Der Himmel ist blau

25 11 2007

Der Himmel ist blau und doch so leer
jede Entscheidung fällt so schwer
die Wolken, die Träume, segeln daher
Vögel fliegen keine mehr.

Wieviele Träume mag es geben
die man vergaß zu leben
damals so hell und real
heute unter alten Büchern im Regal.

Möge das niemals so enden
das Leben kann man nicht verschwenden
denn wenn im Auge eine Träne brennt
dann lebst du genau in diesem Moment.

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Heute laufe ich mal wieder Amok, …

20 11 2007

… in philosophischer Hinsicht.
Ein oft gebrauchtes Totschlag-Argument in Diskussionen über Religion lautet etwa wie folgt: “Eine Religion die man vor Tausenden von Jahren erfunden hat, die passt doch nicht mehr in unsere Welt. Ich glaube an die Wissenschaft.” An Wissenschaft kann man nicht glauben, sonst würde man sie nämlich Glaubensschaft nennen.
Oh – das fängt ja gut an, aber – nein, hier soll niemand in seinem persönlichen Denken angegriffen werden. Mir geht es nur um das fehlende differenzierte Denken, das die moderne Diskussion über Religion und Atheismus in eine Sackgasse steuert. Manche halten sich einfach nur für Gott, weil sie das Wort “Wissenschaft” aussprechen können.
Eine Frage die sich jeder Nutzer dieses weit verbreitetetn Arguments mal ehrlich beantworten sollte: Ist die Welt denn so anders als früher? Wissen wir im Endeffekt denn soviel mehr? Kommen durch wissenschaftliche Errungenschaften denn weniger Menschen um
als früher? Schafft Wissenschaft Solidarität?
Unter dem Strich nicht. Nichts hat sich in den letzten 2000 Jahren verändert, außer das über die Menschheit und ihr Denken hier und da etwas Lack aus Vernunft und “Menschlichkeit” gesprüht worden ist. Aber Lack rostet und mit Schlüsseln lassen sich darauf unschöne Kratzer, lange, tiefe Kratzer erzeugen. Es ist nur so einfach mit diesem Argument der Wissenschaft die eigene Denkweise zu untermauern, weil es so eine komfortable Aussage hat, über die man nicht groß nachzudenken braucht. “Das haben doch schon die Wissenschaftler für mich getan.” Gibt man damit nicht seine Selbstbestimmung, den Status eines frei denkenden Lebewesens auf, den man mit der Flucht aus dem Glauben an einen höheren Sinn eigentlich erreichen wollte?
Aber es kann noch weiter gehen: Ich hasse es, wenn Hassprediger mit Menschen, die ihren Mitmenschen mit Glauben Hoffnung machen wollen, in einen Topf geworfen werden und Religion als ein großes böses Etwas verurteilt wird.
Somit machen sich diese “Kiritker” nämlich selbst zu Hasspredigern und verraten somit das Ideal, dass sie mit ihrer Religionskritik verteidigen wollen.
Es gibt viele Wege die auf Abgründe zusteuern, doch es gibt auch Wege, die auf den Gipfel führen. Das sollen sich mal alle Miesmacher gesagt sein lassen.



Leben macht den Unterschied

18 11 2007

Da ich mich wieder mal in einem kreativen Loch befinde, bleibt mir nur den Herrn Özdogan von den Zündern zu verlinken, der Texte schreibt, die thematisch manchen von den meinigen ähneln.



Pop kann auch nicht schlecht sein

14 11 2007

YouTube Directlink



Das Erfolgsrezept

12 11 2007

Nun weiß ich, weshalb G*ogle so erfolgreich ist:
Der Grundbaustein dafür sind Leute wie ich, die schlicht und einfach zu faul sind, sich die wichtigsten Internetseiten in die Bookmarks zu speichern geschweige denn, sich die einfachsten URL’s zu merken, um dann alle 3 Minuten nach Seiten zu googlen, auf denen sie eigentlich fast täglich unterwegs sind.



