Chamäleon

4 05 2007

Er ist ein eines. Während seine Augen in ausgeschlafenen Höhlen liegend, von einer ruhigen und ausgeglichen Mimik unterstrichen entspannt die Umwelt abtasten und die Worte gewählt und ganz ohne Aufregung aus dem Mund plätschern, tobt innen ein Inferno von ungeahntem Ausmaß. Weshalb aufregen? Später wird es doch auch nicht besser. Es lässt sich auch leicht umdrehen, selbst wenn es nicht dem Wesen entspricht, dass versucht seine Gefühle auf einer Leinwand unter Kontrolle zu haben: Die Niedergeschlagenheit kondensiert am Herz, doch das Gesicht strahlt dem Gegenüber Spaß und Unsinn entgegen. Er peitscht sich selbst an, aber spürt zugleich die Angst vor dem Verlieren. Keine Chance, etwas dran zu drehen? Oder ist alles nur Einbildung?
Wann erkennt man die wahren Gefühle? Wann ist man soweit sich in jemanden anderen hinein versetzen zu können? Das kann man erst dann, wenn man es nicht vermutet. Wenn man es vermutet, dann empfindet man eine
Persönlichkeit nach, die nicht existiert.
Das Schlimmste ist aber eindeutig, dass man nie sich selbst kennt, während man versucht, andere zu erkennen.


Ich würde gerne ...

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2 Antworten to “Chamäleon”

5 05 2007
postmaster (10:56:51) :

Das ist schön. Das gefällt mir richtig gut. Aber sagtest Du nicht dieser Post würde das mit dem “Blumen gießen” erklären? Dann schein ich irgendetwas nicht zu kapieren. Aber als einzelnen Post für sich gesehen find ich’s echt gut…

5 05 2007
plasmaoxyd (13:22:07) :

=)
Wollte damit eben ausdrücken, dass die Stimmung, die in den Posts vorherrsscht, oft total verschieden von meiner wirklichen Stimmung ist.

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