T*BET!

16 03 2008

So eine Wut habe ich! So eine verdammte Wut auf diese scheiss Regierung! Die chinesische Regierung tötet eine Kultur, tötet Menschen, tötet freie Menschen und die Welt schaut zu – der Diplomatie wegen. Spiele des Friedens sollen die Olympischen Spiele sein. Haha! Hahahahahaha! Hat man aus Berlin ’36 denn nichts gelernt? Damals hat sich ein von Arschöchern regiertes Land auch von seiner “besten” Seite gezeigt, alle Kritiker in den Keller gesperrt und zur Tarnung ein paar Juden herrumlaufen lassen, damit auch ja nicht auffällt, dass man die eigentlich viel lieber als Brennholz verwenden würde, anstatt sie als Menschen zu behandeln.
‘Hui hui, ruhig mit den Pferden, dass kann man doch nicht vergleichen …’. So? Kann man das nicht? Wie werden das die Chinesen handhaben? Dürfen im Sommer dann auch ein paar als Mönche verkleidete chinesische Regierungsfunktionäre ins Stadion einlaufen?
Der Ferne Osten gebärt in den letzten Jahren ein
bizzarres und ekelhaftes Zwittermonster, ein Mischwesen, dass die Raffgier und Rücksichtslosigkeit des Kapitalismus mit der erzwungenen Solidarität und Unterdrückung des Sozialismus vereint. Ein Land ohne Gewissen. Ein Land das seine Bevölkerung als Baumaterial verwendet und auf den Baustellen für die Führenden und Reichen des Landes verheizt. Wenn man den Experten Glauben schenken kann, dann hat China in 3 Jahren den USA den ersten Rang in Sachen militärischer Ausrüstung abgelaufen, in Sachen Menschenrechtsverletzungen sind die Chinesen sowieso schon die blutige Nummer Eins. Ein stehendes Heer mit 7 Millionen Soldaten. Meint da ernsthaft noch jemand, dass Tibet dann noch eine Chance hat?
Lasst am 8. August den Fernseher aus. Ich werde ihn nicht einschalten.

Update:

Außerdem sei das IOC immer gegen Boykotte der Spiele gewesen und es sei nicht die Aufgabe des Komitees, die Menschenrechtssituation in Tibet zu verbessern.
via

Lächerlich. Einfach nur lächerlich. So kann man sich auch gut aus der Verantwortung stehlen. Es ist die Aufgabe JEDEN Menschens, wenn er die Möglichkeit dazu hat, sich dafür einzusetzen, dass es anderen Menschen besser geht. Die würden ihre dämlichen Leichtathletik-Spielchen wohl auch noch dann veranstalten, wenn vor dem Stadion friedlich demonstrierende tibetische Mönche erschossen werden.
Jaques Rogge, Präsident des Olympia-Affen-Komitees, bekommt von mir heute den Mittelfinger des Monats!


Ich würde gerne ...

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15 Antworten to “T*BET!”

18 03 2008
dark_android (00:41:29) :

8. oktober? is das auf die spiele bezogen? die fangen doch am 8. august an…

18 03 2008
plasmaoxyd (14:07:52) :

Du hast recht. ^^ Da hab ich mich vertan.
8. 8 is ja 8. August und die Chinesen wollen ja unbedingt das an dem 8.8. weil die acht ihre blöde Glückszahl ist.

18 03 2008
19 03 2008
Sliver (00:31:03) :

naja mit sozialismus hat das nich viel zu tun…vielleicht mit realsozialismus aber das is für mich sowas von weit entfernt, was die welt langsam auch mal merken sollte

19 03 2008
plasmaoxyd (12:38:16) :

Gute Petition, nur hängt die Seite wegen den vielen golden Quadraten ein bisschen arg. ^^

Dann frag mal den chinesischen Ministerpräsidenten – der wird dir was pfeifen wenn du behauptest, dass sei kein Land auf dem Weg zum Sozialismus seien. Und mit Kapitalismus hat es eben auch nicht viel zu tun, aber das ist ja das Schlimme: Dieser Staat vereint von beiden Arten die schlimmsten EIgenschaften.

