Geträumt I

24 06 2006

Normalerweise träume ich nicht viel. Heute morgen jedoch, erinnerte ich mich an einen freudigen Traum. So fröhlich war ich beim Aufwachen schon lange nicht mehr.
Nein, ich habe nicht von meiner Weltherrschaft oder einem eigenen Haus mit Garten geträumt. Der Hauptakteur in dem Traum war goldig, mit goldenem Fell und treuherzigen, dunklen Augen, sowie einer hechelnden Zunge.
JayJay habe ich ihn im Traum getauft.

Mir war die ganze Zeit klar, dass ich mich nicht in der Realität befinde.
Die Wiese, auf der ich mit ihm Fang-den-Stock gespielt hatte, war so wenig echt, wie der Stock den er nach jedem Wurf wieder euphorisch hoppelnden vor meine Füße auf das nasse Gras gelegt hatte.
Wenn ich ihn umarmte schlabberte er mit seiner nassen Zunge über meine Gesicht und stubste mich mit seiner kalten Nase.

Dieses komische Kribbeln im Hinterkopf beim Aufwachen, hatte aber auch einen Grund.
Am vermeintlichen Ende des Traumes
vermag ich mich daran zu erinnern, dass er mir weggenommen wurde, JayJay. Eingesperrt in eine kleine Gartenhütte aus frischem und hellem Holz, wie man sie im Baumarkt findet, ohne Fenster und ohne Tür und auf keinen Fall geschaffen für einen Golden Retriever.

Er war mein JayJay, auch wenn er nicht mir gehörte. Doch er gehörte auch niemand anderem – er gehörte sich selbst. Das herzzereissende Winseln höre ich immer noch in meinen Ohren.

Ich habe ihn kein einziges Mal Bellen gehört.

Liedtipp: Snoop Doggy Dog – What’s my name


Ich würde gerne ...

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