Nachtgedanken

3 04 2007

Zu lieben muss man lernen, Hass kommt von allein.

Ich spüre wie das Unglück über mir schwebt. So restlos glücklich wie im Moment, so kann ich mir kaum vorstellen, dass es so bleibt. Vielleicht ist aber genau dies das Geheimnis: Man muss einfach nur an sein Glück glauben.
Ich geistere nach einer durchzechten Nacht durch die Stadt und telefoniere mit meiner Mailbox. Die erzählt mir was von “Keine neuen Anrufe”.
Ich bin allein, die Straßen sind leer und ich springe frei, glücklich und angetrunken über den Asphalt. Im Rohbau neben mir plätschert Wasser vor sich hin. Komische Geräusche dringen mir zu Ohren, welche ich sonst nie wahrgenommen habe.
Die Tankstelle hat zu. Keine Menschenseele weit und breit. Ich inspiziere die Zapfsäulen.
Wenn ich eines komisch finde, dann sind es solche Momente. Überall leuchtet Licht, von innen hört man das
Summen der Kühlschränke, oder das Surren der blauen Neonlichter über meinem Kopf.
Keiner braucht das, weil auch niemand da ist. Fröhlich blinken die Lichter durch die Nacht und keinen juckt’s.
Einen Moment fühle mich als eines dieser Lichtchen, die verloren und sorglos die Nach erhellen – und niemand interessiert sich dafür.


Ich würde gerne ...

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2 Antworten to “Nachtgedanken”

3 04 2007
Malek Nosghu (12:53:55) :

Nun ja – *Du* warst doch da, oder? Dann hats eben für Dich geleuchtet. Dich hats gejuckt. :) Heute Nacht juckts vielleicht einen anderen einsamen Wanderer? Schöne Vorstellung… Ich glaube, es gibt für jeden nächtlichen Wanderer solche Lichter – alles was man braucht sind zwei offene Augen..naja, eines tuts im Notfall auch ^^

3 04 2007
plasmaoxyd (13:54:44) :

Hehe, ja, offene Augen braucht man, und einen bestimmten “Pegel”. *grins*

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