Taub für Gefühle

27 06 2006

Über Gefühllosigkeit in emotionalen Phasen anderer habe ich mich oft gewundert. So langsam beginne ich zu begreifen, dass ich mich selbst in vielerlei Hinsicht nicht anders bin. Es schockiert mich selbst.

Dazu kommt mir der Flüchtling Ravic aus Arc de Triomphe in den Sinn, der seine Geliebte beschwichtigt, als sie ihm ihre bedingungslose Liebe gesteht. Er meint, dies sei alles nicht wahr. Irgendwann, wenn sie sich beide nicht mehr ausstehen können, wird sie mit ihm Schluss machen und aus seiner Wohnung rennen. Dann an dieses Liebesbekenntnis zu denken, würde höllisch schmerzen.

Manchmal, wenn man in Bücher schaut, ist es fast so, als würde man in der eigenen Zukunft blättern.

Wenn ich aus dem Fenster blicke, erinnere ich mich grundlos daran, wie es an einem sonnigen Tag im Januar war.
Man fühlt sich ganz anders. Diese Stille und Eiseskälte. Kontrast zwischen blendender Sonne und gefrorenen Bäumen.
Die Lungen saugen kalte Luft ein. Das beruhigt. Der Sommer hingegen bringt einen nur durcheinander.

Liedtipp: Farin Urlaub – SUMISU


Ich würde gerne ...

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