Sie da, erklären sie das Leben!

19 12 2006
  • Lichter die vorbeiziehen wie Glühwürmchen und die man nicht einfangen kann und behalten, seien sie doch so nah.
  • Schmerzmittel die gerade dann nicht funktionieren, wenn man damit den Schmerz lindern möchte.
  • Gewissensbisse
  • Liebeserklärung, die im Sand versinken.
  • Regen der trommelnd auf das Hausdach hämmert.
  • Eine einzige Illusion.
  • Eine einziger Versuch, es besser zu machen …

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Nickelback – If Everyone Cared

Amen I, I’m alive

If everyone cared and nobody cried
If everyone loved and nobody lied
If everyone shared and swallowed their pride
We’d see the day when nobody died

Musik mit christlicher Message in den Charts und keiner merkt’s.
Schade eigentlich.



Badman

18 12 2006

Die bösen Männer sind so gefühlskalt und rücksichtslos. Sie lassen sich auf nichts Tieferes sein, ihre wahre Schutzhülle durchdringt niemand. Ist es so?
Liebe Damenwelt, es ist ein Trug sich darauf zu verlassen, die Männer seien die Schweine, sie sind auch Menschen und tragen Herzen in ihrer Brust.

Heute habe ich mir mal wieder gedacht, da hat man sich auf die Liebe gefreut, als kleiner unbedarfter Junge. Dann macht man aber ziemlich schnell die schmerzhafte Erfahrung, dass die genauso böse oder manchmal sogar noch böser Denken, als man sich das vorgestellt hat. Entschuldigung liebe Damen, aber ich muss auch mal subjektiv denken.
Man weiß dann ziemlich schnell wie der Hase läuft, oder man glaubt es zumindest.
Jedes Mal wird man um eine Erfahrung reicher und das Herz wird ein Stück kleiner und härter bis es irgendwann verknöchert und versteinert nur noch in deiner Brust schlägt, um dich am Leben zu halten.

n

“Liebe ist kein Ziel – sie ist nur ein Reisen.”
D. H. Lawrence

Wie recht er damit hat.



Kindheitserinnerungen I

15 12 2006

Aufgrund wiederholten Malträtierens der Mädchen mit Juckpulver während der 5-Minutenpause wurde es mir untersagt, bei dem tollen Theaterstück mit der überwinternden Mäusefamilie mitzuspielen, dass die Zweitklässler jährlich für die neuen Erstklässer aufzuführen hatten.
Mein Rolle war so oder so bescheiden. Ich war der Wind und durfte ein Plastikrohr durch die Luft kreisen lassen, sagenhafte zweimal während der ganzen Aufführung. Und dabei wurde ich nicht mal vom Publikum gesehen – also hätte ich meine Grundschullehrerin nicht einmal mit blöden Grimassen verärgern können.
Dabei wollte ich doch die Hauptrolle.

Am Tag der Aufführung bin ich dann mit neuen Rollschuhen an der rammelvollen Stadthalle vorbeigefahren und habe ganz cool meine geschminkten Klassenkameraden ausgelacht und kam mir dabei vor, wie der böse perspektivlose Klassenclown, der 2 Wochen von der Schule suspendiert wurde.

Waren das doch Zeiten.
nInnocent times of childhood, gone forever…



Alphajacke

14 12 2006

Das Internet hat wieder einen neuen Deppen gefunden, über das es sich lustig machen kann.
Schaut euch diesen unvernünftigen Jungen an. Er rennt in sein Verderben! Helft ihm doch!
Wir sehen hier das Ergebnis fehlgeschlagener Integration.
Vorsicht: Wer sich Fäkalsprache und Idiotenwortschatz ersparen will, möge sich dieses Filmchen nicht antun.

Frei nach Helge Schneider: Diiieser Junge gehööört ins Heeeiiiim! Und alle anderen die für sein Verhalten verantwortlich sind, egal
welcher Herkunft und welcher sozialen Zugehörigkeit sie auch sein mögen!



Dunkler Schnee

13 12 2006

Was ist Liebe schon, wenn man glücklich lebt in Einsamkeit,
von Ängsten, Sorgen und dem Schmerz befreit,
nur verschwommene Erinnerung an rosarote Zeit in unserm Kopf verbleibt,
weil neuer Schnee uns den Blick dorthin verschneit.

