Holy crap!

29 02 2008

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Man könnte sagen …

28 02 2008

Paranoia
Die Angst davor herauszufinden, dass man vor etwas Angst haben könnte.



Asiatische Filme sind meist Glücksgriffe

25 02 2008

“Der Wert eines Menschen wird nicht daran gemessen, was andere für ihn tun, sondern was er für andere tut.”
Memories of Matsuko



Vergiss es

22 02 2008

Früher warst du so stolz darauf. Jetzt steht dir die Verbitterung ins Gesicht geschrieben, wenn du in die Menge schaust. Ihre unwissenden Blicke. Ausdruckslos, ahnungslos vom Pathos der Tage des Anfangs, des Genesis, des absoluten Beginns – des Undergrounds. Diese Tage waren so geschichtsträchtig, und das hast schon damals gespürt. Alles improvisiert und selbstgemacht. Alles Unikate, Spezialanfertigungen, Zertifikate deiner Individualität. Deine Haare, deine Kleider, deine Sprache, deine Musik, dein Lebensgefühl. All das, was heute als normal angesehen wird. DU warst der Vorreiter, DU warst der ERSTE. Für dich waren es Blut und Tränen, die daran hingen; für die anderen ist es heute nur der Geldbeutel, der ihnen das möglich macht. Heute wird das toleriert, heute ist es Egoismus und Lifestyle, Mainstream und Jugendkultur, aber keine Lebenseinstellung mehr. DU warst true. DU warst außerhalb von allen und allem. DU mit deinen Freunden.
Aber
heute gibt es das alles auf Bestellung, am Fließband, Retorte, Konserve, Plastik, Pink, künstlich, per Internet. Das ist doch gar nichts. DU bist damals wirklich an Grenzen gegangen und hast sie überschritten. DU hast nie den Schwanz eingezogen. DU hast das alles allein geschaft. Ohne Geld, ohne Medien, aus Prinzip, aus Ideologie. Damals.
Du hasst sie! Sie dürften alle gar nicht hier sein, ohne dir nicht Respekt zu zeigen; dem, der das hier alles mit aufgebaut hat. Sie trampeln nicht nur herzlos und voller Unverständnis einem Trend nach, nein – sie trampeln auf DIR herum! Auf deinem Herzblut, deiner Seele, deine Vergangenheit, deinen Erinnerungen, deiner Jugend! Alles für die Katz’ …

Und du stehst da jetzt alleine da. Mit deinen alten Klamotten, denen von früher. Ohne deine Freunde. Die haben entweder schon früher verstanden, dass ihre Generation tot ist, oder sie waren nie wirklich dabei. Aber aus irgendeinem Grund nimmst du es ihnen nicht böse, aber es macht dich traurig. Wenn etwas
wirklich gut ist, dann hat es sowieso bald jeder.
Dein Bier wird warm und du merkst, dass du fehl am Platz bist. Kein Platz für dich, scheint an diesem Fleck zu sein, der früher deine Heimat war. Dann merkst du, dass du vielleicht einfach gehen solltest; dein Bier leer trinken und gehen. Nach Hause, solltest du gehen und dich einfach damit zufrieden geben, dass ohne DICH diese jungen und freien Menschen vielleicht gar nicht hier wären. Geh’ einfach. Vergiss es.

Dann gehst du. Und du kommst nicht wieder.
Denn deine Jugend hat dich gehen lassen.



39% Überlebenschance

16 02 2008

39%

Liegt wohl daran, dass ich einfach zu gutmütig zu den armen Zombies bin.



Hilfe, mir wird schlecht!

15 02 2008

In letzter Zeit scheint sich in Politik und Gesellschaft ein bestimmter Trend heraus zu kristallieren. Nicht nur, dass die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter aufgeht – nein, auch die Politik verfällt in ideologische Hetze und drückt die Schere immer weiter auseinander.
Und aus diesem Grund halte ich nichts von diesem Sauhaufen von Herrn Lafontaine, weil ich nämlich geradwegs kotzen könnte, wenn ich so einen geistigen Bodensatz lesen muss.

Abgeordnete will Stasi wieder haben
Christel Wegner, Mitglied der DKP und für die Linken künftig im niedersächsischen Landtag, hält “Organe” wie die DDR-Staatsicherheit für notwendig, um eine andere Gesellschaftsform zu schützen – und sie verteidigt den Bau der Mauer. [...] Christel Wegner ruft unverdrossen zum “revolutionären Umsturz” durch
die “Arbeiterklasse” auf, und sie fordert die Verstaatlichungen von Unternehmen, Banken und Bodenschätzen.

Auch wenn sich die Linke von dieser übergebliebenen Kommunistin distanziert – das Menschen mit solchen Ansichten in einem Parlament Politik machen dürfen, das macht mir verdammt nochmal ANGST!

Update:
Scharfe Kritik und Rücktrittsforderungen an Stasi-Sympathisantin



Naz-O-Meter

13 02 2008

In knapp zwei Monaten bin ich weg aus diesem Loch. Wahrscheinlich bin ich mittlerweile zu alt für den Scheiss. Dass die Schule ein Loch ist, diese Feststellung hat sich bei mir heute wieder bestätigt. Zwei Kurse der Oberstufe, mich eingeschlossen, hatten heute wie so alle anderen Schüler die Möglichkeit, über ein sogenanntes “Leitbild” der Schule zu diskutieren. Schlagworte: Selbstbewusstsein stärken, Sozial handeln, Toleranz, Respekt, Rücksicht uvm. Nachdem sich F. wie so oft erst mal Luft gemacht hatte und die ganze Sache dreist als Schwachsinn deklarierte, vom Lehrer dann aber zurechtgewiesen wurde, war es dann daran über die Einleitungssätze des Leitbildtextes abzustimmen. Was man da so mitbekommt, ist zum einen entweder erschreckend oder belustigend und lächerlich.

