Gibt es ein Leben nach der Geburt?

17 03 2007

Ein ungeborenes Zwillingspärchen unterhält sich im Bauch seiner Mutter:
“Sag mal, glaubst du eigentlich an ein Leben nach der Geburt?” fragt der eine Zwilling.
“Ja, auf jeden Fall! Hier drinnen wachsen wir und werden stark für das, was draußen kommen wird”, antwortet der andere Zwilling.
“Ich glaube, das ist Blödsinn!” sagt der Erste. “Es kann kein Leben nach der Geburt geben – wie sollte das denn bitteschön aussehen?”
“So ganz genau weiß ich das auch nicht. Aber es wird sicher viel heller als hier sein. Und vielleicht werden wir herumlaufen und mit dem Mund essen?”
“So einen Unsinn habe ich ja noch nie gehört! Mit dem Mund essen, was für eine verrückte Idee. Es gibt doch die Nabelschnur, die uns ernährt. Und wie willst du herumlaufen? Dafür ist die Nabelschnur viel zu kurz.”
“Doch, es geht ganz bestimmt. Es wird eben alles nur ein bisschen anders.”
“Du spinnst! Es ist noch nie einer zurückgekommen von ‘nach der Geburt. Mit der Geburt ist das Leben zu Ende. Punktum.”
“Ich gebe ja zu, dass keiner weiß, wie das Leben nach der Geburt aussehen wird. Aber ich weiß, dass wir dann unsere Mutter sehen werden und sie wird für uns sorgen.”
“Mutter?? Du glaubst doch wohl nicht an eine Mutter? Wo ist sie denn bitte?”
“Na hier – überall um uns herum. Wir sind und leben in ihr und durch sie. Ohne sie könnten wir gar nicht sein!”
“Quatsch! Von einer Mutter habe ich noch nie etwas bemerkt, also gibt es sie auch nicht.”
“Doch, manchmal, wenn wir ganz still sind, kannst du sie singen hören. Oder spüren, wenn sie unsere Welt streichelt … ”

Nach Henry Nouwen


Ich würde gerne ...

Infos

8 Antworten to “Gibt es ein Leben nach der Geburt?”

17 03 2007
Phil (23:28:58) :

…und wie sieht das Leben nach dem Heute aus?

;-)

18 03 2007
plasmaoxyd (11:01:03) :

Die Geschichte zeigt einfach, wie wenig man von unserem menschlichen Standpunkt aus sagen kann, dass mit dem Tod ein endgültiges Ende da ist, weil wir es genau so wenig wissen, wie das Zwillingspaar.

“Glaube ist Gewissheit ohne Beweise.”
(Henri-Frédéric Amiel)

Für manche mag ich jetzt vielleicht als verrückt gelten, aber ich denke so:
“Es wird keine Nacht mehr geben und sie brauchen weder Lampen- noch Sonnenlicht. Gott, der Herr, wird über ihnen leuchten, und sie werden in alle Ewigkeit als Könige herrschen.”
Offenbarung 22,5
:)

18 03 2007
Anne (15:21:26) :

Das ist eine wunderbare “Geschichte” :)
Du hast die Gute Nachricht! ^^ Cool…
Ich hab da ein paar Fragen, und es würde mich interessieren, wie du das siehst. Denn ich glaube, dass jeder Christ diese Fragen hat… (bzw. hoffe es):
Im Korinther Kapitel 15 steht, dass Jesus für unsere Schuld gestorben ist und auferstanden.
“Nur aber IST Christus vom Tod auferweckt worden, und als der erste Auferweckte gibt er uns die Gewähr, dass auch die übrigen Toten auferweckt werden. Durch einen Menschen kam der Tod. So kommt auch durch einen Menschen die Auferstehung vom Tod. Alle Menschen gehören zu Adam, darum müssen sie sterben; aber durch die Verbindung mit Christus wird ihnen das neue leben geschenkt werden.” (1Korinther 15, 20-22)
Das heißt jetzt aber nicht automatisch, dass ich, wenn ich Christ bin, einfach alles darf! Die Schuld wird vergeben.. hm… gut! Aber man
soll doch trotzdem nächstenliebend handeln! Und warum steht in der Offenbarung dann, dass über alle Menschen gerichtet wird? Und was ist mit den Menschen, die total nett sind, aber nicht an Gott glauben?? Das ist so wiedersprüchlich…! Was soll man da glauben?
“Denn Christus muss so lange herrschen, bis er alle Feinde unter seinen Füßen hat.” (1Korinther 15, 25)
Heißt das, dass Jesus seine Feinde zu Freunden macht, oder dass er sie vernichtet?
Okay, das ist alles so kompliziert^^… Und dann gibts da noch diese Leute, die behaupten, dass alles was in der Bibel steht UMBEDINGT wahr sein muss! Warum gibts dann zwei Schöpfungsberichte? *kopf schüttel* Glauben ist echt nicht einfach, aber es ist immer wieder interessant, darüber nachzudenken…
Liebe Grüße, Anne.

