er in den blauen Himmel. Eine Baumkrone ragte in sein Blickfeld. Er konnte kaum etwas hören, nur ein leisen Rauschen und Zwitschern. Alles klang dumpf, wie Gespräche im Nachbarzimmer. Er versuchte sich aufzusetzen. Es ging und er verspürte Schmerzen. Sowie er an sich herabblickte, sah er seine angesengte, doch größtenteils schwarze, verkohlte Uniform. Die klaffende Platzwunde an seinem Kopf war schon eingetrocknet und war verklebt mit Schmutz und Asche. Sein Atem rasselte, doch das konnte er nicht hören. Er war nun fast taub.
“Das würde sich geben, würde man ihm mit Sicherheit im Lazarett sagen”, dachte er während er auf einen Helm blickte der neben ihm auf dem Boden lag. Die Aufschrift: “Born 2 Kill”.

Er war in einem flachen Krater, umringt von Dreck, Blut und Uniformen mit Menschen darin.
Der Luftangriff war daneben gegangen. Man hatte letzte Nacht auf ihre eigene Position gefeuert. Es war
jetzt früher Morgen und er wunderte sich, wieso er überhaupt noch lebte.
Er stand auf und spürte den Schmerz der vielen Prellungen und Verbrennungen.

Komischerweise war er aus einem unerfindlichen Grund gut gelaunt und blickte auf den toten Vietcong, dessen dunkle und leere Augen, wie die eines übergroßen, toten Käfers, einen Baumstumpf anstarrten, das Gesicht weiß von der Asche.
Die Menschen um ihn herum waren entweder verbrannt oder erschossen worden.
Ein kleiner Bach plätscherte an dem breiten Loch vorbei, welches die Splitterbomben zwischen die riesigen verkrüppelten Bäume gerissen hatten.

Langsam humpelte er im Kreis.
Vor ihm lag eine ramponierte Kalashnikov mit verbranntem Griff. Er hob sie auf. Sie war noch geladen und entsichert. Langsam erhob er die Waffe in die Luft und feuerte einen Schuss ab.
Nichts.
Nicht einmal Vögel flatterten aus dem Unterholz.
Die toten Vietcong und der alte Barnes aus seinem Zug, die ihre Gliedmassen teilweise verrenkt in die
Luft streckten oder mit dem Gesicht zu Boden lagen, rührten sich kein bisschen. Er schoss noch einmal.
Nichts.
Im Dauerfeuer entleerte er das Magazin in die Blätterkrone eines Baumes.
Immer noch nichts.

Er könnte hier tun was er wollte, es würde nichts passieren. Keine Konsequenzen, keine Ergebnisse. Er fühlte sich in diesem Moment unsterblich.

“Die Welt hasst dich. Sie ist nur so höflich es dir nicht ins Gesicht zu sagen. “, dachte er sich und blinzelte.
Er setzte sich auf einen kleinen Felsen der aus den aufklaffenden Eingeweiden des Dschungelbodens ragte. Er wartete und beobachtete die Toten und schien darauf zu warten, dass sich einer von diesen erhob, auf ihn zuging und sich zu ihm setzte.
“Ich sollte mich auch n bisschen hinlegen, Jungs”, sprach er laut. “Weckt mich wenn’s weitergeht, ich will nicht im Schlaf von irgendwelchen blutrünstigen Nordvietnamnesen erstochen werden.”

Er legte sich neben den alten Barnes, klopfte der Leiche auf die Schulter, und
schloss die Augen.



Gefühlshypothesen

23 10 2006

Ich habe das beschleichende Gefühl, nie mehr richtig lieben zu können. Dabei weiß ich, dass ich mir das nur einrede. Doch vielleicht geschieht es dann erst recht so.

“Liebe ist wie Krieg: Leicht zu beginnen, schwer zu beenden und nie zu vergessen.”
Unbekannter Autor

Es kommt mir vor wie Probleme, die man sich selbst bereitet.
Bedenken, die man versucht fortzuschieben, da man weiß, dass man nichts mehr ausrichten kann. Eine verdammte Zwickmühle.

Das ist wie ein Tal, das an beiden Seiten unüberwindbar scheint. Mir bleibt nur gerade aus das Tal entlang zu wandern – doch in welche Richtung?
Das Tal der unsichtbaren Tränen – Tränen die man nicht sieht, weil die anderen sie nicht vermuten und weil man sie selbst nicht sehen will.
Die Gesellschaft verlangt von mir, dass ich
dieser Schlucht selbst entfliehen kann, ich verlange es auch von mir selbst. Aber ich komme mir vor, als würde ich gegen eine Mauer anrennen. Vernunft trifft auf Gefühle – oder andersrum.
Wie lange noch?


Die X-Box 360 Lüge

20 10 2006

Das Ganze ist zwar schon etwas älter, aber ich fand’s sehr amüsant.
Aber wahrscheinlich hätte ich es genauso gemacht. :)
So bescheisst Microsoft seine Kunden >>
… ach du meine Güte, meine Schlagzeilen erinnern ja stark an die B*LD … :o