Es ist wie weißer, dichter, weicher Schnee,
durch den ich keine klaren Formen seh,
mir die Haare steichelnd verrinnt durch meine Hand,
und danach kalt und vergänglich schmilzend hat meine Haut verbrannt.

Er ist jetzt nicht mehr schön und weiß,
im dunklen Schnee liege ich nun da vereist,
schließe meine Augen, dunkel wird es dann um mich,
so dunkel wie der Schnee der mir jedesmal das Herz zerbricht.

Inspiration: RammsteinAmour
r

Die Liebe ist ein wildes Tier
Sie beißt und kratzt und tritt nach mir
Hält mich mit tausend Armen fest
Zerrt mich in ihr Liebesnest
Frißt mich auf mit Haut und Haar
Und würgt mich wieder aus nach Tag und Jahr
Läßt sich fallen weich wie Schnee
Erst wird es heiß dann kalt, am Ende tut es weh …

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Gedankenfetzen VII

9 12 2006

Wieviele Menschen leben wohl heute noch, unwissentlich dem, dass sie morgen um diese Zeit schon tot sein werden?
Das Leben wird überbewertet.

Wer niemanden liebt, kann auch niemanden verlieren.

Trust no one. Behalte deine Gefühle bei dir. Aber ob das auf die Zeit gut gehen kann?
Alles aus Stein, alles leblos. Die Welt als Werkzeug.

Sinnlose Gedanken, die nichts erklären. Sinnlose Gedanken, die mich dazu gewegen, andere sinnlose Gedanken in die Welt hinaus zu kotzen, über das tolle Internet!

Den ganze Tag vergurkt. Rumgesessen und das Leben genossen: Weihnachtsgeschenke für mich selbst gekauft – wie egoistisch.
Rumgesurft durch das Internet ins seiner unglaublich dämlichen Größe. Musik gehört.
Wie schnell einem langweilig werden kann, dabei war ich vor einem Tag noch voll beschäftigt.



Hallo Polizei

8 12 2006

Wie der gute Freund und Helfer wohl diese ganzen Amoklaufankündigungen findet.
Mal schauen, vielleicht muss man bestimmte Schlüsselwörter in den Blogeinträgen haben. I’ll try:
Töten, Amok, Waffe, KILLERSPIELE, Death-Metal, Marylin Manson, Hass, Kollege, Mitschüler, Große Pause, resistant X, Bastian B., Emsdetten, Eric Harris, Dylan Klebold, Littleton, Ich bin weg, mit einem vertrockneten Tortenboden erschlagen, Skalpieren und in einen Frettchenkäfig sperren … mooooment – das Letzte passt nicht rein.
Egal.

Wenn das funktionieren sollte und die Polizei hierauf stoßen sollte (was ich bezweifele, denn eine weitere Panikmeldung können die sich nicht leisten), dann grüße ich die ganz herzlich und wünsche ihnen weiterhin viel Spaß beim Streife fahren um den Schulhof.
Heute waren die grünen Kerlchen sogar auf Fußstreife im Gebäude. Na, vielleicht haben sie sich auch einfach nur ein Käffchen genehmigt.

nNicht, dass ich mich jetzt darüber lustig machen wollte, aber der momentane Medienhype ist mehr als eine peinliche Angelegenheit und ich bin mir sicher: Würden Frettchen Fernsehen schauen, die würden vor Lachen aussterben.

Heute erstmal dick Matheklausur versemmelt – nehme ich zumindest an. Und mit einem schlechten Gefühl liegt man meistens eher richtig, als mit euphorischen “Ich-bin-so-unglaublich-gut-abgegangen-Vorstellungen”.
Die Zeit und der rote Korrekturstift wird seine Früchte von alleine zeigen. Hoffentlich sind diese Früchte nicht zu rund, also so rund wie eine Null, wie 0 Punkte stellvertretend für “Du hast’s verschissen!”.

Heute geht’s wieder guter Musik lauschen.
Wer hören will, was genau,
findet hier Hörproben.



Klick Klock

6 12 2006

Krankenhausgeruch. Den ganzen Tag. Nichts passiert.
Klick klock

Er könnte den alten Mann mit dem komischen Hut und dem zu großen Morgenmantel von jetzt an noch den restlichen Tag dabei beobachten, wie er diese drückende Stille durch sein quietschendes Geschaukel in dem überaus hässlichen Schaukelstuhl nur noch unerträglicher macht, wie sie eigentlich sowieso schon ist.

