Gnade

22 12 2008

Es gibt sicher Menschen, die Hass und Rachsucht nicht als menschliche Schwäche betrachten, sondern als natürlich Antwort auf ihnen zugefügtes Leid. Dabei macht jede Generation erneut die selben Fehler. Anstatt aus den Ereignissen der Vergangenheit eine Lehre zu ziehen und die Reaktionen und Aggressionen zu vermeiden, welche die eigenen Vorfahren weder Befriedigung noch Frieden ernten ließen, ist der Griff zur Waffe immer der nächste Weg. Das Kriegsbeil ist nicht tief vergraben. Weder auf dem Schlachtfeld, noch im Garten des Nachbarns.
Ist Hass eine natürliche Größe in unserer Wirklichkeit? Finden wir in jeder Gefühlsregung einen begründbaren Sinn? So wenig wie Liebe in Zahlen und Formeln ausgedrückt werden kann, so wenig kann das mit Hass geschehen. Gegen ihn gibt es keine Medikamente. Die einzigen Elemente die sich gegenseitig bedingen, sind Liebe und  Hass. Liebe kann nur durch Hass zerstört, und Hass nur durch Liebe überwunden werden.
Andere Faktoren haben in dieser Gleichung keinen Platz.
Jeder sieht sich selbst so stark, doch ist trotz allem zu schwach dazu dem eigenen Hass im Herzen zu widerstehen. Wer auf Hass mit Hass reagiert, der gießt Öl ins Feuer der Boshaftigkeit.

Wer anderen nicht vegeben kann, ist zu schwach gnädig zu sein.


Ich würde gerne ...

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