Wer bin ich? – #2 – Ein schlechter Tag zum Sterben

1 05 2006

Mittlerweile hat sich eine kleine Raupe zu mir gesellt. Mir ist nicht klar, durch welche Öffnung sie in dieses schwarze Loch hereingekrochen sein muss.
Ich blicke das Tier an. Es weiß genauso wenig, wer “es selbst” ist, wie ich es von mir weiß.
Es riecht plötzlich moderig. Abgestandene Luft weht mir um die Nase.
Unter schrecklichen Schmerzen stehe ich auf und versuche ein paar Schritte zu gehen. Ich werde einfach laufen, in die Dunkelheit – irgendwann muss etwas kommen. Vielleicht eine Wand, eine Tür oder ich stürze in endlose Dunkelheit…
Plötzlich ertaste ich eine rauhe, schmierige Wand und stütze mich an einem öligen aus der Wand ragenden Geländer ab.
Endlich – wenigstens etwas.

Ich hangel mich entlang dem metallenen Geländer und spüre den Rost abblättern. Fast endlos kommt es mir vor. Total unerwartet knalle ich mit meinem ohnehin schon lädierten Kopf gegen etwas Hartes: eine Türe!
Ich fühle mich wie einem
schlechten Abenteuerspiel für eine Spielekonsole.

Komischerweise ist die Türe, deren Türgriff dem einer alten Kirche ähnelt, nicht verschlossen. Mir pocht vor Aufregung das Herz bis zum Hals, vor Ansgt und vor Glück.
Ich drücke den Türgriff nach unten … Mit einem entschlossenen Ruck reisse ich die Türe auf.
Ein unerträgliches Licht blendet mich und ich falle zu Boden und presse mir die Hände vor’s Gesicht.

Im nächsten Moment stelle ich mir die unerträgliche Frage, ob ich überhaupt wissen will, was mich da überhaupt so grell blendet.
Manchmal ist es doch besser nicht alles zu wissen – bisher hat es der Menschheit nur Verderben gebracht …

to be continued


Ich würde gerne ...

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