Er kann hier machen was er will. Nichts würde passieren.
Er könnte sich auf der Stelle vor allen ausziehen und den beiden alten Herren im Eck auf das Dame-Spielbrett pinkeln, oder wie ein Wilder mit Stühlen um sich werfen, mit seinen Fäusten die Wände bearbeiten und den Boden vollkotzen …
Klick klock … klick klock …

Was würde schon groß passieren? Nach ungefähr 20 Sekunden werden 2 Kerle in weißen Kitteln angerannt kommen – richtige Brocken, sie könnten ehemals Boxer gewesen sein. Die würden ihn dann niederknüppeln
und ihm eine ekelhafte Spritze in den Körper rammen. Sie machen das mit solch einer Routine, als wäre man ein Tier im Zoo. Mit diesen ekelhaften, unbarmherzigen Spritzen. Giftspritzen sind es. Werkzeuge die ein Eigenleben entwickelt haben, denn sobald sie in ihm drinnen stecken, dann entwickeln sie ein böses Ich und drücken einem das Gift nur so in den Körper, und er hört sie dabei scheppernd lachen.

Kein Ausweg exisitiert aus dem Ganzen, nicht einmal der Tod. Aus diesem süßen Schlaf würden ihn die gemeinen Spritzen wieder herausholen. Der Mensch hat ja ein Recht auf Leben, sagen sie.
Die sterile Welt um ihn tötet jeden Tag unwiederbringlich ein Stück seines Körpers, seines Lebens, seiner Seele.
Der Kampf gegen die allgemeine Verdummung ist schon lange zu Ende.
Es ist nur noch wichtig, dass er nicht vergisst zu Atmen.
Klick klock …

Vielleicht ist er gerade deshalb hier. Unter Umständen ist es vielleicht sogar besser als draußen, und auf jeden Fall besser,
als im Knast.
Aber das Beste wäre Sterben.
Doch sie lassen es ja nicht zu.

Der Mann in dem hässlichen Schaukelstuhl wippt immer noch vor sich hin.
Nach vorne, nach hinten, nach vorne, hinten, vorne, hinten …
Klick klock … klick klock … klick klock … klick klock …



Politisch geschickt

6 12 2006

“Je sinnloser es erscheint, was ein Mann für eine Frau tut, desto mehr betet sie ihn an.”
Unbekannte Quelle

Hehe, das lässt mich schmunzeln. Sie sind entlarvt! :P

Heute bei SPIEGEL Online einen tollen Artikel entdeckt. Im Fernsehen kam schon was über diese Geschichte, ich will sie auch niemandem vorenthalten:
Ein Pfarrer macht einer NPD-Demonstration den Gar aus. (Schreibt man das so?)

Möchte mich auch mal für die positive Resonanz auf dieses Blog bedanken, das sind wirklich immer Lichtblicke im tristen Alltag.
Ich tue alles dafür, dass die Phantasierumpelkammer nicht leer wird. =)

Toots & The Maytals – Take Me Home Country Roads

Country roads take me home, To the place I belong, West Jamaica, my ol’ momma, Take me home country roads”

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Tränen blutrot

4 12 2006

Traurig Augen blicken hoffnungslos den Himmel an,
träumend einer glücklich Zeit, die ihr so schnell verrann,
denn über ihre Wangen so rund und weich,
rinnen Tränen rot, über ihre Haut so bleich.

Zu dieser Zeit geschieht dies ganz und gar sehr oft,
dass ein einsam Wesen auf die Liebe hofft,
und da Dramen wie im Buche niemals enden,
blutig Tränen die Herzen mit der Trauer tun verschwenden.

Schau in ihre Augen tief, sie weint doch nur für dich,
denn alles was man ihr versprach und noch verspricht,
war und wird gebrochen sein,
so dass der Schmerz ihr jedes mal ins Auge sticht.

Wie ein Engel gefallen, der mit schimmernd roten Tränen in den Augen,
mit Haaren wallend, Flügel schlagend,
am Abgrund seiner Trauer sich besann,
und dann doch nicht fliegen kann.

Denn Tränen rollen
erbarmungslos,
bis in Unendlichkeit ein Ende die Weinenden erlöst.