Frieden, der wäre schön …

23 10 2008

Die Diskussion um den Einsatz der deutschen Streitkräfte am Hindukusch und sonst wo entflammt dauernd wieder neu, oder besser: sie lodert unablässig vor sich hin. Was die Bundeswehr dort leistet ist kein Spaziergang und beschränkt sich nicht nur auf auf freundlichen Kontakt mir der Bevölkerung und Schulen bauen. Sie machen dort das, was der Job eines Soldaten ist. Wir werden uns an das Sterben der eigenen Leute gewöhnen müssen, wobei ich einschätze, dass die deutsche Öffentlichkeit vorzugsweise formal verdrängt, als den gefallenen Soldaten wenigstens die Ehre zu erweisen, im Kampf gefallen zu sein.

Krieg kann nicht verhindert werden, indem man ihn einfach nicht führt, sondern indem man die Gründe für sein Entstehen beseitigt.



Was mir schon immer mal durch den Kopf schwirrte …

20 10 2008

Harte Arbeit hat aus so manchem Faulenzer noch ein engagiertes Gewerkschaftsmitglied gemacht.



Oma Hilde und das liebe Geld

2 10 2008

Die Apokalypse macht sich breit. Die Altersvorsorge von Oma Hilde, die sie bei dem netten CityBank-Berater abgeschlossen hat, ist verschwunden, die Bank pleite und das Geld ist, so bekommt man erzählt – “weg”.
Was heißt “weg”? Stellt sich denn niemand die Frage, wo dieses Geld eigentlich hingekommen ist? Hat das jemand weggezaubert, oder ist es über Nacht vertapeziert worden?

Geld entsteht nicht oder verschwindet nicht einfach, es wechselt nur seinen Besitzer.

Ist das nicht kriminell, extrem unsichere Anlagemöglichkeiten schon fast so zu beschreiben, als wären es simple Sparbücher? Und wer hat schuld? Der Markt, die Wirtschaft, die ominöse Broker und Banken, gesichtslos und unbekannt. Am Ende will keiner schuld gewesen sein, es waren nämlich grundsätzlich immer die anderen. Man sei ja bloß nicht richtig informiert worden. Bei manchen klingt es schon fast so, als wäre das eben etwas, dass zur
Wirtschaft dazugehört, dass Millionen Menschen ihr Hab und Gut verlieren.

Damit der ganze Laden wieder weiterläuft und weiterhin investiert, Dividenden kassiert und abgezockt werden kann, wird das Portmonaie wieder aufgefüllt mit dem Geld von den Leuten, die es auf ehrliche Weise mit handfester Arbeit verdienen, denn ohne Abzocke läuft der Rest der Welt auch nicht rund. Das hat man schon geschickt eingefädelt und uns an eine Leine genommen, ohne dass wir das je gemerkt hätten.

Da drängt sich mir im Fall von Oma Hilde eine dreiste Vermutung auf, und zwar die, dass dieser zusätzliche Anlagegewinn, welchen man ihr für die Rente, ihr Begräbnis oder die Operation ihres Sohnen versprochen hatte, in Eimer ohne Boden investiert worden ist. Hat es je exisitiert?
Und Oma Hilde wollte doch einfach nur ein Sparbuch.

Zündet die Wallstreet an !!!