Todesurteil

20 04 2006

Da wird einem wirklich schlecht, wenn man diese Statistiken von Amnesty International sieht.
Mehr als 20.000 Menschen sitzen weltweit in Todeszellen und warten darauf, hingerichtet zu werden.
China verhängt für 68 Delikte die Todesstrafe, darunter gewaltlose Delikte wie Steuerhinterziehung, Unterschlagung oder Drogenvergehen.
Im Iran starben 159 Menschen auf staatliche Anordnung. Wie nett von der Regierung!

Zwar sind die Zahlen allesamt rückläufig, doch das ist nicht genug.
Für Töten aus Rache oder als Bestrafung gibt es keine Rechtfertigung.
Blutrache, Familienfehden, Hass und Hinrichtungen: Alles Dinge deren die Welt überdrüßig ist.
Wieviele Menschen werden noch sterben müssen?

Ich bin jedoch der Überzeugung, dass man das alles von unserem Globus tilgen kann. Eines wird aber immer bleiben und nie
verschwinden. Krieg. Eine Welt ohne Krieg kann nicht existieren. (Wohlgemerkt: Eine Welt mit Menschen wie uns, die darauf ihr Dasein fristen.)
Wir Menschen müssen zwischendruch einfach immer wieder lernen, dass es Grenzen gibt. Grenzen die schmerzen. Grenzen denen man auch mit noch soviel Mut und Kraft nicht gewachsen ist.
Das ist aber kein Aufruf dazu, jeglichen Krieg zu legitimieren. Es überwiegt einfach zu oft der böse Teil unserer Seelen, wenn wichtige Entscheidungen zu treffen sind.
Gut und Böse, Hell und Dunkel, Tod und Lebendig – alles gleicht sich aus.
Wenn wir uns anstrengen, schaffen wir es eines Tages möglicherweise, unsere dunklen Seiten zu besiegen.

“Jeder ist ein Mond und hat eine dunkle Seite, die er niemanden zeigt.”
Mark Twain
US-amerikanischer Schriftsteller

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Liedtipp: Roxette – Wish I Could Fly


Ich würde gerne ...

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2 Antworten to “Todesurteil”

20 04 2006
Philanthrop (17:11:42) :

damit kommst du aber leicht in die schiene: “krieg ist eh unvermeidlich, also warum dagegen ankämpfen…” ich hoffe aber, du siehst das anders ?!
ansonsten hast du leider recht.

21 04 2006
plasmaoxyd (09:50:01) :

Nein, ich meinte damit: Mit der Mentalität mit der Menschen leben, ist es unvermeidlich, dass es Kriege gibt.

Kennst du vllt. “Lord of the Flies”, das Buch?
Da ist das sehr gut drin beschrieben.
Eine Gruppe Kinder strandet ohne Erwachsene auf einer Insel, nach kurzer Zeit haben sich 2 Gruppen gebildet die sich bekriegen.

Das Böse ist im Menschen halt unvermeidlich, wollt ich damit ausdrücken. :)

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