Museumsgefühle

28 01 2007

Geruchslose Luft, und leise Klavierstimmen, steigend wie fallend, füllen zusammen mit hier und da leisem Gemurmel die Räumlichkeiten. Weiß gestrichen, ein Raum wie der andere. In ihnen steht nichts, außer ein Stuhl in der Ecke, auf diesem dunkelbraun getäfelten Holzboden, während an der Wand wenige Bilder verschwenderisch den Platz einnehmen. Verschiedenste Motive, wobei ein jedes in eine andere Welt entführt. Nichts bewegt sich, man könnte nur denken, die Figuren der Gemälde zwinkern einem hin und wieder zu. Im nächsten Raum herrscht komplette Stille und die Ästhetik der Ruhe, Ordnung und Nüchternheit dieser Räume bricht wie ein tosendes Gewitter auf mich ein, so schließe ich die Augen, atme tief durch und fühle mich zufrieden, inmitten dieser Kunst. Dieser Minimalismus, die weißen Wände und sauberen Kanten, die beim genauen Hinschauen gar nicht so sauber geschnitten sind, und die kleinen Krümel die den Holzboden besiedeln, hauchen
den protzig großen Räumlichkeiten etwas Leben ein.
Das Highlight des Nachmittags: Ein zerknülltes Blatt Papier auf einem weißen Sockel, überglast. “A crumbled Sheet of paper.” Unglaublich. Daneben “Pieces of Paper”. Dabei ganz wichtig: Dazu benutzt wurde amerikanisches Briefpapier. Kein Scherz.

Warum war ich so unkreativ und bin nicht auf diese Idee gekommen?


Ich würde gerne ...

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