Vergangenheitsbewältigung durch Aufräumen

30 04 2008

Ich räumte gestern auf und mistete aus und was dabei zum Vorschein kam, das kann man mit einem schon vor 40 Jahren sehr beliebten Spruch gut resümieren:
In meinen Schränken und Regalen – Muff von 1000 Jahren.
(Der gewiefte Experte wird mir jetzt um die Ohren hauen, dass mit den 1000 Jahren damals auf das Nazi-Reich angespielt werden sollte, aber keine Angst – in meinen Schubladen lagern keine Führerbilder und Volkssturmplakate aus meiner Kindheit. Das Zeug habe ich ’45 beim Einmarsch der Russen sorgfältig im Heizofen verbrannt).
Dafür sind andere interessante Fundstücke zu nennen: Unter anderem meine Grundschulempfehlung für’s Gymnasium aus dem Jahr 1999, ein alter Zirkel und jede Menge gebrauchtes Ohropax. Was mich erboste: Jede Menge unbenutzte, unbeschriebene karierte Ringblöcke und Ringbucheinlagen – und ich
Idiot habe über die letzten Jahre ein Vermögen für Papier im örtlichen Schreibwarenladen liegen lassen. Indes stieß ich auch auf Schulbücher von denen ich nicht mal mehr wusste, dass ich sie noch habe oder je hatte, wovon einige sicher hätten zurückgegegeben werden müssen, welche aber von der Schule nie zurückgefordert wurden. Mal sehen ob die bei Schinken meiner diesjährigen letzten schulischen Bücherrückgabe eingefordert werden.
Dabei wird mir mal wieder bewusst wie viel, davon jedoch zugleich auch so wenig wichtigen materiellen Besitz man selbst eigentlich in seinem Leben anhäuft. So viel Papier, so viel Verschwendung von Zeit und Mühe …


Ich würde gerne ...

Infos

Gib deinen Senf dazu

Du kannst diese Tags benutzen : <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>