Wer ist eigentlich ‘Abitur’ …

2 04 2008

… und weshalb schaut er mich so böse an?
Der Verdrängungsmechanismus funktioniert nicht mehr. Ein Tag vor dem Abi kann man sich nicht mehr krampfhaft vorstellen, dass es bis dahin noch zwei Monate dauert. Dieses Chaos. Zwischen allen Blättern und Büchern verliert man nicht nur den Überblick über die Prüfungen, sondern auch über die Gedanken. Plötzlich mache ich mir sorgen und zerbreche mir den Kopf über Fragen, die sich mir frühestens in einem Jahr stellen werden.
Kreativ bin ich auch nicht sonderlich.



Dritte Person und so

22 12 2007

Wie stark das Leben um einen herum doch von den eigenen Empfindungen und Einschätzungen geleitet wird. Warum kann man die nicht einfach ausschalten und einmal aus sich heraussteigen, über einem selbst schwebend die Welt betrachten und zu ganz anderen Urteilen und Ansichten kommen? Einfach mal unabhängig von den Worten und Entscheidungen der einen umgebenden Menschen sein und alles ganz gelassen von oben herab betrachten?
Gewissheit, Überblick, Zufriedenheit – und alles erscheint ganz klein, so wie die Sorgen über den Wolken, die eigene Faulheit oder die Krisen und Depressionen, die sich jeder selbst bastelt.

Wenn man lange in einen Abgrund blickt, dann blickt auch der Abgrund in einen selbst.
Friedrich Nietzsche

(Der Nitzsche ist eigentlich meiner Meinung nach ein ganz böser Stinker, aber einer von der ganz üblen Sorte, doch manche seiner Zitate kann man treffend anbringen.)
Da solche
Ausflüchte, aufgrund fehlender übernatürlicher Fähigkeiten, mir derenhalb nicht gestattet sind, bleibt trotzdem keinem vergönnt, sich selbst und sein Leben von oben zu betrachten. Da bieten sich viele Möglichkeiten. Kunst zum Beispiel. Öl-Gemälde im Internet zu suchen, auf Fotopapier auszudrucken und mit Tesa-Produkten an die Tapete zu kleben zeugt von hoher Kreativität. Man sieht jetzt nämlich die hässlichen grauen Stellen nicht mehr.
Jetzt wird sich der geneigte Leser fragen, was das mit Nietzsche zu tun hat – mit welch genialem philosophischen Winkelzug der Kerl jetzt dieses Zitat mit Renoir oder Monet verbinden will. Leider gibt es da keinen Zusammenhang, wie für so vieles im Leben.
Und bevor sich noch jemand ernsthaft verletzt, höre ich für heute lieber auf, so einen Stuss zu texten.



Gewohnheitsleichen *nerv*

26 09 2007

Im Herbst ist das Jahr ausgelutscht. Im Herbst wird man müde in die Sonne zu schauen. Im Herbst ist man genervt vom Trott des Alltags, einfach nur angenervt, gestresst vom Nichtstun. Von der Sonne bin ich genervt und von Smalltalk, von Dunkelheit und von Schweigen, von meiner Arbeitshaltung, die eigentlich nicht existent ist und von der Erkenntnis, dass ich eigentlich so gut wie gar nichts leiste, dass mich selbst, andere Menschen und die Welt in irgendeiner Weise vorwärts bringt.
Zum Glück gibt es einen Winter und eine weihnachtliche Tradition, sonst wäre ich mir sicher, wären schon tausende Kriege ausgebrochen. Ja, man kann glaube ich Weihnachten dafür verantwortlich machen, das größenwahnsinnige Politiker und Machthaber, Trolle und egozentrische Hammel, Egoisten und Schwarzmaler, wenn nicht durch Wetter und Weihnachtsbaum, wenigstens dadurch zur Ruhe kommen, dass in dieser Zeit die Bereitschaft sinkt, idiotische Aktionen zu bringen und
dauernd zu provozieren. Bei mir ist das nicht anders.

Auf diesem Planeten wimmelt es von von Menschen, die an etwas glauben, oder an nichts glauben, irgendwo hingehen oder einfach nur stehenbleiben, aber es dabei wie auch immer dauernd schaffen, sich unablässig auf die Füße zu treten.

Es nervt mich übrigens auch, schon seit über einer Woche nicht mehr gebloggt zu haben. Wann ich auch immer einen Schnitt machen will und für neue, klare, saubere Verhältnisse sorgen will, stehe ich mir selbst im Wege, wenn nicht sofort, dann spätestens am nächsten Tag. Warum? Warum kann man Gewohntheitsleichen nicht auf dem Scheiterhaufen verbrennen?
Leichen bluten kalt. Auch die im eigenen Keller.
Scheisse …



Blicke zurück

10 08 2007

Wie mir das in der letzten Zeit gefehlt hat: Von Impressionen schwärmen und die momentanen Gefühls-Revivals durch die Tastatur zu schleusen.
Es überfällt einen, wenn man schon die Bilder zu den Erinnerungen durchschaut. Dazu dudelt dieses melancholische “Footprints on my Ceiling” von Social Distortion durch meine Kopfhörer. Deren Musik passt immer sowas zum in Erinnerung schwelgen. Langgezogene Akkorde, schwerer, etwas ruhigerer Rythmus – diese typischen Abspann-Lieder, Zeugnisvergabe- oder Abschlussfestatmospähre bricht dann durch den Vorhang.
Wenn ich die Momente wieder zurückholen könnte, diese kurzen Blitze und Momente in meinem Leben …
Der Gitarren-Spass am Strand mir wässrigem Peroni-Bier und feinem Sand in den Schuhen und salziger Luft in den Lungen.
Die Whirlpool-Session nachts um 2 Uhr auf dem Zeltplatz.
Der Mosh-Pit bei den Ärzten mit Freunden und Fremden die für kurze Momente in der Menge zu einem Publikum
verschmolzen sind.