Einer der Vorschläge war von den bei der Erstellung beteiligten Geschichtslehrern sehr vehement angegriffen worden, da er die Redewendung “Lebensraum Schule” enthält.
Begründet wurde die Kritik damit, dass das Wort “Lebensraum” nazionalsozialistischem Vokabular entstammt.
Hallo? Geht’s noch? Ich meine, bei “Kraft durch Freude” oder “Volksgemeinschaft” hätte ich das ja noch verstanden, weil diese Begriffe sich explizit mit dem NS-Regime verbinden lassen, aber man kann doch nicht jegliches Wort stigmatisieren, dass in der nicht sehr gloreichen, dafür aber umso grausameren Periode vor über 60 Jahren von einem durchgeknallten Bartträger verwendet wurde, dann aus dem öffentlichen Vokabular streichen und als politisch unkorrekt bezeichnen.
Was wäre denn dann mit “Brezel”? Vielleicht hat Klein-Adi einmal bei einer seiner epilleptischen Retortenreden die Brezeln im Münchner Bräukeller gelobt und als durch und durch arisches Essen betitelt.

Nicht das man mir hier jetzt was anhängt. Damit eines klar ist: Nazis stinken. Und hetzende Möchtegern-Nazionalisten ebenfalls. (Der geneigte Leser weiß, welche “Politically-Incorrect”-Troglodyten
damit gemeint sind). Aber so wie das momentan bei uns abläuft, funktioniert die Sache einfach nicht. Welches Wort anstatt “Lebensraum” soll man denn sonst verwenden? Soll man es aus dem Sprachgebrauch komplett entfernen und es damit dem braunen Gesocks als Untergrund-Begriff überlassen? Manches geht einfach zu weit. Nun ja – getroffene Hunde bellen eben. Mir scheint es so, als wären wir Deutschen mittlerweile so übersensibel gegenüber diesem Thema, dass man gleich gandenlos alles was das schlechte Image begünstigt, radikal aus der Welt schaffen muss. So wie damals. Wie sagte einst nicht Heine?

Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.



Blah

9 02 2008

Was mich beim Anblick des leeren Bildschirms schon so oft geärgert hat:
Es ist echt beschissen, dass man Sprachlosigkeit so schlecht in Sprache ausdrücken kann.
Der Satz fällt in die Kategorie: “Wenn man nichts hat, weiß man wenigstens, was man hat.”



Immer wieder schön

5 02 2008

Die Meisten werden das hier kennen. Es ist der Soundtrack von ‘Die fabelhafte Welt der Amelie’ – einem der Filme, die man immer wieder gerne anschauen kann, weil man danach für kurze Zeit die Welt mit anderen Augen sehen kann.
Dieses Lied ist so schön …

Yann Tiersen – Comptine d’un autre été



Throw away your television!

4 02 2008

Auf das Fernsehen kann man viel schimpfen; auf den Verfall moralischer Werte, auf unkontrollierte Meinungsbildung, auf die Sinnleere in den Nachmittagsshows, auf den Qualitätsverlust vieler Prime-Time-Serien und auch auf der Informationsverlist der Nachrichtensendungen. Aber das ist nichts im Vergleich zu dem, was Fernsehen in unseren Köpfen anrichtet. Fernsehen betreibt psychologischen Mord.
Zu nahezu jeder Lebenssituation, zu jedem Problem, zu jeder Sorge, zu jeder Sache hat das Fernsehen irgendwann einmal etwas für uns in unserem Hirn abgespeichert. Es hat in uns festgelegt, was normal ist, hat Ängste aufgebaut und Hemmschwellen durchbrochen und tief in uns drinnen, ohne das wir es bemerkt haben, ganz unterbewusst und schleichend, unser Denken und unsere Seele umgeformt, neue Kanäle gelegt, Reize provoziert und Werte eingebrannt. Als Gehirnwäsche kann man es auch bezeichnen. Oder wie kann man es sonst nennen, wenn Menschen schätzungsweise
bis zu 10 Jahre ihres Lebens vor einem Bildschirm sitzen, der uns erzählt, was passiert, was gut ist, was schlecht ist, wer toll ist und wer ein Verlierer ist, wer sterben muss und wer leben muss, was wir kaufen sollen und wen wir hassen sollen, was normal ist und was nicht normal ist. Kollektive Verdummung trifft es besser.
Beginne selber zu denken! Diesen Satz sage ich anderen, aber auch mir selbst. Lest Bücher, lest Blogs, diskutiert mit anderen Menschen über eure Meinung und erweitert euren Horizont und lasst die Entscheidung über richtig und falsch nicht in der Hand von wenigen. Wer will schon eine Marionette sein?
“Throw away your television!”, das singen die Chili Peppers.
Trotzdem schaue ich hin und wieder Fernsehen und verrate somit eigentlich mich selbst.
Aber man darf dabei eines nicht vergessen: Beobachte ihn sorgsam, den Feind, und schlage zu, wenn es nötig ist …