Die Liebenden

27 09 2006

Sie saßen beide so glücklich da. Sie hatten sich nichts zu sagen, weil sie so fröhlich zusammen waren, dass jedes Wort überflüssig war, und allein der Blick in den Sternenhimmel alle Fragen beantworten konnte, welche den beiden Liebenden zu diesem Zeitpunkt auf dem Herzen brennen hätten können.
Er strich über ihre Haare und sie küsste seine Wange. Sie hätten sich stundenlang in die Augen schauen können, wäre ihr Leben so weiterverlaufen, wie es das jetzt tat.
Aber es sollte nie so schön bleiben, wie es eigentlich sein sollte. Der Weg zum ewigen Glück blieb ihnen versperrt und aus den Augen ihrer tropften kleine Tränen auf ihr weißes Abendkleid.
Ihre Tränen waren so klein, weil sie nicht mehr weinen konnte, so oft sie in den letzten Tagen geweint hatte.

Am nächsten Tage um diese Zeit würde sie allein und einsam wieder an diesem Ort sitzen und den gleichen Mond anschauen, wie er es tun würde, weit, weit, weit weg.

nVielleicht würde er nie zurückkehren.

Denn der Krieg ist gnadenlos und verschont niemanden – auch nicht die Guten.
Denn im Krieg gibt es keine Guten.


Ich würde gerne ...

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