20 03 2008
Sliver (22:35:45) :

die frage ist eben die nach der definition. die kapitalisten haben eben das als argument aufgegriffen im sinne von: linke > sozialismus > ddr > russland > scheiße. die sowjtunion ist in der dikatur um einiges grausamer als der kapitalismus gewesen, das hat nix mit sozial zu tun, da spielen sogar eher paar sachen aus dem feudalismus mit. die welt nennt es dann eben kommunismus, aber marx leeren haben nix damit zu tun find ich.

21 03 2008
plasmaoxyd (16:28:24) :

Nur weil der Kommunismus gescheitert ist, heisst das aber nicht, dass marktorientierte Gesellschaftsformen die einzige Alternative sind.
Das Problem ist einfach, dass die Menschen sich weniger wie Arschlöcher anstellen sollten und freiwillig solidarisch handeln, sich einfach ein bisschen mehr lieb haben. Die soziale Marktwirtschaft wird ja grade ans Kreuz genagelt – finde ich n bissle schade. Wenn alle n bisschen freundlicher zueinander wären und nicht immer nur den eigenen Vorteil im Auge hätten, dann bräuchten wir auch keinen Sozialismus oder was auch immer, wo Solidarität erzwungen wird.

22 03 2008
Sliver (01:32:19) :

mir gings ja um die definition :) “nur weil der kommunismus gescheitert ist”, für mich ist er nicht gescheitert, weil er bisher nur ideologisch existierte, egal ob sowjet, china oder woanders, das war kein kommunismus oder sozialismus, die leute mögens so nennen aber das macht den linken flügel runter, was ich sehr schade finde.

23 03 2008
plasmaoxyd (21:00:06) :

Kommunismus ist ja das Angestrebte, was am Ende auskommen soll, soweit ich informiert bin – bloß hat diese Durchführung bisher noch keiner hinbekommen, und wenn es jemand behauptet hat, dann hat die ganze Sache nur mit einem riesigen Unterdrückungsappart funktioniert.

27 03 2008
28 03 2008
similie (03:41:29) :

ich weiß nicht inwieweit du dich mit der chinesischen geschichte oder kultur auseinandergesetzt hast, aber der konflikt mit tibet ist weitaus komplizierter als welches du hier nun darstellst.
ich bin ebenfalls der meinung, dass man sich der verantwortung hier im westen nicht entziehen darf, aber eine lösung zu finden ist weitwaus schwerer als die meisten sich wünschen oder vorstellen.
außerdem hast du dir mal überlegt, was ein boykott überhaupt bringen würde? etwas dadurch ändern zu können ist wohl eher fraglich. vielmehr wird die distanz zwischen china und der westlichen welt nur noch größer und dementsprechend der einfluss auf china’s regierung noch geringer als er jetzt vielleicht ohnehin schon ist.
desweiteren solltest du nicht alles in einem topf werfen. es heißt immer die chinesen, dabei ist es die chinesische regierung, die dafür verantwortlich ist. ich habe das
gefühl, dass viele leute bei solchen konflikten sowas immer in den gleichen topf werfen und nicht mehr zwischen regierung und bevölkerung unterscheiden!!!

28 03 2008
plasmaoxyd (15:10:45) :

@similie:
Zur chinesischen Kultur gehört es anscheinend schon immer dazu, Mauern zu bauen und wie eine Krake alle umliegenden Regionen zu terrorisieren. Mit der Geschichte des Tibet-Konflikt habe ich mich sehrwohl auseinandergesetzt. Udn soweit ich das verstanden habe, hat China Tibet unrechtmäßig erobert. Mir ist auch klar, dass eine völlige Unabhängigkeit nicht nur politisch so gut wie unmöglich ist, sondern dass das Land nach einer Unabhängigkeit auch einfach verloren hätte. Das Land ist wirtschaftlich lang nicht so stark wie Taiwan, und auf die sind ja bekannterweise auch 1000 chinesische Langstreckenraketen gerichtet.

