Kill Kill KILL !!

7 04 2010

Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Ein Friedensnobelpreisträger erteilt einen Tötungsbefehl für eine Menschen, dessen “Verbrechen” es ist – man höre und staune – verdächtig zu sein. Verdächtig. VERDÄCHTIG. Ich lese dieser Wort nun schon seit einer halben Stunde, aber irgendwie finde ich zwischen dem ‘V’ und dem ‘Ä und dem ‘CH’ nirgends auch nur den typografischen Ansatz eines versteckten ‘B’ von “Beweis”. Aus diesem Grund schlage ich der Gerechtigkeit halber vor, den iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad für exzellente Arbeit im Bereich der Völkerverständigung, Aussöhnungs-und Friedensarbeit auszuzeichnen. Alternativ könnte Herr O. den Preis höflich an Herrn B. – ehemals in selber Position – weiterreichen, und dazu beglückwünschen.

Ach, ich höre mich verbittert an? Wie kann ich das auch nur, was gäbe
mir denn nur den Hauch eines Grundes, verbittert zu sein? Fakt ist: Auf der richtigen Seite des Flusses zu stehen reicht aus, um vom Tal der Einhörner und Kolibris als Heilsbringer ausgezeichnet zu werden. Denn nur die Guten bekommen den Friedensnobelpreis. Weniger ausschlaggebend hingegen ist es, ihn auch verdient zu haben.

Mach den Hoffnungsträger, und lächle nett …
… was ist die Moral von der Geschicht’ …?
Der Friedensnobelpreis kann mich mal FETT.


Ich würde gerne ...

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2 Antworten to “Kill Kill KILL !!”

8 04 2010
JCD (10:42:02) :

Von außen ist es immer schwierig, so etwas objektiv zu beurteilen. Laut Artikel liegen keine Beweise vor, sondern nur Indizien. Stellt sich die Frage, wann die Summe der Indizien einen Beweis darstellt. Sie gänzlich zu ignorieren wäre auch falsch. Interessant ist auch die Einordnung seiner Reue und sein Untertauchen. Spricht das eher für seine Schuld oder dagegen? Und das gepaart mit der Summe der Indizien? Reicht das als Beweis?
Fraglich ist auch, unter welchen Auflagen die Tötung erlaubt ist. Ich denke nicht, dass das Priorität 1 hat.
Kurzum: Wenn man eines weiß, dann weiß man nichts. Nur als Insider kann man meiner Meinung nach solche Sachverhalte richtig deuten und einordnen. Und zuletzt sollte man auch nicht vergessen, dass gerade die Medien solche Nachrichten oftmals aufbauschen und gern etwas surreal wiedergeben.

10 04 2010
plasmaoxyd (12:48:52) :

Ja, durchaus. Das einzige was man über den Fall weiß ist eben dieser mickrige Artikel im Spiegel, von daher hast du damit wirklich recht. Sonst hat sich meines Wissens nach kein anderes Blatt mit dem Fall beschäftigt – zumindest kein deutsches.
Verdammt surreal hört sich aber auch die Paarung “Friedensnobelpreisträger” und “Tötungsbefehl” an. Als hätten Terroristen keinen Frieden verdient.
Objektivität ist zudem verdammt anstrengend, und subjektive Wut passt besser durch’s Ventil als kantige Objektivität mit ihren vielen, “wenn” und “aber”, zudem ein objektiver Post auch länger zum schreiben braucht *grins*

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