Von Unfreiheit, Gott und Mobiltelefonen

9 11 2007

Die Medien nennen sie “Apple-Jünger” und für den Kauf eines neuen Mobiltelefons pilgern mitten in der Nacht bei Kälte und Regen Menschen in die Elektronik-Läden und beten dafür, auch ein Exemplar ergattern zu können. Jünger, pilgern, beten. Fällt da was auf?
Handys werden zur Religion, Geld zum Sakrament und der Materialismus zu Gott. Menschen trampeln sich bei MediaMarkt-Eröffnungen tot und erkaufen für Geld, mit dem sie locker eine Monatsmiete für die Wohnung zahlen könnten, ein Handy. Wow.
Wer hätte sich das gedacht?
Die Beschreibung des Verkaufsstarts als ein Gottesdienst, klingt plausibler wie jeder andere Vergleich. Menschen glauben an Technik, an Fortschritt, an Glück durch beschissene Mobiltelefone und um sie herum zerfällt durch diese Ignoranz alles in Gleichgültigkeit. Selbst wenn jemand keinen Glauben hat, so sollte sogar dieser
sich dessen bewusst werden, dass dieser Wahnsinn nicht der Sinn unserer Existenz sein kann.
Wieso findet das keiner kindisch und unfrei? Was höre ich nicht jedesmal bei diesen Diskussionen? “Ein Gott? Pah! Ich bin selbstbestimmt, denn ich glaube an Fortschritt und Technik!” Dabei merkt keiner, wie man sich schleichend an Sachen kettet, die einen wirklich gefangen nehmen. Wenn andere mit Megapixel-Kameras und Touchscreen-Funktion argumentieren dürfen, dann darf ich das mit der Bibel.

Und folgt nicht den nichtigen Götzen nach; denn sie nützen nicht und können nicht erretten, weil sie nichtig sind.
1. Samuel 12, 21

Und kommt mir bitte keiner damit, dass ein Handy nicht zum Götzen wird, wenn man 500 Kilometer durch das Land reist, stundenlang im Regen steht und dann einem Mobilfunk-Riesen 50 € pro Monat in den Rachen wirft, nur um die Gelüste nach Aktualität im Trend und Lifestyle zu befriedigen.
Braucht man einen Teppich, wenn man zu Steve Jobs
beten will?



Mal wieder Herbst, aber doch nicht wie üblich

6 11 2007

Jeder will wisssen, was du vor hast. Jeder will mit mir irgendwelche Verträge abschließen. Jeder sagt mir, ich solle mich dann melden, wenn ich wüsste was ich machen werde. Jeder meint, er hätte da was für meine Zukunft.
Nur ich habe keine Ahnung, was da werden soll. Die Zeit schreitet unbarmherzig weiter vorwärts, weder bösartig, noch bemitleidend, und der Saal um mich herum leert sich langsam. Sie vergeht einfach und frisst mich auf. Sie lässt mich in einer Welt von der Leine, in welcher mir eine große Anzahl an Türen offen stehen, was aber noch nicht heißt, das ich mir sicher bin, durch welche Tür ich gehen soll. Hinter mancher Türe leuchtet es hell, aus einer anderen tönt volles Leben und hinter manch anderer stochern meine Augen im Dunkeln. Mir ist klar, dass ich diesen Raum verlassen muss, doch habe ich noch nicht wirklich die Lust dazu, da mir wahrscheinlich noch nicht mal richtig bewusst ist, was das bedeutet.

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Die Bäume vor dem Fenster werden sich auch in den nächsten Jahren verfärben, doch wer weiß, was dann mit mir sein wird. So viele verschiedene Stimmen sind da, die mich rufen und führen wollen und doch kann ich keiner wirklich trauen, weil keiner in mich hineinschauen kann. Wie lange habe ich nicht darauf gewartet, endlich durch’s Ziel zu laufen, doch jetzt wo ich im Endpurt stehe, da sehe ich nun auch schon etwas um die Kurve hinter Zielgeraden.
Die Zukunft entzaubert sich selbst.

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Wer ist da nun ein Dieb?

3 11 2007

Nun, womöglich beide, schließlich werden in beiden Filmen Casinos ausgeräumt. Man muss einfach einsehen, dass es einfach nichts, wirklich gar nichts mehr gibt, was es nicht schonmal gegeben hat.

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