Die fabelhafte Welt des Widerstandes

20 11 2006


9L*ve: Ich bin 19 jahre alt

20 11 2006

Dieser fiiiese Assi! =D
Hin und wieder rufen bei 9Live ja auch mal Kiddies unter 18 an. Man kann die entweder gleich aus der Leitung schmeissen, oder man kann sich richtig schön über sie lustig machen …



Völkerverständigung

19 11 2006

Des nachtens am Wochenende begegnen einem ja schon komische Gestalten in der Bahn.
Doch gestern hätte ich mal wieder ausrasten können.

An der Süd steigen ein paar betrunkene Rentner mit ihren Frauen ein. Sie beginnen gleich rumzuproleten.
Auf einmal steht aus einem unerfindliche Grund ein Schwarzer auf und brüllt die Rentner an.
“Ha, wa ischn des fir an Schäraschleifer!”, schallt zurück.
Eine kleine Provokation war genug um beide Parteien gegeneinander aufzubringen.
“Ey, mo*herfucker …”, und ähnlich lauten die Antworten des englisch sprechenden Mitbürgers.

Ich stehe jetzt am Ausstieg, weil ich gleich raus muss, sowieso schon eine Station zu weit gefahren.
Hinter mir blubbern zwei von den Rentnern vor sich hin.
“Was moinsch, die bleede Amrikaner, ind Wischt sodd ma se setza, ohne Wasser”.
“N langa quallvoller Tod winsch i dem, dem Neger! Siehsch der hat ‘bitch’ gsagt, des isch bei dene n Ausdruck!”
nDiesen beiden alten hässlichen Faschisten hätte ich am liebsten eins zwischen die Augen gegeben.

Die beiden Kartenkontrolleure haben das Schlichten aufgegeben.
Sie stehen nur noch zwischen dem Schwarzen und der Gruppe Rentner und versuchen die Beleidigungen des Dunkelhäutigen zu ignorieren.

Endlich Aussteigen. An der Auseinandersetzung waren wohl beide Parteien nicht ganz unschuldig, doch die arschigen Kommentare der Hobby-Nazis an der Tür – die haben mich zum Kochen gebracht.

Es ist zum Kotzen.



Vaterlandstreu und andere Missverständnisse

18 11 2006

Sichtbar von Ehrfurcht paralysiert, blicken die Kinder den Soldaten in seiner zerfetzen Uniform mit staunenden Augen an.
Währenddessen schwingt der Ortsvorsteher große Wörter, die den Krieg als knapp gewonnen und doch eigentlich ganz angenehm darstellen – die Sorgen und Qualen müssen bei der Zivilbevölkerung teilweise erschütternder gewesen sein, als bei den Frontsoldaten des Komiß.
Die Gefallenen liegen friedlich unter der Erde, unter blumenbesprießten Hügeln, während ihr Helm auf den Mahagoniholzkreuzen thront.

Nein, der Soldat hält seinen Mund. Würde ihn überhaupt jemand von diesen Zvilistenkamelen ernst nehmen und nicht einfach als Hochstapler darstellen, wenn er erzählen würde, wie es wirklich war? Die Bürohengste mit ihren Säbeln und Abzeichen, denen noch nie der Dreck des Todes in den Schützengräben in die Nase gesteigen ist, wissen gut die großartigsten Formulierungen zu wählen, wenn es um die Helden des Krieges
geht.

Doch diese Helden, mit deren Taten man sich volmundig selbst belobigt, starben quallvoll und unnütz über mehrere Stunden, verheddert im Stacheldraht, darauf krampfhaft bedacht die eigenen Eingeweide wieder in den Bauch zu stopfen.
Der Bruder im Unterstand nebenan verschwand plötzlich vom Schlachtfeld, wenn sich der Unterstand durch eine gegnerische Granate in einen brennenden Haufen Dreck und Holz verwandelte.
Doch sie verkniffen sich die Tränen. Sie helfen den Toten auch nicht mehr.

Der Ortsvorsteher erörtert immer noch mit dem Fabrikbesitzer die Poltik, die doch ihr bestes getan hatte.
Er betonte wie siegreich “wir” doch waren.

Der Soldat erhebt sich und geht. Es wird ihm zuviel.
Keiner blickt ihm hinterher.

[Inspiration]



WUUUUHAAAA !

17 11 2006

Kid Rock – Devil Without A Cause

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The Chosen One

17 11 2006

Eine wirklich sehr sehenswerte Flash-Animation.
Gefunden auf: spreeblick.de



Einbildung und Tiraden gegen die Gesellschaft

16 11 2006
Liebe ist Einbildung – eine sehr schöne Einbildung, die so stark ist, dass wir nicht glauben können, sie sei nur Einbildung.
Vermutung, die sich immer mehr bestätigt

Nicht nur das. Alles geht vor die Hunde. Mensch, das müssen geile Zeiten gewesen sein, in denen man einander geheiratet hat und das dazu noch so lange blieb, bis es soweit war, dass der eine beim anderen Totenwache gehalten hat. Liebe bis zum Tod, wohlgemerkt zwischen zwei Partnern, ist das noch möglich?
Alles geht in den Interessen unter, die jeder für sich selbst beansprucht.

