Nachtrag zu “Revival: Sündenböcke gesucht”

24 11 2006

Der Amokläufer von Emsdetten hasste Gläubige.

Wenn jemand mit ihm wirklich ernsthaft über Gott geredet hätte, wäre vielleicht verhindert worden, was er angerichtet hat.
Er beschimpfte in seinem Abschiedbrief Religion und Glaube, weil es ihm nicht recht ist, wenn in sein Leben eingegriffen wird.
Er war ein armer Außenseiter, doch wenn er ein einziges Mal eine Bibel aufmerksam gelesen hätte, wäre im klar geworden, dass Jesus genau ihm hilft. Dem Außenseiter, dem Gesellschaftsversager, dem Verlierer. Den Ausgestoßenen und von der Gesellschaft Gehassten Menschen. Sein Weblog sagt alles.

Er war nicht der erste Mensch mit diesen Problemen.
Und bevor einige weiter Jagd auf Auslöser solcher Bluttaten machen, und dabei eindeutig im falschen Garten graben, sollten wir uns alle
selber an die Nase fassen und Mitmenschen unserer Gesellschaft nicht ausschließen sondern integrieren.
Das kann jeder selbst sofort tun.

Ein paar freundliche Worte reichen oft schon.


Ich würde gerne ...

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5 Antworten to “Nachtrag zu “Revival: Sündenböcke gesucht””

24 11 2006
dr.no (16:59:30) :

Ich glaube durchaus, daß mehr wahre Spiritualität der Welt gut täte.
Allerdings frage ich mich, nach der Lektüre des Abschiedsbriefes welche christlichen Antworten Sie einem scheinbar misanthropisch frustriertem Asozialen gegeben hätten. (Er meint mit Religion vermutlich die institutionalisierte Form der Religion — die Kirchen.)

24 11 2006
plasmaoxyd (18:07:39) :

Das ist veständlich. Aber ich meinte damit keine theologischen Antworten sondern einfach Liebe, Rücksicht und Respekt: gelebten Glauben, keine Predigten.
Natürlich ist es schwer solch einen Fanatismus zu stoppen, aber wie ich es aus seinen Aufzeichnung auffasse, hasste er andere Menschen für ihre schlechten Eigenschaften. Wenn ihm jemand nur klar gemacht hätte, was für nette Leute es auf dieser Welt gibt … Ein Kumpel der ihm aus seinem Loch raushilft. Aber das gab es anscheinend nicht.

25 11 2006
Letizius (15:15:52) :

Ich denke wieschon gesagt das ein Mensch ganz natürlich irgendwann durchdreht wenn er auf dauer von allem Ausgestosen wird, von der Gesellschaft nur verarscht wird, und wenn in dem Bereich der verachtung auchnoch die Liebe mitspielt wird es ziemich schmerzhaft für den Betroffenen, vorallem wenn man keinen hat, mit dem man über diese Probleme reden konnte, ich glaube er wollte einfach nur ein kleines bisschen Achtung, und er hat das auch immerwieder versucht, Kontakt zu anderen herzustellen.

Was die These mit den Killerspielen zu tun hat weiss glaub ich keiner auser die Oberschlauen Politiker, die selber noch nie Erfahrung mit solchen Spielen hatten

25 11 2006
plasmaoxyd (15:38:17) :

Die Killerspiele Diskussion wird jetzt wieder hoch her gehen. Spätestens in ein bis zwei Wochen wenn nicht früher, wenn dann der nächste Slandal von der BILD oder RTL platt gatrampelt wird, wo dass öffentliche Fernsehen dann auch aufspringt, dann wird dieses Gerede im Sand versinken.
Beim nächsten Amoklauf wirds dann wieder ausgegraben.
That’s the way it goes ! …^^

8 12 2006
Gedanken im Glas » Blog Archive » Hallo Polizei (13:53:38) :

[...] Nicht, dass ich mich jetzt darüber lustig machen wollte, aber der momentane Medienhype ist mehr als eine peinliche Angelegenheit und ich bin mir sicher: Würden Frettchen Fernsehen schauen, die würden vor Lachen aussterben. [...]

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