Dieses Blog wird bald wieder kräftig gefüllt werden.
Beim Bloggen erzählt man vom momentanen Status des eigenen Lebens – man überprüft ob man überhaupt noch lebt.
Man versucht dem entgegenzuwirken, dass man sich der Kürze des Lebens nicht erst bewusst wird, wenn es ans Sterben geht.
Und ich will noch lange leben!



Perle

13 06 2007

Falls ich mal ein Kind haben sollte, in ferner Zukunft, und falls dieses Kind eine Tochter sein sollte – ich wüsste schon, wie ich sie gerne nennen würde. Zumindest wäre es eine Überlegung wert. Ein außergewöhnlicher und schöner Name.

Coralie.



Mr. Lee

6 06 2007

Ein Tag im Leben einer Katze von der CatCam.



Nachtgedanken

3 04 2007

Zu lieben muss man lernen, Hass kommt von allein.

Ich spüre wie das Unglück über mir schwebt. So restlos glücklich wie im Moment, so kann ich mir kaum vorstellen, dass es so bleibt. Vielleicht ist aber genau dies das Geheimnis: Man muss einfach nur an sein Glück glauben.
Ich geistere nach einer durchzechten Nacht durch die Stadt und telefoniere mit meiner Mailbox. Die erzählt mir was von “Keine neuen Anrufe”.
Ich bin allein, die Straßen sind leer und ich springe frei, glücklich und angetrunken über den Asphalt. Im Rohbau neben mir plätschert Wasser vor sich hin. Komische Geräusche dringen mir zu Ohren, welche ich sonst nie wahrgenommen habe.
Die Tankstelle hat zu. Keine Menschenseele weit und breit. Ich inspiziere die Zapfsäulen.
Wenn ich eines komisch finde, dann sind es solche Momente. Überall leuchtet Licht, von innen hört man das
Summen der Kühlschränke, oder das Surren der blauen Neonlichter über meinem Kopf.
Keiner braucht das, weil auch niemand da ist. Fröhlich blinken die Lichter durch die Nacht und keinen juckt’s.
Einen Moment fühle mich als eines dieser Lichtchen, die verloren und sorglos die Nach erhellen – und niemand interessiert sich dafür.



Notruf

4 08 2006

5. März 2157
Erde an Außenstation Mars Delta:
Hilfe, Hilfe, alles bricht hier unten zusammen! Menschen sterben, unzählige. Allle beschiessen sich gegenseitig – jeder will Recht haben. Die Nahrung und das Wasser wird knapp – die Menschheit stirbt auf brennenden Schlachtfeldern zwischen Robotern und Panzern.
Gefühle werden zur Ware, Toleranz zum Luxusgut und Liebe zum Verkaufsobjekt.
Das einzige Gefühl, welches die Menschen noch ehrlich meinen ist der Hass, sowie die Freude daran, andere Menschen leiden zu sehen oder ihnen Schmerzen zuzufügen.
Wir benötigen schnelle Hilfe, sonst könn …
[Your reached the end of the recording]

Liedtipp: The Drill – One More Night (New Electro Mix)



Danke Akismet!

23 07 2006

Akismet hat Lob und Ehre vedient. Nein, das ist kein kleiner Pudel der täglich zur Hundemaniküre gebracht wird, es ist ein Spamschutz. Und zwar ist es wirklich ein richtig geiler Spamschutz.
Das Spamproblem stellt sich nicht nur bei dem persönlichen Online-Briefkasten, auch Blogs werden mit Spamcomments bombardiert.
Sogar Spammkommentare wie: “Oh, it seems you’ve been hit by spam” waren schon da.

Auf der Website von Akismet erschreckende Zahlen:
- 94% of all comments are spam
- 535,826 so far today
Für dieses Blog wurden seit der Installation bis heute schon 239 Spamkommentare identifiziert und ab ins Nirvana geschickt. *freu*

Nun steht schon seit länger als einem Monat Akismet seinen Mann (seinen Datenbankeintrag) und ärgert die bösen Spambots.
Toll! :)

nLiedtipp: Johnny Cash – Give My Love To Rose



Unruhe

6 07 2006

Immer etwas im Hinterkopf, obwohl da nichts ist. Ein Holzsplitter, der gar nicht in der Haut steckt.
Nicht ernsthaft unzufrieden, aber auch nicht restlos glücklich.

IRONIE an
Lösungen:

  • Verbotene Betäubungsmittel (Angeldust, Methadon, XTC, LSD, Amphetamine, Hero, Steine …)
  • Anti-Depressiva
  • Blutrausch im Kindergarten
  • Brandschatzung
  • Alkohlkonsum, ähm, nein das streiche ich nicht durch. :P
  • Kopf weg mit Schrotflinte in voller S-Bahn (davor laut schreien: “Ich hab AIDS!!”, denn so einfallslos wie der Penner in Berlin sind wir doch nicht …)
  • Sonstiger Suizid
  • Bloggen?

IRONIE aus
Mensch, texte ich wieder Kläranlage …

Das Leben lässt so viele
Möglichkeiten offen. Eine offensive Haltung gegenüber allem anderen würde vielleicht gut tun.
Be happy and thankful for the moment – um den behandelten Diskkussionsstoff in einem eingängigen angelsächsischen Slogan unterzubringen. Man kann’s ja nicht auf Deutsch schreiben. Wie sich das auch anhören würde …

Fight for the German language! *Zynismus pur*

Liedtipp: Nirvana – Pennyroyal Tea (1994 Live Version at MTV Unplugged In New York)