Au revoir, T*lekom!

31 05 2007

Den Wartesong vom T-Com-Kundendienst kann ich jetzt auswendig. Dum da, pzk pzk, dumdada, pzk. Und am Ende: Dadadadia!
Genau dann, wenn was an der Telefonleitung nicht stimmt, dann müssen die Telekomer streiken. Danke, merci beaucoup!
Der Mensch in Abhängigkeit vom Internet – ohne Netz kriege ich Depressionen.

Doch das Schicksal meint es doch nicht so unbarmherzig mit mir – denn war das Wetter gestern noch suboptimal, so blinzelt heute schon die Sonne hinter den Wolken hervor. Die Temperaturen lassen zwar noch etwas zu wünschen übrig, aber so bleibt wenigstens das Bier kalt.
Bis Montag. =)



Bye yesteryear!

28 05 2007

Alte E-Mails gelöscht – alte Erinnerungen verschwinden lassen, nachdem sie ein letztes Mal durch den Kopf geschossen sind. Platz gemacht im Postfach, sowie im Kopf, und mich dabei an alte Bekanntschaften erinnert: Ehemalige Clankollegen aus meiner Zocker-Zeit, E-Mails von Mitschülern aus dem Ausland, frühe Blog-Bekannschaften … Alles verläuft im Sand, aber so unmerklich, dass es zuerst nicht weh tut.
Keine Technik der Welt wird es schaffen, die Zeit und die Stimmungen zu konservieren, man wird höchstens daran erinnern können, alte Schubladen aufreißen und dabei Spiegel zerbrechen.

Die Zeit vergeht einfach viel zu schnell und lässt nichts übrig.
Oder bin ich es, der nichts übrig lässt?



Raff’ dich doch …

28 05 2007

Kam noch keiner auf die Idee, einen Film zu drehen, in dem die Hauptperson im Rausch von Blogs, YouTube, MySpace-Accounts, Twitter, Amazon.de-Wishlists und Google ausrastet, so wie bei Falling Down?
Ich hätte eine tolle Szene im Kopf, in welcher der Charakter wutentbrannt sein Handy in den Fluss donnert, als ihn mal wieder eine SMS daran erinnert, dass er seit 24 Stunden keinen Satz mehr in Twitter geschrieben hat.
Ich sehe es kommen: In 50 Jahren ist die ganze Menschheit ein einziges neural vernetztes Wesen.

Raff dich und räum’ endlich dein Zimmer auf!



Lieben und Sterben

26 05 2007

Sie war so schön. Atemberaubend, vollendet, göttlich, das leere Nichts erfüllend – wortlos unbeschreibbar. Gelähmt Augen. Stiller Atem. Alles steht, für wenige Sekunden. So schön dass er ihr nicht die Augen schauen konnte, ohne sich all seiner Bosheit in seinem verkümmerten Herzen bewusst zu werden, welches solch einen schönes Antlitz nicht verdient hatte.
Dann schweift sein Blick vom Boden über ihren Körper, zum Hals, streichelt ihre seidige Haut mit den Augen; zum weichen Kinn, über den Mund, rot glühend glänzend strahlt er, und bleibt da stehen, verharrt auf ihren Lippen, küsst sie in Gedanken und stirbt dort im selben Moment für seine unerfüllbare Liebe.
Der rote Mund formt Worte, die er nicht hören kann, denn in ihm rauscht nur der Klang des Verlangens und schwebt nur der schwummrige Duft der Besessenheit, der sich mit Blumensträußen der Verliebtheit getarnt hat.

Was er fühlte, hätte sie nie verstanden. Das Los der
Schönheit ist ein Blatt mit vielen Seiten, aber sein Buch war auf schwarzem Papier in weißem Einband gedruckt. Die Seiten hatten sich selbst zerfressen.
Kribbelnde Hände, festgefroren an ihrem schönen Hals drücken immer fester zu und lassen das bezaubernde Lächeln aus ihrem Gesicht verschwinden. Verzerrte Schönheit. Zitternde Augen. Kein Atem. Alles steht.
Für immer.



Immer wieder

24 05 2007

Wenn die Welt noch so schön hergerichtet wird, dekoriert, durch Technik vereinfacht, verschönert und erneuert, herausgeputzt und poliert – wir schaffen es doch immer wieder einen riesigen Scheisshaufen aus ihr zu machen.



Ach Google, du nervst … – Teil 1

21 05 2007

Manchmal wundere ich mich schon, über was für Suchbegriffe manch einer auf mein Blog schlittert. Noch gravierender sind jedoch die Begriffe an sich selbst. Google wird anscheinend nicht nur als Antwortgeber für alle Fragen des Lebens und die eine oder andere Aufmunterung genutzt, sondern auch leider, wie bekannt, zur Recherche von abstößigstem Material. Dabei meine ich nicht einmal die Nebenstraßen des Internets, sondern die Kanalisation im dreckigsten aller Stadtteile.
Die Begriffe sind als Bild gepostet, damit diese Seite hier bei den jeweiligen Suchbegriffen nicht noch mehr nach oben rangiert, sonst passiert sowas. Habe aber die leise Befürchtung, dass es schon reicht, das Bild so zu nennen, damit die Google Bildersuche sie findet. Naja, man kann nicht alles haben.