In “Children of Men” können die Menschen im Jahr 2027 keine Kinder mehr kriegen. Vielleicht wird es aber auch so sein, dass man bis dahin nicht mehr
heiraten wird. Lästige Tradition. Scheidungen sind sowieso zu teuer – hätte man das Heiraten gleich bleiben lassen können … Eine halbe Million Menschen jährlich in diesem Lande wissen das!

Der Jugend lebt man es schon falsch vor. Wie soll denn dann die Zukunft aussehen?

Am liebsten würde ich micht auf ein Podest vor die ganze Welt stellen und alle LAUT ANSCHREIEN!
“Was ist hier bloß passiert? Was ist aus der Liebe geworden?”

Keiner wird mir eine Antwort geben.
Ich meine es verdammt ernst. Das hier ist keine Selbstdarstellung, es kotzt mich einfach an.
Doch in unserer Zeit glaubt sowieso keiner mehr was. Viel zu viele Informationen, viel zu viele Reize und Meinungen.

Die Menschheit wird nicht an Bomben sterben, sondern an den Informationen, unzähligen Meinungen und letztendlich an ihrer eigenen Dummheit mit der sie sich selbst ertränkt.

Wenn jemand online mit
Selbstmord drohen würde, dass würde keinen in den Füßen jucken.
Derjenige könnte sich mit seinem Tastaturkabel erhängen und das ganze mit seiner Webcam live übertragen – es würde dann höchstens bei einem Videoupload-Service von 15-jährigen Kiddies sabbernd angeglotzt werden. Und alle anderen würden kräftig mitsabbern.
“Ist doch sowieso nur Fake, oder nicht? Mein Gott, und wenn – der is’ ja schon tot. Im Endeffekt sind wird doch alle nicht so verklemmt …”

Manchmal bekomme ich Anwandlungen diese verdammte Scheissgesellschaft nieder zu fackeln!
Zumindest symbolisch, bloß finde ich jetzt keine passende animierte Grafik dazu …

Alle wollen Rebellen sein und Grenzen niederbrechen – aber sie brechen die falschen nieder!

Ach, was bringts.

I’ll be back.



Gedankenfetzen VI

15 11 2006

“Ich weiß NICHT, was ich DENKEN soll!
Warum kann man seinen Kopf nicht einfach ABSCHALTEN?
Wenn das gehen würde, wäre JETZT der richtige Zeitpunkt dafür …
Ablenkung, ABLENKUNG !!!

Mit jedem Atemzug verbrauchen wir ein Stück unseres Lebens. Mit jedem Erwachen am Morgen können wir uns sicher sein, dass wir in unserem Leben jetzt noch einmal weniger aufwachen müssen.

Mit unserer Geburt beziehen wir ein ein Zimmer, dass sich Sterbezimmer nennt.

AAAHHHHHHHHHHHHHHHHHH !!!”

…. und der Verrückte sprang vom Vordach.



Grau

14 11 2006
Grau – diese Farbe sehe ich an jedem Ort,
der Regen geht den ganzen Tag nicht fort,
modrige Gefühle kriechen schleichend um uns her,
und machen uns die Herzen unerträglich schwer.

Doch dort hinten, ganz weit weg,
hinter großen Wolken schüchtern und versteckt,
blinzelt fröhlich ein schwacher Sonnenstrahl in mein Gesicht,
um mir zu sagen: Verzage nicht ! …

Könnt ich ihn doch nur mit meinen Händen fangen,
Hoffnung und Glück – mehr würd ich nicht verlangen,
doch ich kann nur so lang die Zeit mit ihm verbringen,
bis die Wolken sich dazu entscheiden, ihn wieder zu verschlingen …



Nachtspaziergang II

14 11 2006

Während das weiße Licht der Straßenlampen sich matt in den Pfützen der nassen Straße spiegelt, weht ein kalter Wind durch die Baumwipfel, deren Rascheln sich mit dem Plätschern der Wasserspeier zu einem ohrenbetäubenden Lärm vereinigt.
Ein Verharren auf der Stelle scheint unerträglich. Die Kälte kriecht unter die Kleider und erinnert einen daran, dass man hier ganz alleine durch die Nacht wandert.
Aus einem offenen Fenster weht wallend eine weiße Gardine, aufgebauscht durch die kalte Luft, die an den Häusern vorbeifegt.
Man wird das Gefühl nicht los, die Wände und Fenster hätten Augen.

Die Schritte werden immer größer. Schlüsselklimpern. Aufschließen. Zu Hause.
Zufrieden? Die warme Luft schwappt schon an der Tür erdrückend entgegen.
Wie kann man’s mir recht machen?
Zu kalt und es friert, zu heiß und es erstickt. Zu normal lauwarm und es langweilt.

Ein Dilemma.

Listen 2 this: strong> Red Hot Chili Peppers – Slow Cheetah

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