Was sich Gott dabei wohl denkt …

16 05 2007

In Eile spricht aus mir Unverständnis, doch hoffe ich, dass man meine Aufregung und meine Gedanken verstehen kann.

Sie sagen, Gott gibt es nicht. Sie wollen andere davon überzeugen. Schön. Sollen sie doch.
Christen wollen entgegenhalten und in einer TV-Sendung die Existenz Gottes beweisen. Die Rationalisten sind ihre Gegner in diesem schwachsinnigen Duell.
Seit Jahrtausenden versuchen Menschen die Existenz Gottes zu beweisen. Am Ende bleibt immer die Ungewissheit, die weder einem naturwissenschaftlichen Weltbild Recht gibt, noch zweifellos die Existenz Gottes beweist. Doch das ist Ansichtssache.

Brian Flemming ist Atheist. Aber er zieht voller Inbrunst in einen Kreuzzug, seinen Kreuzzug gegen Gott: “Bis zum Ende des Christentums” will er kämpfen, sagt der 41-jährige
Dokumentarfilmer aus Los Angeles oft.

Ahja, gut. Was versucht er zu bezwecken? Abweisung vom Irrweg? Verhinderung “Heiliger Kriege”? Mit solchen Zielen zettelt man höchstens welche an …

“Christen, bereitet euch auf den Kampf vor”, ruft Mike Mickey, Initiator der Website “Praise The Lord Challenge” auf.

Und dieser Mostkopf springt darauf an. Damit stiftet man keine Hoffnung und Liebe, sondern Hass. Wer mag Hass? Also ich nicht …

Was da wieder veranstaltet wird, gefällt mit Sicherheit weder Gott, noch dem Gott der Atheisten, wenn sie einen hätten – wo wir beim Punkt wären: Diese Idioten glauben doch wohl nicht ernsthaft, die Frage nach Gott in einer beschissenen Fensehsendung beantworten zu können !?!
Was maßen sich diese Bengel eigentlich an? Es geht hier um die Frage nach dem Sinn, die ultimative Sinnfrage, die ein lebendiger Mensch niemals beantworten wird können! Das Ergebnis dieser Sendung wird gestiftete Verwirrung
sein. Und Hass.

Habt ihr euch auch früher im Geschichtsunterricht gefragt, was der Auslöser dafür sein mag, dass sich Menschen auf dieser Welt gegenseitig sinnlos umbringen? Die Lösung liegt auf dem Tisch, hier direkt vor uns. Keiner kann den Glauben und die Ansichten anderer respektieren. Dazu lassen wir das Ganze noch in einer total missgebildeten Gesellschaft geschehen, in der Amerikanischen – dann haben wir den Salat.

Eine persönliche Meinung: Meine Erfahrungen und philosophischen Überlegungen kommen zum Schluss, dass es einen Gott geben muss. Ich lasse Canterbury und Kant sinngemäß sprechen: Was geistig exisitiert, muss auch in der Realität existieren. Ein gedachter Sack von 100 Talern ist mindestens so gut, wie ein realer Sack mit 100 Talern.
Doch das ist ein Weg, den jeder Mensch selbst gehen muss. Am Ende gibt es zwei Ausgänge, zwei Möglichkeiten, für eine von beiden sich jeder entscheiden muss. Wohin diese Türen führen werden, dass wird für immer ungewiss bleiben.
Zumindest in dieser Welt.

Eines haben Gläubige und Atheisten jedoch gemeinsam. Sie wissen beide nicht mit endgültiger Sicherheit, was sie hinter den Türen am Ende des Ganges erwartet, wenn sie ihre Argumentation mit der der jeweils anders denkenden Seite vergleichen, aber hoffen und glauben beide, in kein dunkles Loch zu fallen.
Es ist nicht so? Sie sind sich ihrer Gedanken also sicher? Weshalb versuchen sie dann krampfhaft sie zu beweisen?
Nein, wir müssen alle den Weg der gedachten Erkenntnis beschreiten, egal welche Meinung wir vertreten.
Wenigstens das.


Ich würde gerne ...

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5 Antworten to “Was sich Gott dabei wohl denkt …”

17 05 2007
Nick (11:01:20) :

Hä, ich dachte die Atheisten sind sich gerade sicher, dass sie in ein dunkles Loch fallen oder was meinst du damit?

17 05 2007
plasmaoxyd (13:16:03) :

Hmm, hhmm, du bringst mich zum Nachdenken.
Eigentlich hast du recht. Aber Atheisten glauben ja auch an irgendetwas, an die Rationalität eben, aber das alles hoffnungslos in einem schwarzen Loch endet – wer wünscht sich das denn schon?

17 05 2007
Nick (15:52:13) :

Sicher wünschen die sich das nicht aber sie glauben, dass es so ist.

14 05 2010
Anna (01:21:28) :

So war. Wir müssen nicht alles wissen, meist reicht uns doch der Glaube an etwas um glücklich zu sein. Und darauf läuft doch eigentlich alles hinaus, oder? Alles machen wir doch um glücklich zu sein. Und ich glaube, man kann einfach nicht alles beweisen, vor allem nicht Gottes Existenz. Aber auch nicht das Gegenteil
oder? Nur weil die Menschen etwas nicht verstehen, heißt es nicht zwangsläufig, dass es auch falsch ist…
Oder???

3 06 2010
plasmaoxyd (10:59:49) :

Wow, mir fällt grade auf, dass es drei Jahre her ist, dass ich den obigen Post verfasst habe. Drei Jahre …

Wir Menschen verstehen gar nichts. Jeder hat seine eigenen Augen und seinen eigenen Kopf, und empfindet folglich auch eine andere Welt. Zudem reichen 80 bis 100 Jahre niemals aus, sich all die komischen Sachen zu erklären, die um uns herum passieren.
Alles was wir verstehen, sind eigene Erfahrungen, eigene Entscheidungen, Meinungen und Annäherungen der Wirklichkeit. Auf diesem Hintergrund zerfällt jedes absolute Gedankengerüst zu Staub.

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