Betrachtung der Menschheit – #3 – Tod und Sinn

15 05 2006

Bevor wir Menschen anfangen den Sinn des Lebens zu suchen, sollten wir damit aufhören, solches täglich zu zerstören.

Ich bin froh darüber, nicht dem Zwang zu unterliegen, Menschen töten zu müssen.
Froh bin ich darüber, kein Soldat sein müssen oder Polizist.
Wenn man einen Menschen tötet, stirbt eine Seele. Es stirbt ein ganzes Bewusstsein, so wie es jeder von uns hat. Alle seine Erfahrungen, Gefühle und Gedanken gehen verloren.
Der Tod ist ohnehin schon nichts Schönes, warum muss man dann, nur um sich selbst oder einem blöden Zwang treu zu bleiben, einen Menschen töten?

Dann kommen wir zu dem Punkt, an dem man entscheiden muss, ob es sinnvoll war eine Tötung durchzuführen. War er Notwehr? War es unbeabsichtigt – ein Unfall? Oder war es einfach nur Unzurechnungsfähigkeit?

So abgebrüht man auch sein mag, vor dem Tod hat jeder Angst.
Wenn es keine Angst vor dem Verlust des Lebens ist, dann ist es die Ungewissheit die an jedem nagt. Vielleicht ist es aber auch der Neid auf die Menschen, die nach einem selbst weiter ihren Wünschen und Zielen auf dem Pfad der Lebenden folgen können.

Der Tod ist das typische Beispiel dafür, anstehende Dinge und Sorgen zu verdrängen. Ist er eingetreten, kann man sich darum so oder so nicht mehr kümmern.
Aus diesem Grund kommt der eigene Tod bei mir gar nicht auf die ToWorryAbout-Liste des Lebens.
Vielleicht sollten aber andere Dinge auf diese Liste, die man vor dem Ende des Lebens noch erledigen will.
Diese Liste ist nämlich gnadenlos.

Asche zu Asche Staub zu Staub, wir haben zu gehen, wenn wir zu gehen haben – nicht davor und nicht danach.

Liedtipp: Phil Collins – Another Day In Paradise


Ich würde gerne ...

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