You can hide nothing on the Internet! big>

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Anscheinend, um Google zu benutzen und dann solche Fragen zu stellen.

google_leben-lohnt.gif
Wie wärs mit philosophy.google.com? Sowas wäre mal nützlich, um verzweifelten Menschen eine Anlaufstelle zu bieten. Den passenden Suchalgorithmus für die passende Antwort gibt es wahrscheinlich auch schon.
Die passende Kategorie im Blog hilft wahrscheinlich nur begrenzt.

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Sollte man sich im Winter warm anziehen.

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Du bist ekelhaft.

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Hoffentlich trifft dich der Blitz.
Das mein ich ernst.

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wtf o_0 ?!?

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Tja, das ist scheisse. Tut mir leid, aber Onkel Google ist keine Frau.

google_staubsauger.gif
Hm, wie wärs mit dem Neuen von Dyson. Du weißt schon, die Werbung mit dem smarten grauhaarigen Staubsaugerfreak, der so
einen dämlichen Akzent drauf hat.

google_hinterkopf.gif
Hab ich manchmal auch. Kommt vom vielen Karatetraining in der Matrix. *tschaka!*
Geh zum Arzt.

google_leben-beschissen.gif
Du stellst Google solche Fragen?

google_jung.gif
Huuuuiii! Jemand sucht nach mir? =) *irony*

google_exfreundin.gif
Mist, die hab ich derletzt wohl weggeworfen! Was ist mit welchen von mir? *bäh*

Liebe Leut: Google ist nicht die Antwort auf alle
Fragen des Lebens.
Sicher gibt’s da noch lustigere Begriffe, hab Einträge solcher Art schon öfters mal über meinen Bildschirm flitzen gesehen.

Ach, und noch eine kleine Liebeserklärung an Akismet, das liebe Plugin, dass mir den Spam vom Hals hält.

Caught Spam



Wortlos, aber …

20 05 2007

.. eindringlich.
Ein Leben in Zehn Bildern.



Herr Zeit

17 05 2007

Wenn man zuviel Zeit hat, dann beginnt man, mit Zeit verschwenderisch umzugehen. Aber: Kann man Zeit überhaupt “verschwenden”? Zeit ist doch sowieso etwas relatives, eine Einteilung die wir uns selbst auferlegen. Ein Maß, welches uns unseren Alltag erleichtern soll, weil es dafür sorgt, dass wir uns nicht mehr verpassen, mehr oder weniger …

An all diese Dinge dachte einer niemals. Jeden Tag saß er da, und tat nichts. Er saß alleine und einsam auf einer Parkbank zwischen englischem Rasen, Blumenbeet, Spielplätzen und überfüllten Mülleimern. Keiner wusste, wo dieser Mann wohnte. Weder war bekannt, wie er
hieß, noch wusste jemand Bescheid, ob er überhaupt sprechen konnte.
Man kann komischerweise sagen, die Zeit gab ihm seinen Namen. Für die Kinder und jungen Mütter, für die Jogger und Spaziergänger war er nicht namenlos.
Seine Name war Herr Zeit.
Scheinbar ein zeitloser Name, denn obwohl ihn jeder kannte, kam niemand auf die Idee sich mit Herrn Zeit zu unterhalten und ihn nach seinem wahren Namen zu fragen. Das größte Geschenk war höchstens ein mildes Lächeln. Mal aufgesetzt, mal eher gezwungen und in Eile, so dass Herr Zeit in den Gesichtern der hastigen Seelen mit Rucksäcken und Aktenkoffern bestückt, die Verzweiflung und die Sorgen erkennen konnte, die sie umtrieben. Eigentlich konnte ihn keiner leiden, weil er so faul herumsaß, und dabei so tat, als gäbe es keine Zeit.
Jedoch gehörte Herr Zeit all dieser Ignoranz zum Trotze, in einer bestimmten Weise zum Leben von jedem der ihn kannte dazu, denn jeder konnte sich sicher sein, dass Herr Zeit immer an dieser Stelle sitzen würde,
die Enten am See beobachten, eine Zeitung lesen, die keiner kannte und die Tauben mit Brot füttern würde, von welchem keiner wusste, wo er es her hatte.

Als die Menschen eines Morgens wieder durch den Park liefen, neblig und noch sehr düster war es zwischen den Bäumen und Parkbänken, es muss ein Donnerstag gewesen sein, da war Herr Zeit aber nicht mehr da. Er war vom einen auf den anderen Tag einfach verschwunden.
Da nie jemand gefragt hatte, wie er denn wirklich hieß, und wo er wohnte, geschweige denn sich jemand nach einer Familie oder Freunden erkundigt hatte, konnte sich niemand erklären, wohin Herr Zeit bloß verschwunden war.

