ASBO

3 09 2007

Die britische Regierung findet es wohl toll, Menschen wie im Mittelalter öffentlich an den Pranger zu stellen, und ihre soziale Ausgrenzung zu propagieren und anzutreiben. Das ist für mich einer der größten Menschenrechtsbrüche, die man sich vorstellen kann. Auf solche Ideen kommen, wenn überhaupt, nur die Nordkoreaner, Chinesen und diverse andere Unterdrücker-Staaten. Ach, und naürlich die Briten …


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4 Antworten to “ASBO”

18 09 2007
katha (21:01:12) :

Die ASBOs waren dieses Jahr u.a. ein Thema im bayerischen Abitur.

19 09 2007
plasmaoxyd (15:57:37) :

Interessant, ich bin dieses Jahr dran, allerdings in Baden-Würrtemberg.
Finde ich top, das auch solche Themen im Abi drankommen und nicht zum 100 mal “Amerika als Weltpolizei”. ^^

26 12 2007
Kyrios (11:34:56) :

Wo ist das Problem? Wer alte Omas (deren Menschenrechte natürlich nicht zählen) haut, sollte öffentlich bloßgestellt werden.

26 12 2007
plasmaoxyd (16:00:31) :

Verletzt du damit die Menschenrechte einer alten Oma, wenn man den Täter einfach nur normal bestraft und danach in Ruhe lässt? Kennst du ein Grundgesetz in dem jedem Menschen ein Recht auf Rache zugesprochen wird? Also ich kenne das nicht …
Hinzu kommt noch: Nach welchen moralischen Maßstäben entscheidet wer, ob jemand ein Assozialer ist, der diskriminiert wird? Heute ist es vielleicht ein Taschendieb oder Randalierer, morgen vielleicht schon eine schwarze Frau mit unehelichem Kind, weil der zuständige Beamte, der die Menschen als “Assoziale” brandmarkt, vielleicht persönlich einen hass auf solche Frauen hat.

Wo das Problem ist? Das liegt auf der Hand:
1. Der Staat ergeift Partei gegen ein Individuum, ohne sich dabei auf eine gerechte Grundlage, wie z.B. Menschenrechte berufen zu können.
2. Wenn Menschen, die mal eine alte Oma
verprügelt haben, unkontrolliert und unverhältnismäßig bloßgestellt werden dürfen, dann rechtfertigst du mit auch Folter in Gefängnissen und Rassendiskriminierung. Weshalb? Du leugnest mit deinem Urteil nämlich die Tatsache, dass jeder Mensch, egal was er angestellt hat, wie er aussieht, spricht und denkt, einen Anspruch auf die Wahrung seiner Grundrechte hat! Diese gelten sowohl im Starfvollzug, als auch in Freiheit.

Was da passiert ist HETZJAGD!
Man verweigert diesen Menschen eine Chance auf Besserung und Resozialisierung, ihre Chance auf Reintegration in die Gesellschaft. Somit birgt diese Methode nicht nur Nachteile für die betroffenen Personen, sondern auch für die Gesellschaft, denn mit dieser Methode schiebt man das Problem nur vor sich her – oder meinst du diese Leute bessern sich, wenn sie an jeder Ecke lesen können, dass sie Assoziale sind?

Was da geschieht, das erinnert mich an Zeiten in Deutschland, als man vor Läden Schilder aufgestellt hat, wo draufstand: “Hier kaufen nur
Juden ein!”

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