Existence

5 03 2008

Und dann denke ich mir … Ab wann ist etwas Realität? Gedanken und Ideen sind nicht real und doch leugnet sie keiner, jedoch sie sind die Essenz aus der das Reale entsteht. Der Einfall, das Bild, das Wort, der Klang, die Idee aus der wir etwas schaffen, etwas formen, schreien, schneiden, schreiben, zeichnen oder zum Leben erwecken – es lässt sich nicht messen, wie ein Strom, eine Kraft oder Temperatur.
Wir können nicht nachweisen, dass wir etwas gedacht haben, außer wir können ein Ergebnis präsentieren, dass wir aus diesen Gedanken geschaffen haben. Aber woher wissen wir, ob das, was wir als Ergebnis, als real vor uns sehen, nicht auch nur ein Gedanke ist, eine Einbildung, eine Idee? Ist es dann nichts?
Jemand, der nicht denkt wie ein Mensch, der wird nie verstehen können, warum wir helfen und entscheiden, lieben und hassen. Er wird auch nicht verstehen, dass wir uns nach einem Gott fragen. Ist Gott dann nichts? Exisitieren diese Dinge
dann überhaupt? Ist das Sein das Nichts? Sind wir dann Nichts? Exisitieren wir dann überhaupt? Oder sind wir nur Figuren in einem Traum eines Schlafenenden, die bei seinem Erwachen einfach verschwinden?
Wie kann man diese Fragen zusammenfassen? Am besten überhaupt nicht. Denn das würde schon wieder Antworten geben und die haben wir nicht. Und die werden wir auch nie haben.


Ich würde gerne ...

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6 Antworten to “Existence”

6 03 2008
Timesmith (16:03:29) :

Was hälst du von der Idee, dass die Essenz des Lebens aus Illusion, Zeit und Veränderung besteht? Wenns nach deiner Meinung nicht passt, welche drei Begriffe würden dann am ehesten unser Leben beschreiben?

6 03 2008
kimi (19:37:38) :

Ahja, zu solchen Gedanken bist du nach Reli bereit? Seh ich des richtig, oder ist es purer Zufall, dass unser Thema grade deinem Eintrag entsprichst -.- :D

6 03 2008
Timesmith (20:03:15) :

Ich hab keinen Religionsunterricht und in dem Fach Werte und Normen (Ethik/Philosophie), wie das hier in Niedersachsen so schön heißt, ist das auch noch nie drangekommen. Das Thema kam von mir selbst und stammt aus meinem Projekt für eine Serie/ ein Buch, dass im Augenblick “Dead Heroes Tale” heißt. Es ist bisher als Triologie geplant, bei der Illusion, Zeit und Veränderung die einzelnen Buchtitel sind.

6 03 2008
cyooh (21:03:51) :

Dafür, dass wir “Nichts” sind, können wir aber erstaunlich viel Unrecht anrichten und anderen Schmerz zufügen, der für diese ziemlich real ist, auch wenn sie selbst vielleicht unreal sind.

Dieser Schläfer muss ja eine blühende Fantasie haben…. bis der sich nur mal die gesamte Physik und Chemie ausgedacht hat und sich um die Leben von Millionen von Menschen gekümmert hat….

Aber was solls?? Das Leben ist für uns nunmal real!
Und GOTT ist ganz sicher auch nicht “Nichts”.

Außerdem macht es depressiv darüber nachzudenken… :-S

7 03 2008
plasmaoxyd (12:28:37) :

@Timesmith:
Die Buch-Titel hören sich interessant an. Nur Zeit ist eben so etwas undefinierbares, eine Größe mit der wir Veränderung beschreiben. Wenn sich in unserem Universum nichts verändern würde, oder besser gesagt sich Veränderung nicht nachweisen lassen würde, wäre Zeit dann dann noch nötig?

@kimi:
Tja, so wird’s wohl sein. War meiner Ansicht nach aber auch schon ganz interessant. Nach diesem Schuljahr falle ich dann aus Themenmangel in kreatives Loch. :P

@cyooh:
Es macht aber auch depressiv _nicht_ darüber nachzudenken.
Woher weißt ud so genau, was “nichts” ist? ;)

4 08 2010
Malek Nosghu (03:56:03) :

“Jemand, der nicht denkt wie ein Mensch, der wird nie verstehen können, warum wir helfen und entscheiden, lieben und hassen.”
- auch wenn mein Beitrag zur Diskussion etwas verspätet kommt, möchte ich hierzu dennoch etwas anmerken:

Ich glaube nicht, dass diese Regungen dem Menschen allein vorbehalten sind – zumal sich vermeintlich selbstlose Handlungen auch im Rest der Tierwelt beobachten lassen.

Angenommen Gott sei der Schläfer und wir die Figuren in seinem Traum. Dann müssten wir uns und jeden und alles für sich als einen Teil bzw. Aspekt Gottes begreifen – und durch jeden von uns, durch jedes Lebewesen, durch jede Pflanze, durch jeden Stein, ja durch jedes noch so winzige Teilchen würde Gott sich selbst “im Traum” erfahren.

Allerdings stehen wir dann auch wieder am Anfang – wenn Gott der Schläfer ist, in wessen Traum
spielt Gott dann auch nur eine Figur, so wie wir es in seinem tun…?

Oder was, wenn Gott der Geist ist, der jedem Wesen innewohnt? Der Geist hat immer einen Ausgangspunkt. Sieh her.
Ich nehme mich als Beispiel: Ich betrachte mit meinem Geiste alles von einem gewissen “Standpunkt” aus – nämlich von meinem gegenwärtigen. Mein Geist ist an mein Subjekt gebunden. Ist demnach subjektiv. Kann sich zu meinen Lebzeiten niemals von mir loslösen – kann stets nur meine Wahrnehmungen filtern, interpretieren usw., niemals aber Deine Wahrnehmungen verarbeiten, weil Sie ihm nicht zugänglich sind…

Und vielleicht kommen wir nach all diesen Fragen, die im Streben nach endgültiger Begrenzung und Beschränkung immer in Unendlichkeit und Ewigkeit münden irgendwann einfach zu dem letzten Schluss, dass Gott nur im Augenblick zu erfahren ist? Losgelöst von Zeit und Raum, die glückselige Ewigkeit eines Wimpernschlags zwischen dem, was gerade vergangen ist und dem, was gerade erst noch sein wird.
Alles
fließt, und wir sind mittendrin. Gott vielleicht auch.

Der Kosmos lässt sich nicht mit unserem in Dualitäten gespaltenen Geist begreifen. Aber mit dem Herzen…

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