Der Hausmeister

7 05 2008

Sie klopfen
an die Türe,
stehen draußen,
die Arme voller Speis’ und Trank,
vor dem ausgebrannten Haus,
dessen Hausmeister – ein böser Kerl,
mit seinem mächtigen Schlüsselbund
alles verriegelt und verrammelt hat.

Und die Bewohner,
zwischen blankem Beton und Asche,
verrecken im Dreck, an der Asche erstickend, im Dunklen ohne Dach,
weil der Hausmeister – der böse Kerl – seinen Schlüsselbund nicht leihen will,
weil Macht so schön in den Ohren klimpert.
#

(Sinnloser mussten Menschen noch nie sterben. Und wenn Menschen so sinnlos sterben, dann zeugt jeder Reim von einer Harmonie, welche die Situation nicht verdient hat.)


Ich würde gerne ...

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Eine Antwort to “Der Hausmeister”

9 05 2008
postmaster (14:17:24) :

Nette Umschreibung für eine schreckliche menschliche Katastrophe. Aber wieder das gleiche Spiel: Wenn da Öl zu holen wäre in diesem Land, dann hätten westliche Machthaber schon längst militärisch eingegriffen und das Militärregime dort gestürzt. Aber so müssen die Menschen im Katastrophengebiet elendlich verrecken, weil keiner ein tiefergehendes Interesse an einem der ärmsten Länder der Erde hat…

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