Die Gegner eines Boykotts kommen immer mit dem Argument, dass eine Olympiade doch erst recht die Pressefreiheit und Berichterstattung aus dem Land fördern würde. Dessen bin ich mir aber nicht so sicher. Oder hat die Welt damals bei der
Olympiade in Berlin durch die Berichterstattung der Medien mitbekommen, was da so in im Lande veranstaltet wird?
So wie es für mich aussieht, kriechen alle der chinesischen Regierung vor den Füßen rum, weil sie es sich nicht mit ihnen verscheissen wollen. Schließlich lässt sich in dem Land sehr billig produzieren. Alle schreien entsetzt und sich brüskiert über diese chinesische Politik, aber machen tut keiner was!

Bekannte von mir waren vor 2 Jahren in China auf nem Austausch, und da wurde in Gesprächen mit den jungen Chinesen klar, dass viele vorhaben sich von dort aus dem Staub zu machen, wenn sie alt genug sind, weil sie das Land auch ankotzt. Es hört sich also vielleicht so an als würde ich alle in einen Topf werfen, aber das tue ich nicht – das wäre sehr unfair. Schließlich muss man den Han-Chinesen ihre Unwissenheit über diesen Konflikt verzeihen, denn was kriegen die denn schon mit. Das halbe Netz gesperrt, staatliches Fernsehen und ein riesige Propagandamaschine.
Was will man von
einem Land erwarten, in dem 2 kleine Internetpolizisten auf den Bildschirm marschiert kommen und mit dem Kopf schütteln, wenn man nach Menschenrechten googelt?!

@Hanswurst:
Das Video ignoriert vollkommen die Menschenrechtssituation, in der das Land steckt.
Wenn die chinesische Regierung die Tibeter nicht unterdrücken würde, und versuchen würde, deren Kultur zu VERNICHTEN, dann wäre den meisten Tibetern das wohl auch wurst, ob sie Teil von China sind oder nicht. Aber wenn das Land, dass mich vor 100 Jahren gewaltsam erobert hat versucht meine Kultur zu unterwandern, dann wäre ich als Tibeter auch sauer!

28 03 2008
similie (18:46:31) :

Zu allererst kann ich die Aussage „Zur chinesischen Kultur gehört es anscheinend schon immer dazu, Mauern zu bauen und wie eine Krake alle umliegenden Regionen zu terrorisieren“ nicht stehen lassen, denn wenn du dich mit der chinesischen Geschichte befasst hättest, wüsstest du, dass es der Westen war, der in das Land zunächst eingedrungen ist, um seine Ware dort abzusetzen und das Land auszubeuten und nicht umgekehrt (s.h ungleiche Verträge). Einen Exkurs in die chinesische Geschichte wäre nun zu weit ausgeholt.

Ich denke ein Boykott wird sehr wenig ausmachen, denn wenn man sich das mit Moskau 1980 vergleicht, hat der Boykott im Grunde gar nichts bewirkt. Chinas Einheit hat oberste Priorität, Nationalstolz und vor allem das Gesicht wahren auch vor dem Volk spielt einfach eine bedeutende Rolle. Egal wie sehr der Druck wachsen wird, China wird sich dem nicht beugen, da kannst du
dir nur sicher sein.
Natürlich spielen die wirtschaftlichen Interessen einzelner Industriestaaten eine erhebliche Rolle, andernfalls würden sie viel härter durchgreifen und sich weiter von China distanzieren. Vielmehr als die chinesische Regierung zu Gesprächen aufzurufen, können sie gar nicht machen. Das ist nun einfach mal die Politik, traurig aber war. Beispiele für derartiges Verhalten gibt es ja unzählige.

