Wenn das Schicksal zuschlägt …

29 08 2008

… dann nennt man das einen Schicksalsschlag. Schicksalsschläge kommen immer unerwartet, aus diesem Grunde erwarte ich grundsätzlich jeden Tag das Schlimmste, um ihnen zu entgehen.
Das Geniale an der Sache ist: Wenn dann mal wirklich ein erwarteter Schicksalsschlag die Lebensplanung zerschmettert, dann ist man trotzdem nicht darauf vorbereitet. Paradox?

Ich könnte theoretisch auch etwas zu meinen Erfahrungen in Weissrussland schreiben, aber jenes was man erwartet, kann uninteressant werden, wohingegen das Unerwartete die meisten Augenpaare auf sich zieht, so wie man auch vorwiegend lieber am Unglück des anderen, als an dessen glücklichen Erlebnissen teilnimmt, weil Letztere einem in der momentanen Situation selbst vielleicht verwehrt bleiben. Zudem verfalle ich beim Aussortieren von Fotos (welche ich beim Beschreiben meiner Erlebnisse der letzten drei Wochen nicht vorenthalten möchte), doch zu schnell in Melancholie und bin dann so mit
mir selbst beschäftigt, dass ich es für eine bessere Idee halte, meine Reflektionen auf die nächsten Tage zu verschieben.



They say, Berlin is the place to be

5 08 2008

Schöne Tage dort verlebt. Viele Fotos gemacht. Ob die schön sind, bleibt dem Urteil des Betrachters überlassen. Einen weiteren Promi aus der Nähe gesehen. Nachdem mir Tom Hanks letzten Sommer nach seiner Shoppingtour auf Capri beim Einsteigen in sein Boot in Sandalen und Urlaubskluft zurückgewinkt hat, habe ich am Berliner Flughafen fast Christoph Maria Herbst umgerannt. War wohl im Stress, möglicherweise war er sogar in derselben Maschine, und der letzte Koffer am Band, der da einsam stand, der gehörte vielleicht ihm.

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Ach übrigens: Danke an den weißen BMW für sein Aufblinken heute morgen – der Blitzer war doch sehr gut hinter diesem
Busch versteckt.

Dieses Blog hat sehr zu leiden, vorallem im Sommer, wo ich die Sonne der LCD-Beleuchtung vorziehe. Die nächsten drei Wochen werde ich mit diesem Hilfsprojekt in Weissrussland verbringen.
See you later alligators!



Angst vor dem Glück

4 08 2008

Was macht Menschen verletzlich? Es ist das, wovon man denkt, dass es einem Schutz gegen die Angst bietet. Es ist das Glück, welches, ob hart erkämpft oder zugeflogen, ein zerbrechliches Glück ist. Mit dem Glück wird keine Warengarantie geliefert; es hält einfach nur als Zustand an, interessiert sich nicht für uns, wenn es kommt, und es achtet nicht auf uns, wenn es wieder geht.
Mit dem Glück kommt soviel einher. Angst, es zu verplempern. Angst, die falschen Entscheidungen zu treffen. Angst, es nicht verdient zu haben. Angst, es zu verlieren.
Darin besteht diese Rastlosigkeit, ungeifbare und irdische Verdammnis. Ob wir im Glück schweben oder durch den Bodensatz des Lebens kriechen – wir Seelen sind dazu verdammt stets im Unklaren darüber zu sein, was kommen mag.
Überall lauern die Gefahren.

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