Natur der Momente

8 03 2008

Das Leben besteht aus Momenten. So, wie ein kariertes Heft aus vielen kleinen Kästchen besteht und ein Thermometer aus vielen kleinen Einheiten, so verhält es sich auch mit den Momenten in unserem Leben. Aber diese Einheiten und Einteilungen, die legen wir selbst fest. Wir schaffen sie, um ordentliche geometrische Figuren zeichnen zu können und um feste Zahlen haben zu können, um danach unsere Garderobe zu richten. Wir teilen uns unser Leben in Momente ein, halten sie fest mit Fotoapparaten, Kameras und schlechten Insiderwitzen. Und wenn man sich zurückerinnert, dann merkt man, dass diese Momente nur zu diesen besonderen Momenten geworden sind, zu dieses Perlen der Erinnerung, weil wir sie uns so eingebildet haben, weil sie unsere Illusion waren, unsere Wünsche und unsere Träume.
Momente werden erst zu unvergesslichen Momenten, wenn man beginnt sie zu vergessen …

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6 Antworten to “Natur der Momente”

9 03 2008
Timesmith (10:52:00) :

Jaja. Und dann sind diese Momente das Damals, als alles noch viel besser war.

9 03 2008
anonym (16:39:40) :

Find ich ned … warum sollte man solche momente vergessen? Sich an solche momente zurück zu erinnern ist das was einem immer wieder lächeln lässt. Das und die vorfreude das man solche momente immer wieder erleben kann.
Ich find auch nicht das man sich diese momente so einbildet. Wenn du i-wo mit Freunden warst (z.B.: Konzert) dann bild ich mir die gute stimmung doch nicht ein, sondern es ist so.
Erinnerungen und die Momente im Leben auf die man gerne zurückblickt sind geschenke und man sollte sie in ehren halten und nicht vergessen. Sie sind in deinem Gedächtnis eingebrannt und vllt hat man sie irgendwo zurückgeschoben weil man grade an was anderes denkt, aber man hat sie nicht vergessen. Denn man muss nur einen alten Insiderwitz hören und schon weis man wieder alles …

9 03 2008
plasmaoxyd (18:43:02) :

@Timesmith:
Vielleicht war nicht früher alles besser, sondern wir erkennen erst beim Erinnern an früher, dass die Gegenwart auch schon damals wie heute gar nicht so schlecht ist wie man immer annimmt. :D

@anonym:
Ok, definieren wir vergessen als archivieren in einem idealisierten Bereich im Kopf, in dem die Erinnerungen nicht mehr reflektiert werden. Mir kam es zumindest schon oft so vor, dass ich mich besonders stark an Ereignisse erinnert gefühlt habe, wenn ich zugleich den Eindruck hatte, dass ich schon lange nicht mehr darüber nach gedacht habe, es quasi vernachlässigt habe.

10 03 2008
anonym (17:03:21) :

dann solltest du vllt öfter mal alte Fotos anschaun :D

10 03 2008
plasmaoxyd (20:59:37) :

Hehe … ^^
Das tue ich oft. Sehr oft schaue ich sogar sehr sehr alte Fotos an. :)

19 03 2008
Gedanken im Glas » Gerüchte der lebendigen Toten (19:48:28) :

[...] Aber es ist doch alles eine Sache der Wahrnehmung. Wir nehmen die Zeit nur schneller war, weil wir einzelne Momente nicht mehr wirklich und bewusst wahrnehmen. Und werden Träume auch dazu gezählt? Da gibt es [...]

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