Doch ganz spurlos war Herr Zeit den Menschen doch nicht entglitten. Er hatte ein schmutziges Stück Papier zurückgelassen, dass mit einer Nadel an “seine” Parkbank gepinnt worden war.
In ausdrucksloser sauberer und kleiner Schrift waren darauf folgende Zeilen zu lesen:

Sieh, wie sie rennen,
sieh wie sie hasten,
nsich versuchen
gegen die Zeit zu stemmen,
um nichts zu verpassen.

Sehen dabei nicht den Steg,
in Angst vor ihrem Zerfall,
sehen nicht am Horizont,
den letzten Wasserfall.

Das Gedicht landete im überfüllten Mülleimer, der neben der Parkbank die Fahne in den Wind hielt. Keiner hatte Zeit, dass Gedicht zu lesen.
Schade eigentlich.



Früher Heute

17 05 2007

Früher
“Zwischen Staaten gibt es keine Freundschaft, sondern nur Allianzen.”
Charles de Gaulles

Heute
“Ich möchte der deutschen Regierung und dem deutschen Volk sagen, dass für Frankreich die deutsch-französische Freundschaft heilig ist und dass nichts diese Freundschaft in Frage stellen kann.”
Nicholas Sarkozy



Was sich Gott dabei wohl denkt …

16 05 2007

In Eile spricht aus mir Unverständnis, doch hoffe ich, dass man meine Aufregung und meine Gedanken verstehen kann.

Sie sagen, Gott gibt es nicht. Sie wollen andere davon überzeugen. Schön. Sollen sie doch.
Christen wollen entgegenhalten und in einer TV-Sendung die Existenz Gottes beweisen. Die Rationalisten sind ihre Gegner in diesem schwachsinnigen Duell.
Seit Jahrtausenden versuchen Menschen die Existenz Gottes zu beweisen. Am Ende bleibt immer die Ungewissheit, die weder einem naturwissenschaftlichen Weltbild Recht gibt, noch zweifellos die Existenz Gottes beweist. Doch das ist Ansichtssache.

Brian Flemming ist Atheist. Aber er zieht voller Inbrunst in einen Kreuzzug, seinen Kreuzzug gegen Gott: “Bis zum Ende des Christentums” will er kämpfen, sagt der 41-jährige
Dokumentarfilmer aus Los Angeles oft.

Ahja, gut. Was versucht er zu bezwecken? Abweisung vom Irrweg? Verhinderung “Heiliger Kriege”? Mit solchen Zielen zettelt man höchstens welche an …

“Christen, bereitet euch auf den Kampf vor”, ruft Mike Mickey, Initiator der Website “Praise The Lord Challenge” auf.

Und dieser Mostkopf springt darauf an. Damit stiftet man keine Hoffnung und Liebe, sondern Hass. Wer mag Hass? Also ich nicht …

Was da wieder veranstaltet wird, gefällt mit Sicherheit weder Gott, noch dem Gott der Atheisten, wenn sie einen hätten – wo wir beim Punkt wären: Diese Idioten glauben doch wohl nicht ernsthaft, die Frage nach Gott in einer beschissenen Fensehsendung beantworten zu können !?!
Was maßen sich diese Bengel eigentlich an? Es geht hier um die Frage nach dem Sinn, die ultimative Sinnfrage, die ein lebendiger Mensch niemals beantworten wird können! Das Ergebnis dieser Sendung wird gestiftete Verwirrung
sein. Und Hass.

Habt ihr euch auch früher im Geschichtsunterricht gefragt, was der Auslöser dafür sein mag, dass sich Menschen auf dieser Welt gegenseitig sinnlos umbringen? Die Lösung liegt auf dem Tisch, hier direkt vor uns. Keiner kann den Glauben und die Ansichten anderer respektieren. Dazu lassen wir das Ganze noch in einer total missgebildeten Gesellschaft geschehen, in der Amerikanischen – dann haben wir den Salat.

Eine persönliche Meinung: Meine Erfahrungen und philosophischen Überlegungen kommen zum Schluss, dass es einen Gott geben muss. Ich lasse Canterbury und Kant sinngemäß sprechen: Was geistig exisitiert, muss auch in der Realität existieren. Ein gedachter Sack von 100 Talern ist mindestens so gut, wie ein realer Sack mit 100 Talern.
Doch das ist ein Weg, den jeder Mensch selbst gehen muss. Am Ende gibt es zwei Ausgänge, zwei Möglichkeiten, für eine von beiden sich jeder entscheiden muss. Wohin diese Türen führen werden, dass wird für immer ungewiss bleiben.
Zumindest in dieser Welt.

Eines haben Gläubige und Atheisten jedoch gemeinsam. Sie wissen beide nicht mit endgültiger Sicherheit, was sie hinter den Türen am Ende des Ganges erwartet, wenn sie ihre Argumentation mit der der jeweils anders denkenden Seite vergleichen, aber hoffen und glauben beide, in kein dunkles Loch zu fallen.
Es ist nicht so? Sie sind sich ihrer Gedanken also sicher? Weshalb versuchen sie dann krampfhaft sie zu beweisen?
Nein, wir müssen alle den Weg der gedachten Erkenntnis beschreiten, egal welche Meinung wir vertreten.
Wenigstens das.