Ich war ebenfalls in China und das für mehr als einen Jahr. Ich war dem Land ebenfalls anfänglich skeptisch gegenüber und die politische Ebene hat mir gar nicht gefallen, und ich muss sagen, dass ich sehr begeistert von diesem Land bin. Ich finde die Medien übermitteln oftmals ein falsches Bild von China, damit möchte ich nicht sagen, dass es mit den Menschenrechten usw. nicht stimmt. Natürlich hat China noch viele Mankos, aber deswegen ist es ja auch ein Entwicklungsland. Und ich glaube nicht, dass viele Chinesen ihr eigenes Land verlassen wollen, dafür sind sie zu stolz auf
ihr eigenes Land. Jede Kritik die kommt, wird als Angriff vom Westen gesehen, der ihren Wirtschaftsaufstieg ihnen nicht gönnt. Aber kann man es ihnen verübeln, nach soviel Armut und Leiden nun ein Lichtblick zu sehen?

Natürlich ist es schlimm, dass die Chinesen sich nicht ihr eigenes Bild von Dingen machen kann aufgrund von Zensuren. Ich war selbst verärgert darüber, dass ich manche Seiten aufgrund dessen nicht öffnen konnte.
Aber ich finde man sollte auch die Presse hier nicht hochjubeln, die versuchen die Geschichte aufzupuschen und falsche Bilder auszustrahlen oder online zu setzen (s.h. ntv, spiegel, rtl). Ich finde es eigentlich mittlerweile ziemlich erschreckend, dass man gar nicht mehr weiß, was man glauben kann, denn auch hier bei uns wird viel manipuliert.

29 03 2008
plasmaoxyd (12:48:53) :

Als ich den Beitrag geschrieben hab – und das war vor 2 Wochen – da war die Informationslage noch viel spärlicher. Mittlerweile habe ich auch verstehen müssen, dass sich die Chinesen von solch einem Boykott nicht beeindrucken lassen würden. (Um mal sarkastisch zu sein: Die meisten Chinesen würden wohl nicht mal mitkriegen, dass die Olympiade in ihrem Land nicht stattfinden soll, wenn die die Regierung das so will. :P )
Aber wie kriegt man die Säcke, die in dem Land das Sagen haben, sonst am Wickel, wenn nicht so und auch nicht wirtschaftlich? Was ist da los mit unserer Welt? :(

Im Kontakt mit den “normalen Menschen” sieht das Land sicher auch ganz anders aus, wie auf dieser politischen Ebene. (In welchem Land ist das nicht so?)
Ich frage mich nur, ob die chinesische Bevölkerung anders über die Lage in Tibet nachdenken würde, WENN sie die Wahrheit kennen würde.

Wer mir in dem Konflikt übrigens auch Leid tut, sind die ganzen Chinesen die aus welchen Gründen auch immer jetzt in der Region Tibet leben. Die müssen sich doch irgendwie fehl am Platz fühlen, wenn ihre tibetischen Nachbarn auf die Barrikaden gehen. :/

Warst du auch in der betroffenen Region?

30 03 2008
similie (21:07:28) :

Naja, du sprichst hier von Wahrheit. Aber was ist denn die Wahrheit? Mittlerweile wird so vieles in den Medien geschrieben, dass man gar nicht mehr so recht weiß, was man glauben soll…und wenn man nach den jüngsten Vorfall geht, bei dem die westlichen Medien eingestehen musste, falsche Bilder zu der Tibetkrise gesendet zu haben, ist es eigentlich auch ziemlich erschreckend, wenn man mal darüber nachdenkt. Es ist so einfach Leute und Meinungen zu manipulieren.

Leider habe ich es nie geschafft selber nach Tibet zu fahren, aber wie ich gehört habe, soll es in Lhasa mittlerweile auch ganz schön touristisch zugehen.

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