Mickey & Mallory

10 04 2010

Wie oft wird von Menschen behauptet, Gebete wären Worte, die in der Größe unseres gottlosen Universum verhallen würden. Ja, leider verhallen sie, so oft – zu oft. Doch die Gebete versickern nicht im Nichts, weil Gott ihnen kein Gehör schenkt. Nein – sie verschwinden im Strudel der Verzweiflung, weil wir die Engel sind, die nicht seinem Ruf folgen, die Bitten unserer Mitmenschen zu erfüllen.

Mickey: The whole world’s comin’ to an end, Mal!
Mallory: I see angels, Mickey. They’re comin’ down for us from heaven. And I see you ridin’ a big red horse, and you’re driving them horses, whippin’ ‘em, and the’re spitting and frothing all ‘long the mouth, and the’re coming right at us. And I see the future, and there’s no death, ’cause you and I, we’re angels…
Mickey: I love you, Mal.
>Mallory: I know you do baby, and I’ve loved you since the day we met.



Kill Kill KILL !!

7 04 2010

Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Ein Friedensnobelpreisträger erteilt einen Tötungsbefehl für eine Menschen, dessen “Verbrechen” es ist – man höre und staune – verdächtig zu sein. Verdächtig. VERDÄCHTIG. Ich lese dieser Wort nun schon seit einer halben Stunde, aber irgendwie finde ich zwischen dem ‘V’ und dem ‘Ä und dem ‘CH’ nirgends auch nur den typografischen Ansatz eines versteckten ‘B’ von “Beweis”. Aus diesem Grund schlage ich der Gerechtigkeit halber vor, den iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad für exzellente Arbeit im Bereich der Völkerverständigung, Aussöhnungs-und Friedensarbeit auszuzeichnen. Alternativ könnte Herr O. den Preis höflich an Herrn B. – ehemals in selber Position – weiterreichen, und dazu beglückwünschen.

Ach, ich höre mich verbittert an? Wie kann ich das auch nur, was gäbe
mir denn nur den Hauch eines Grundes, verbittert zu sein? Fakt ist: Auf der richtigen Seite des Flusses zu stehen reicht aus, um vom Tal der Einhörner und Kolibris als Heilsbringer ausgezeichnet zu werden. Denn nur die Guten bekommen den Friedensnobelpreis. Weniger ausschlaggebend hingegen ist es, ihn auch verdient zu haben.

Mach den Hoffnungsträger, und lächle nett …
… was ist die Moral von der Geschicht’ …?
Der Friedensnobelpreis kann mich mal FETT.



Der Rosenzüchter, in jeder Seele innewohnend

4 04 2010

Wahre Liebe wird so oft verkitscht und verarscht, persifliert und versketcht, es werden unzählige Bücher darüber geschrieben und unzählige Filme darüber gedreht, und das alles nur aus einem Grund: Weil sie fast nie vorkommt.



Der Esel und der Hase

3 04 2010

“Siehst du nicht meine Verzweiflung, Hase?”
Der Esel starrte über den Ackersalat hinweg in den Sonnenuntergang, bevor er mit dem Hase an seiner Seite weiter den staubigen Feldweg entlangtrabte.
“Welchem der Wege soll ich folgen? Woher soll ich wissen, welcher mich in die Irre leitet?”
Der Hase, der Mühe hatte den großen Schritten seines Freundes zu folgen, stellte die Ohren auf und flüsterte: “Vergess’ die Schilder und Rufe derer am Wegesrand. Folge deinem Herzen.”
Langsam drehte der Esel seinen Kopf und sprach leise: “Ach ja, wie gerne würde ich deinen Rat befolgen. Aber wie soll ich den Weg meines Herzens gehen, wenn ich nicht weiß, in welche Richtung es stolpert?”