18 03 2007
darki (18:00:28) :

Wie das Leben nach dem Heute aussieht, wirst du warscheinlich schon Morgen feststellen können. xD

18 03 2007
plasmaoxyd (18:04:51) :

Erstmal: Nein, als Christ darf man nicht tun was man will.
Man muss versuchen Gottes Wille und seine Gebote, so gut wie möglich zu erfüllen, was bedeutet keine Sünden zu begehen. Man kann es so definieren, dass alles eine Sünde ist, was uns von Gott abbringt.
Erschöpflich erfüllen wird man seine Wille jedoch nie können, kein mensch bleibt sündenfrei. Aus diesem Grund nimmt Jesus symbolisch alle Sünden auf sich, er ist quasi der Minenhund gewesen, der vorraus ging, uns die gute Nachricht überbrachte, Gottes Wille verkündete, und dadurch von Menschenhand getötet wurde.
Sünden werden vergeben, wenn man sie BEREUT. Hier kann man jedoch lange diskutieren, so gibt es die Ansicht, dass bestimmte “Todsünden”, den Weg zum ewigen Leben versperren, was ich aber für falsch halte.

Zu den “netten” Menschen, die in gottes Sinne handeln, obwohl sie nicht an
Gott glauben, spricht die Bibel für sich:
Dann werden die, die den Willen Gottes getan haben, fragen: Herr, wann sahen wir dich jemals hungrig und gaben dir zu essen? Oder durstig und gaben dir zu trinken? 38 Wann kamst du als Fremder zu uns und wir nahmen dich auf, oder nackt und wir gaben dir etwas anzuziehen? 39 Wann warst du krank oder im Gefängnis und wir besuchten dich? 40 Dann wird der König antworten: Ich versichere euch: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder oder für eine meiner geringsten Schwestern getan habt, das habt ihr für mich getan. Matt. 25,37-40
Hier gibt es einen Haufen Theorien, alleine schon deswegen, weil die Offenbarung des Johannes etwas arg kompliziert zu verstehen und weit interpreierbar ist.

Jesus wird niemanden vernichten. Als seine Jünger mit Gewalt seine Verhaftung verhindern wollen spricht er:
Aber Jesus befahl ihm: »Steck dein Schwert weg; denn alle, die zum Schwert greifen, werden durch das Schwert umkommen. Matt. 26,52

@
dark_android: Ist das Leben denn morgen so anders als heute? ^^

19 03 2007
canela (13:30:44) :

ich habe drei. zwei davon wurden nie geboren, eins lebt und macht das dasein lebenswerter.

die anderen zwei, sind immer bei mir da. manchmal fliegen sie um mich herum. manchmal sind sie leise und ich spüre sie nur, wenn ich in mich gehe. es gibt auch ein leben ohne geboren zu werden. in meinem kopf und in meinem herzen.

19 03 2007
Anne (21:04:29) :

Super Antwort… langsam blick ich durch und finde meine Meinung und Position im Glauben. :) Schöööön!

7 11 2008
batsy (16:49:03) :

gerade zu dem thema die gerecht leben, fällt mir heselkiel ein vorallem 3 und 18.lg,batsy

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